Gehaltstransparenz: Die Salärebellion vom Palais Trautson

Ein Kommentar von Gerhard Kenk

Jörg Buckmann, Leiter Personalmanagement, Verkehrsbetriebe Zürich

Felix Austria – Glückliches Österreich. Anhänger des Hochkultur-Milieus fühlen sich in Österreichs Hauptstadt Wien bestens aufgehoben. Die hohe Lebensfreude zeigt sich nicht nur in der Wiener Kaffeehauskultur oder dem Musik- und Opernbetrieb – auch auf anderen Gebieten machen Österreicher von sich reden. Der bekannteste Bodybuilder (Schwarzenegger) , der mutigste Höhenflieger (Baumgartner)  oder der schärfste Konkurrent des Brause-Limonadenherstellers Coca-Cola (Red Bull) haben eines gemeinsam: den Standort Österreich. Nun hat sich Österreich auf einem anderen Gebiet einen Namen gemacht – es geht um die Gehaltstransparenz oder die Salärebellion vom Palais Trautson, dem Sitz des Justizministeriums in der Museumsstraße in Wien.

Den Juristen im Palais Trautson ging die fortwährende Intransparenz bei den Gehältern an die Nerven und sie lösten die ewigen Diskussionen mit einem genial einfachen Gesetz: In Stellenanzeigen müssen Arbeitgeber Gehaltsangaben veröffentlichen. Basta.

Palais Trautson, Wien (Foto: Wikipedia)

Daß dieser Tabubruch nicht einhellige Freude auslöste, lag auf der Hand – schließlich wurde die Salärebellion im Palais Trautson ausgelöst und alles ging ohne die vom ägyptischen Tharir-Platz bekannten Massendemonstrationen, Autoreifen-Verbrennungen und den sonst üblichen Zeichen des Volkszornes daher.

Einige Zeit ist mittlerweile vergangen und HR-Blogger Jörg Buckmann ergreift diese Gelegenheit am Schopf und publiziert eine Panorama-Sicht aus der Lohntüte heraus. Es herrscht Lesepflicht: Lohnangaben in den Stelleninseraten in Österreich: die Zweijahresbilanz – hier: http://blog.buckmanngewinnt.ch/lohnangaben-in-den-stelleninseraten-in-osterreich-die-zweijahresbilanz/.

 

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