Jobbörsen Nachrichten

Achtung, Freiberufler: Wer kurz vor Projektstart abspringt, ist für immer raus

Online-Umfrage von GULP, Projektbörse und Personalagentur für IT und Engineering, unter Projektanbietern und Einkäufern

Stefan Symanek, GULP
Stefan Symanek, GULP

München, März 2012. Die Personalagentur und Projektbörse GULP hat Vermittler und Endkunden gefragt, was dazu führt, dass sie mit einem Selbstständigen nicht mehr zusammenarbeiten. Für IT-/Engineering-Freiberufler dürfte bei den Ergebnissen Überraschendes dabei sein: Mehrere Angebote gleichzeitig zu prüfen ist durchaus in Ordnung – wenn es so auch kommuniziert wird. Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit helfen Selbstständigen in IT und Engineering, sich langfristige Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Das gilt natürlich ebenso für Vermittler und Endkunden. An der Online-Umfrage auf www.gulp.de und www.gulp.ch haben sich insgesamt 122 Projektanbieter und Einkäufer beteiligt.

Was führt dazu, dass Sie mit einem externen IT-Spezialisten - trotz passender fachlicher Qualifikation – nie (wieder) zusammenarbeiten werden? (Mehrfachnennungen möglich)

Das Ergebnis dieser Umfrage zeigt, dass Projektanbietern durchaus klar ist, dass sie manchmal nicht die einzigen sind, die Aufträge bereithalten. Nur fünf Prozent von ihnen wollen nicht mehr mit einem IT-/Engineering-Freiberufler zusammenarbeiten, der in der Verhandlungsphase offen sagt, dass er auch andere Angebote hat und sich für das beste entscheiden wird. Der Selbstständige ist allerdings gut beraten damit, die Karten offen auf den Tisch zu legen und von den anderen Angeboten zu erzählen. „Denn 90 Prozent der Projektanbieter werden nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten, wenn er trotz Zusage kurz vor Projektbeginn wieder abspringt. Das sagen nicht nur Projektanbieter, sondern auch Einkäufer. Das heißt, im schlimmsten Fall hat man es sich sowohl mit dem Vermittler als auch mit dem Endkunden verscherzt“, so Stefan Symanek, Marketing-Leiter von GULP.

Bei den Einkäufern fällt der Blick auf das Portmonee besonders streng aus: Freiberuflern, die sich nicht verhandlungsbereit zeigen, kündigen 30 Prozent von ihnen die Kooperation oder arbeiten gar nicht erst mit ihnen zusammen. Projektanbieter sehen das gelassener (sieben Prozent).

Zuverlässigkeit ist wichtig

Ein Freelancer, der das laufende Projekt wegen eines attraktiveren Angebots abbricht, wird bei 81 Prozent der Projektanbieter keinen Fuß mehr in die Tür bekommen. Das Nichteinhalten eines Interviewtermins nehmen etwas mehr als die Hälfte der Projektanbieter krumm (53 Prozent). Symanek: „Natürlich gibt es auch unter den Vermittlern, Projektleitern oder Einkäufern schwarze Schafe, die Fehler machen, sich nicht zurückmelden oder Projekte kurz vor Start absagen. Auch das sollte nicht passieren, denn es gelten die gleichen Regeln für alle.“

Qualitätsansprüche und – wieder – Unzuverlässigkeit

Die Angabe „Anderes“ in der Umfrage war mit einem Freitextfeld verbunden. Die Einträge der Projektanbieter darin zielten vor allem auf die Qualität der Arbeitsleistung, zum Beispiel auf mangelhafte Methodenkompetenz – meistens in Verbindung damit, dass die Projektanbieter das Gefühl hatten, dass das Profil oder das Interview Dinge versprachen, die der Freiberufler im Projekt nicht halten konnte. Der zweite große Punkt war das Thema Unzuverlässigkeit und Nichteinhalten von Terminen oder Stundenabsprachen.

Über GULP:
Mehr als 3.000 Kunden, 75.000 eingetragene IT-/Engineering-Experten, davon 10.000 mit ausgewiesenem Schwerpunkt Engineering, und über 1.000.000 abgewickelte Projektanfragen: GULP ist die wichtigste Quelle für die Besetzung von IT-/Engineering-Projekten mit externen Spezialisten im deutschsprachigen Raum. Als Internet-Jobbörse für IT-Freiberufler ist GULP im Jahr 1996 gestartet. Heute bietet GULP zusätzlich zu den Dienstleistungen einer modernen Personalagentur ein umfassendes Online-Portal mit Informationen und Services für die Teilnehmer im Markt. Das in München ansässige Unternehmen erzielte 2010 einen Umsatz von 156,4 Millionen Euro und beschäftigt in der Zentrale und an den Standorten Frankfurt, Hamburg, Köln, Stuttgart und Zürich derzeit über 160 interne Mitarbeiter.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert