Startup-Szene: Silicon Valley vs. Silicon Allee

Deborah Liebig

Deborah Liebig

Ein Gastbeitrag von Deborah Liebig, PR und Marketing bei get in IT

 

Das deutsche Pendant zum Silicon Valley liegt in Berlin. Im landesweiten Vergleich ist hier die Anzahl neu gegründeter Unternehmen am größten: Über 550 Startups sind aktuell auf der Berliner Startupmap verzeichnet. Die Szene boomt – doch international spielt sie noch keine große Rolle. Wie viel Potential hat die „Silicon Allee“ wirklich?

 

Revolutionäre und Profiteure

Wenn große Ideen auf große Geldgeber treffen, ist der Erfolg fast vorprogrammiert. Auf den großen Durchbruch wartet die Mehrzahl der deutschen Startups allerdings noch. Profitable Unternehmen sind in der noch jungen Gründerszene eine Seltenheit.

Allein 2012 gab es im IT-Sektor 9000 Neugründungen. Finanzieren konnten sie sich mit Hilfe von 500 Investoren, die Millionen in die Startups gepumpt haben. Aber mit San Francisco, wo alle 3 Monate ein neuer Milliardenkonzern entsteht, kann Deutschland sich noch lange nicht messen.

Zwar gibt es viele Möglichkeiten, an Early-Stage-Finanzierungen zu kommen. Doch ist das Startkapital erstmal aufgebraucht, wird es für Startups im Netzbereich schwierig. Um neue Geldgeber zu finden und den nächsten Schritt zu machen, gehen einige Unternehmer deshalb lieber in die USA oder nach Russland.

Was außerdem fehlt, sind die ganz großen, innovativen Ideen. Zu den letzten Erfolgsgeschichten der Gründerelite aus Berlin gehören z.B. Xing, Wooga und Zalando. Dass es ein deutscher IT-Konzern zu internationalem Weltruf gebracht hat, ist allerdings schon über 40 Jahre her. Damals gründeten fünf ehemalige Mitarbeiter der IBM eine Firma für Systemanalyse und Programmentwicklung: SAP.

 

Mehr Mut zum Risiko

In einer Vergleichsstudie über die aufstrebenden Startup-Zentren der Welt belegt Berlin nur Platz 15 von 20. Maßstab war auch hier der einzigartige Unternehmergeist in San Francicsco: „Silicon Valley is by far the biggest, most important and influential startup ecosystem to which all other ecosystems look up to.“

Untersucht wurden u.a. Output, Finanzierung, Performance, Talent, Support und Mentalität. Berlin wird zwar ein hohes Trendsetter-Potential bescheinigt. Gründerumfeld und Unternehmergeist seien dagegen kaum vorhanden.

Um auf internationalem Niveau mitzuspielen, müssen deutsche Investoren ihre Zurückhaltung aufgeben. Das Risiko ist für Kapitalanleger in den USA nicht kleiner. Aber ihre Risikobereitschaft ist deutlich größer. Die positive Einstellung zum „failure to success“ hat sich noch nicht auf Deutschland übertragen.

Doch die Aussichten für das deutsche „Startup Ecosystem“ sind gut. Denn auch in der Politik ist mittlerweile angekommen, dass Maschinenbau und Automobilindustrie allein das Wirtschaftswachstum nicht sichern können. Auf dem nationalen IT-Gipfel im November war man sich einig, dass die Informations- und Kommunikationstechnologie Zukunftsmotor ist – auch für die klassischen Industrien. Was dazu noch fehlt, hat Angela Merkel zuletzt auf der CeBIT betont: „Wir müssen aufpassen, dass wir eine wirkliche Gründungskultur entwickeln.“

 

Deborah Liebig

PR und Marketing

get in IT

 

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Fax         +49 / 221 / 998991-99

 

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Web       www.get-in-IT.de

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