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Posts Tagged ‘Gerhard Winkler’

Ohne Namen, ohne Gesicht, ohne Verstand – Sie finden anonyme Bewerbungsverfahren gut?

Gerhard Winkler

Gerhard Winkler

Ein Kommentar von Gerhard Winkler

Sie finden anonyme Bewerbungsverfahren gut?

– Dann fehlt Ihnen das Verständnis für die Personalbeschaffung vor allem von mittleren und kleinen Unternehmen.

– Dann stellen Sie das Erkenntnisinteresse von Stellenanbietern unter den Generalverdacht der Unsittlichkeit.

– Dann verkennen Sie, dass Ihre Zeitgenossen bereits aus freien Stücken ihre Lebensspuren im virtuellen Raum ziehen. So viele lassen sich dort bereits mit einer Selbstverständlichkeit, die Sie vielleicht erschreckt, orten und identifizieren. Ihre Mitmenschen profilieren sich von sich aus. Wollen Sie gleich noch das Web anonymisieren?

Vor allem schlagen Sie dann den Jobkandidaten eine Reihe von erprobten und wirksamen Vermarktungsmitteln aus der Hand: ihren guten Namen, ihr offenes und freundliches Gesicht, ihre Jugendlichkeit oder ihre Erfahrung, ihre Herkunft, ihren ganzen bisherigen Weg, ihr Anderssein, ihre Geschichte, ihre Identität.

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Bewerberratgeber Winkler: Trost für Migrantenkinder

Gerhard Winkler

Gerhard Winkler

Berlin. Ihre Vorfahren haben vielleicht meine vor Budapest überrannt – deswegen keine bitteren Gefühle. Ich verrate Ihnen, was mir als Bewerbungsberater an Ihnen und den anderen Jobsuchenden mit Migrationshintergrund auffällt.

1. Sie sprechen perfekt zwei Sprachen plus Englisch. Ihre Mitbewerber verfügen dagegen über eine habituelle Lese- & Rechtschreibschwäche.

2. Ihre sprachlich korrekten, vom Schwulst befreiten Bewerbungsunterlagen verraten: Es können Ihnen dabei kaum Deutsche Ihrer Altersklasse geholfen haben.

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Glückwunsch! Sie haben sich ins Gespräch gebracht!

Gerhard Winkler: In 2 Stunden Jobinterview

Gerhard Winkler: In 2 Stunden Jobinterview

Jetzt bringen Sie’s auch zum guten Ende!

Gebrauchsanweisung

• 3 Fragen an den Autor

• Sie gehen in das Interview, um zu gewinnen

• Verschaffen Sie sich den Überblick

• Korrigieren Sie Ihr Redeverhalten

• Stellen Sie sich auf Gesprächsverläufe ein

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Ossi!

Go East! Ossi-Kopfarbeiter aus dem Westen

Go East! Ossi-Kopfarbeiter aus dem Westen

Berlin. Zeigt Ihr Kennzeichen MOL oder DD oder gar L? Dann kann eine leichtfertige Etikettierung als Ossi Sie beleidigen. Oder Sie heften sich den Ost-Ausweis als Auszeichnung an Ihr Muskel-Shirt. Oder aber Sie verfluchen das Wort als einen weiteren Beleg für die nicht mehr zu stoppende Verkindlichung der öffentlichen Rede. (Sie können schließlich nicht andauernd Wowi, Horsti, Gysi, Tschüssi sagen, ohne auch so zu denken.)

Egal wie Sie zur sprachlich verhunzten Etikettierung Ihrer Herkunft stehen: Wenn Sie als Stellenbewerber abgelehnt werden und entdecken, dass der Rekrutierer an den Rand Ihres Lebenslaufs Ossi! gekrakelt hat, werden Gefühle in Ihnen erwachen, die Sie vorsichtshalber keinem Mitglied ihrer lokalen Friedensbewegung schildern.

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Jobinterview: Rat für schüchterne Vögel

Rat für schüchterne Vögel

Fröhliche Vögel fangen den Wurm. Egal, ob der Termin für das Interview früh oder spät ist: Mach ihn zu Deiner Stunde:

1. Flattere beim Aufeinandertreffen nicht aufgeregt herum. Geh ruhig auf den Anderen zu. Streck vor dem Aufeinandertreffen die Hand aus, ohne auf sie oder gar auf den Boden unter Dir zu starren.

2. Ein Stuhl ist für Ängstliche gewiss ein unsicherer Ast. Richte Dich darauf ein und bleib ruhig sitzen.

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Fanpost: Das Beste aus Bewerbungsschreiben 2009

Gerhard Winkler, www.jova-nova.com

Berlin.

Bekenntnisse und Geständnisse von aufrechten Bewerberseelen fanden sich auch im letzten Jahr in den vielen Anschreiben, die Bewerberratgeber Gerhard Winkler jova-nova.com erhielt. 

Auch wenn Bewerber im Schwung der Gedanken bisweilen vom rechten Argumentationsweg abgekommen sind: Gut daran war, dass Bewerber zumindest versuchten, es mit ihren eigenen Worten zu sagen.

Mein Rat an Bewerber für Ihr Karrierejahr 2010: Konzentrieren Sie sich im Anschreiben ganz darauf, schlüssig und bündig Ihre besondere Eignung für eine fest umrissene Tätigkeit darzulegen. Tun Sie das in Form einer Leistungsbilanz und Sie werden nicht scheitern.

Gerhard Winkler,

jova-nova.com

Bewerberblüten 2009

Arbeitsmarkt, wilder


„Mit Erfolg absolviere ich die Ausbildung zur IT-Systemkauffrau, bevor es jedoch auf den wilden Arbeitsmarkt geht liegt ein Praktikum vor mir. Um meine Lehrinhalte zu festigen möchte ich Ihr Unternehmen schon ab … tatkräftig unterstützen.“

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Aus der Praxis des Bewerberberaters: Gehaltserhöhung einimpfen

Gerhard Winkler, www.jova-nova.com

Gerhard Winkler, www.jova-nova.com

„Ich werde eine Mail mit einer Forderung zur Gehaltserhöhung an meinen Vorgesetzten mailen. Ich überlege noch, ob es taktisch geschickt ist, wenn ich eine Kopie der Forderung auch an den Geschäftsführer maile. Bitte geben Sie mir Bescheid, was ihre Meinung dazu ist.“ (A.S.)

Die Lücke zwischen dem Gehalt, das Sie zur Zeit verdienen und der Leistung, die Sie die ganze Zeit schon bringen ist offenbar mindestens so groß wie die Diskrepanz zwischen dem Einblick, den die Impfgegner in den letzten Tagen vorgeben zu haben und dem Sachverstand, den sie tatsächlich besitzen. Mit anderen Worten: Der Gegensatz erscheint so grell, dass es schmerzt.

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Fünf adrette KönigstöchterInnen

Gerhard Winkler, www.jova-nova.com

Gerhard Winkler, www.jova-nova.com

WARUM WIR?

„Mit ist aufgefallen, dass bei Ihren  Beispielanschreiben auf Ihrer Website sowie in “Die 100 besten Anschreiben” der Bewerber niemals Bezug auf das neue Unternehmen nimmt. Man bringt zuerst die besten Argumente (Erfahrungen, Leistungen) vor, geht dann auf Studium und sonstige Kenntnisse (EDV, etc.) ein und rundet das Anschreiben dann mit einer Aufforderung zu reagieren ab.

Niemals allerdings beantwortet das Anschreiben, warum man denn ausgerechnet bei McKinsey, Berger, Boston, etc. arbeiten möchte, was genau an dieser Firma interessiert, was für ein Link zwischen deren Wertesystem oder anderen Essentials und den eigenen Qualis besteht, warum man ausgerechnet eine Karriere im Bereich “Internationale Kommunikation” anstrebt, welche Erwartungen man an seinen künftigen Job hat … eben, warum man sich bewusst dazu entschied, genau DIESE Firma anzuschreiben. Natürlich geht es wieder in die Richtung haltlose Beteuerungen, Interessenvorgaukelung. Doch sind Sie nicht der Meinung, dass solche Inhalte ebenfalls in ein Anschreiben gehören, da es besonders im Consulting-Sektor eine große Anzahl an Firmen gibt, die diese Vorabinfo einfach als Standard verlangen?” (C.J.)

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Umgang mit Karriere-Flops: Nicht angenommen, nie richtig angekommen

Gerhard Winkler, www.jova-nova.com

Gerhard Winkler, www.jova-nova.com

Berlin, 15.8.2009. Ein Gastbeitrag von Bewerbungsratgeber Gerhard Winkler

“Die neue Arbeit nahm ich voller Elan auf. Im Büro herrschte jedoch um mich herum eine gespenstische Ruhe. Der Teamleiter, der mich einarbeiten sollte, hatte stets viel um die Ohren. Seine rechte Hand war eine recht launische Person, und ich hatte stets das Gefühl, ihr auf die Nerven zu gehen. Mit den anderen Kolleginnen und Kollegen kam ich sehr gut klar. Doch was die Chefs betrifft, fühlte ich mich einfach nicht willkommen.

Das hatte zur Folge, dass ich mich immer mehr zurückgezogen habe und die mir gestellten Aufgaben möglichst ohne viel Rückfragen erledigen wollte. Das ging dann oftmals schief.

Es kam, wie es kommen musste: ordentliche Kündigung nach drei Monaten. Wie das Zeugnis ausfällt, kann ich noch nicht einschätzen. Allerdings wurde mir versichert, dass mir keine Steine in den Weg gelegt werden.

Natürlich habe ich den einen oder anderen kapitalen Fehler begangen. Durch die ständige Kritik fühlte ich mich jedoch überfordert und war am Ende kaum noch motiviert. Ich spiele mit dem Gedanken, diese kurze Zeit in meinen zukünftigen Bewerbungen nicht zu erwähnen und sie mit einer vorherigen, zweimonatigen Arbeitslosigkeit zu verschmelzen. Oder soll ich mit diesem Betriebsunfall in meiner Karrierebilanz so souverän wie möglich umgehen? (O.H)

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Wo und wofür soll ich mich noch bewerben?

Bewerber-Blockade

Bewerber-Blockade

“Inzwischen weiß ich schon nicht mehr wo und für was ich mich noch bewerben soll, wenn alle Ablehnungsgründe immer nur in meiner Vergangenheit gesucht werden.” (R.Z.)

Der Jobmarkt stinkt. Selbst gute Leute unter Dreißig, über Fünfzig und rund um die Vierzig gelten als komplett out. Die Fünfundzwanzigjährigen stellt man als Praktikanten kalt. In der Probezeit entlassen? Schon gilt man als verhaltensauffällig. Auf einen widerborstigen, nicht auf Anhieb einsortierbaren Lebenslauf reagieren die Konformisten in den Personalabteilungen wie auf eine madige Kirsche: sie spucken ihn sofort wieder aus. Besonderes Pech haben die besonders Flexiblen: Die Personaler hören multiqualifiziert, denken: überqualifiziert und schon ist man aussortiert. Der Jobmarkt spiegelt die Gesellschaft und unsere Gesellschaft ist leider überängstlich, übervorsichtig und ziemlich ungerecht. Her mit dem Grundrecht auf Arbeitszuteilung!
Genug lamentiert. Bremsen wir uns und kehren wir zum Ausgangspunkt zurück: Sie finden keinen Job.
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