Posts Tagged ‘Weiterbildung’
Weiterbildung: Aktuelle Trendanalyse 2010
Gütersloh. Das Interesse an Bildungsberichten hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Auch in der bildungspolitischen Debatte gewinnen Forschungsergebnisse immer mehr an Bedeutung. Der Bereich der Weiterbildung kommt in dieser Entwicklung jedoch nach wie vor deutlich zu kurz.
Die vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE) herausgegebene Trendanalyse 2010 versucht diese Lücke zu schließen. Der Report wertet Daten zu unterschiedlichen Bereichen der Weiterbildung aus – vom Lehrpersonal über die Nutzung von Angeboten bis zur Frage der Finanzierung. Auf dieser Grundlage gelangt der Bericht zu einer umfassenden Beschreibung der aktuellen Weiterbildungslandschaft.
WeGebAU-Programm: Mittlere und größere Betriebe nutzen geförderte Weiterbildung häufiger als früher
Nürnberg. Immer mehr Betriebe nutzen das WeGebAU-Programm, mit dem die Weiterbildung von älteren und gering qualifizierten Beschäftigten im Betrieb gefördert wird. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Im Jahr 2009 gab es mehr als 100.000 Förderfälle. „Nach anfänglichen Startschwierigkeiten ist das Programm in Schwung gekommen, wird aber von den kleinen Betrieben immer noch relativ wenig genutzt“, so die IAB-Arbeitsmarktforscher Margit Lott und Eugen Spitznagel.
Kundenservice: Personalschulungen kommen zu kurz
In der Dienstleistungsbranche werden inzwischen flächendeckend regelmäßige Mitarbeiterschulungen angeboten, die sowohl die Fachkompetenz als auch den freundlichen und einfühlsamen Umgang mit dem Kunden verbessern sollen. Trotz verstärkter Investitionen in die Weiterbildung besteht aber noch erheblicher Optimierungsbedarf. Der Grund: Bislang schulen nur vier von zehn befragten Betrieben ihre Mitarbeiter auf allen Hierarchiestufen – vom einfachen Angestellten bis zur Führungskraft. Damit bleiben erhebliche Verbesserungspotenziale im Kundenservice ungenutzt. Das ist ein Ergebnis des Wettbewerbs „Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister 2009“, der zum vierten Mal von Steria Mummert Consulting, der Universität St. Gallen, Handelsblatt und ServiceRating durchgeführt wurde.
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Krise bewirkt Schwerpunktverlagerung auf dem Sprachschulen-Markt

Achim Gniffke, Operations Director Germany Wall Street Institute
München. Rückblickend auf das erste Halbjahr dieses Jahres ist erkennbar, dass sich die Wirtschafts- und Finanzkrise auch auf dem „Sprachschulen-Markt” bemerkbar macht. „Wir haben festgestellt, dass sich die Schwerpunkte der Nachfrage deutlich verändert haben. Insbesondere das Firmenkundensegment zeichnet sich durch eine Kaufzurückhaltung aus. Die Nachfrage nach staatlich geförderten Kursen hingegen nimmt spürbar zu. Insofern kann man nicht von einem Rückgang, sondern einer Verschiebung sprechen”, äußert sich Achim Gniffke. „Es gibt immer mehr Studenten bei Wall Street Institut, die in Kurzarbeit beschäftigt sind. Aber auch die Zahl der Studenten, die aufgrund ihrer Arbeitslosigkeit vom Arbeitsamt bezuschusst werden, nimmt weiterhin zu. Insgesamt können wir somit einen Zuwachs der bei WSI lernenden Studenten verzeichnen.” Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Studenten, deren Kurse vom Arbeitsamt bezuschusst werden, um 35 Prozent gestiegen.
Weiterbildungsbedarf: Banken vernachlässigen soziale Kompetenzen ihrer Berater
Knapp 90 Prozent der Führungskräfte in Kreditinstituten sind davon überzeugt, dass ihre Mitarbeiter besser auf die künftigen Herausforderungen im Bankenmarkt vorbereitet werden sollten. Kreditinstitute sollten sich dabei aber nicht nur auf die fachliche Qualifikation ihrer Berater konzentrieren. Diese allein reicht nicht aus, verloren gegangenes Kundenvertrauen wiederzugewinnen. Vor allem auch bei sozialen Kompetenzen gibt es Nachholbedarf, so eine Marktanalyse von Steria Mummert Consulting. Der Handlungsdruck steigt: Denn der Gesetzgeber fordert eine bessere Qualifikation der Bankberater und will diese künftig von privaten Zertifizierungsagenturen überprüfen lassen.
Karrierevorteil Fernstudium: Selbstständig erworbenes Wissen spielt wichtige Rolle bei Personalentscheidungen in deutschen Unternehmen

Brigitta Vochazer
Pfungstadt bei Darmstadt. Weiterbildung in Eigeninitiative kann bei Bewerbungsgesprächen Türen öffnen und im Beruf zu besseren Karrierechancen verhelfen. Dies belegt die aktuelle TNS Infratest-Studie „Bedeutung der individuellen Weiterbildung in Zeiten der Finanzkrise”. So achten die im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt befragten Personalmanager bei Personalentscheidungen verstärkt darauf, ob und wie sich Mitarbeiter für die eigene Fortbildung engagieren. Ein erfolgreich absolviertes Fernstudium kommt dabei besonders positiv an.
Informatikstudium auf Nachfragetief / – IT-Unternehmen sorgen mit nebenberuflicher Weiterbildung Fachkräftemangel vor
Hamburg, 15. Januar 2009 – Immer weniger Abiturienten studieren Informatik. Gegenüber 2004 ging die Zahl der Informatikstudenten um mehr als 20 Prozent zurück. Aktuell beginnen bundesweit pro Jahr nur rund 10.000 junge Menschen ein IT-Studium – vor sieben Jahren waren es noch etwa 18.000. Dabei werden Informatik-Absolventen trotz Wirtschaftsflaute händeringend gesucht. So wollen 39 Prozent der deutschen IT-Unternehmen in diesem Jahr ihr Personal weiter aufstocken. Doch es gibt Engpässe. Denn durch die sinkenden Studentenzahlen und die geburtenschwache Jahrgänge der letzten Jahre wird der Nachwuchs knapp.







