Zeitarbeit am Puls der deutschen Wirtschaft – effiziente Form der Personalarbeit

Marcus Schulz, Vorsitzender der Geschäftsführung USG People Germany, mit einem Rück- und viel Ausblick

Marcus Schulz

Mit dem Inkrafttreten der tariflich vereinbarten Equal-Pay-Regelungen am 1. November 2012 hat in der Zeitarbeit eine neue Ära begonnen.

Meine Überzeugung, „Wer billig will, setzt nicht auf Zeitarbeit. Das rechnet sich nicht“, bestätigt sich. Das freut mich. Noch mehr freut mich, dass mit Equal Pay unsere Mitarbeiter die Wertschätzung für ihre Leistung erfahren, die sie verdienen.

Entgegen den Unkenrufen der Skeptiker halten die Kundenunternehmen der Zeitarbeit die Treue. Die ersten Wochen, die ersten Erfahrungen stimmen mich aber nicht uneingeschränkt optimistisch.

Man liest und hört von Schummeleien. Wir müssen dies ernst nehmen. Es geht um den Ruf einer Branche, die für den Standort Deutschland von großer Bedeutung ist. Wir haben jetzt eine Chance, den Ruf der Zeitarbeit auf breiter Front zu verbessern, und dies darf nicht durch Unverbesserliche torpediert werden.

Am Markt sehen wir, dass zumindest die größeren, seriösen Anbieter alle ihr Bestmögliches tun, um „Equal Pay“ korrekt umzusetzen. Die schwarzen Schafe werden nicht „durchkommen“, zumal nicht zuletzt Unique mit der transparenten Preispolitik Aufklärungsarbeit im Markt betreibt und Unternehmen sowie Mitarbeiter mit viel Know-how bei der Einführung der Branchentarifverträge unterstützt.

Bis jetzt sind die Branchenzuschläge für Metall/Elektro und die chemische Industrie in Kraft. In 2013 werden all die anderen Branchen folgen. Seit Ende letzter Woche ist nun auch klar, dass sich ver.di doch an den bereits bestehenden Modellen orientiert und die Zuschläge stufenweise einführt – passenderweise startet ver.di die Tarifverträge über Branchenzuschläge (TV BZ) in der Papier-, Pappe- und Tapetenindustrie am 1. Mai. Ich habe schon an anderer Stelle gesagt: Man muss Zeitarbeit nicht lieben, aber respektieren. Gemeinsam mit unseren Tarifpartnern haben wir die Branchentarifverträge an den Start gebracht – ein politisches Eingreifen konnte abgewendet werden. Ich würde es sehr begrüßen, wenn die Gewerkschaften das Ergebnis auch nach außen als wichtigen Meilenstein präsentieren – zumal es hinter verschlossenen Türen so formuliert wird.

Wer aber in der Öffentlichkeit von Leiharbeit, schlechter und billiger Arbeit spricht, trifft damit die Menschen, die zu Recht auf ihre Arbeit stolz sind, die sie im Kundeneinsatz leisten – die Mitarbeiter der Personaldienstleister. Menschen mit einem Arbeitsvertrag, die nach Tarif entlohnt werden, die die gleichen Rechte und Pflichten haben wie alle Arbeitnehmer.

In 2013 gilt‘s dann: Meine Branche untermauert mit Equal Pay den Anspruch, Zeitarbeit als wichtiges Flexibilisierungsinstrument für die deutsche Wirtschaft zu erhalten. In besseren wie in schlechteren Tagen. Das gelingt meinem Unternehmen, indem wir unseren Kunden dabei helfen, den Einsatz unserer Mitarbeiter so effizient wie möglich zu gestalten – mit der Servicepauschale, mit sauberer und transparenter Kalkulation und überschaubarem administrativem Aufwand.

Das setzt gegenseitiges Vertrauen voraus. Genau in einer solchen Partnerschaft mit dem Kunden liegt die Zukunft der Personaldienstleistung! Das bloße kurzfristige Besetzen von Stellen wird stagnieren. Im Wettbewerb mit anderen Flexibilisierungsoptionen, die Kunden in ihrem Betrieb offenstehen und die häufig genutzt werden – etwa Arbeitszeitkonten, Teilzeit, befristete Einstellungen, Minijobs – braucht meine Branche innovative Ideen. Vor allem aber muss sie den Kundenunternehmen Service bieten, ihnen Know-how, Kompetenz, Professionalität deutlich machen, sie muss sich als wertvoller strategischer Partner etablieren. Für mein Unternehmen kann ich sagen: Wir gehen diesen Weg bereits erfolgreich.

Was lässt sich für 2013 noch prognostizieren? Die Auftragslage bei USG People Germany ist gut. Unsere Kunden melden ihren Personalbedarf momentan kurzfristiger. Die Nachfrage ist differenziert: Es gibt weniger Bedarf an geringer qualifizierten Mitarbeitern; die weiterhin starke Nachfrage bei Hochqualifizierten macht das wett. Ich sehe eine klare Tendenz: Die Kunden übernehmen qualifizierte Zeitarbeiter häufiger in die eigene Belegschaft. Die Übernahmequote steigt. Zum einen als Folge der Equal-Pay-Regelungen. Zum anderen, und das ist wohl der Hauptgrund: Unsere Kunden sichern sich Fachkräfte. Das täten sie sicher nicht, wenn sie für 2013 schwarzsähen!

Als Personaldienstleister und Generalist mit rund 10.000 Mitarbeitern und 4.000 Kunden haben wir den Vorteil, unsere Mitarbeiter branchenübergreifend einsetzen zu können. Damit sind wir und unsere Mitarbeiter nicht direkt von Schwankungen einzelner Branchen abhängig. Ohne Zeitarbeit würde Deutschland nicht so gut dastehen. Das hat sich schon 2008/2009 gezeigt. Mich stimmt das optimistisch für die Zukunft. In dem Sinne wünsche ich Ihnen ein erfolgreiches, gutes Jahr 2013.

Über USG People Germany (www.usgpeople.com):
Der Personaldienstleister USG People Germany ist Teil der börsennotierten USG People N.V.  In Deutschland gehört USG People zu den zehn führenden Unternehmen der Branche. Mit seinen Marken Unique Personalservice (als Generalist), Technicum (Spezialist für Facharbeiter) und Secretary Plus (Spezialist für Sekretariat und Management Supports) bietet USG People jede Form von flexiblen Personallösungen. Unter dem Dach von USG People Germany arbeiten über 12.000 Mitarbeiter. In bundesweit 150 Niederlassungen sind die Tochterunternehmen vor Ort präsent. Der Unternehmenshauptsitz befindet sich in München.

 

Seit über 40 Jahren ist USG People auf dem europäischen Markt aktiv und nimmt Platz vier im Ranking der europäischen Personaldienstleister ein. Das Unternehmen betreibt in zehn europäischen Ländern mehr als 1.200 Niederlassungen.

 

Unternehmenskontakt:
USG People Germany GmbH
Jessica C. Ehmke
Landsberger Straße 370a
80687 München

Telefon: +49 (0)89 56827-339
Fax:  +49 (0)89 56827-100
E-Mail: jehmke(at)usgpeople.com
www.usgpeople.de

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