Sechs Unternehmen und eine Arbeitgebermarke

Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Christoph Beck

Prof. Dr. Christoph Beck, FH Koblemz

Prof. Dr. Christoph Beck

Ohne die demographische Apokalypse heraufzubeschwören und die ohnehin mehr als bekannten Daten zur Entwicklung der Erwerbsbevölkerung sowie den damit verbundenen Fachkräftemangel zum x-ten Male zu zitieren gilt, dass die Arbeitskraftnachfrage das Angebot in einigen Jahren weit überschreitet. Das Ergebnis steht heute schon fest: Wenn der Wettbewerb steigt, steigen die Preise (in welcher Form auch immer) und es wird Gewinner und Verlierer geben. Während bei bekannten und renommierten Unternehmen die Bewerberzahlen rapide abnehmen werden gibt es andere Unternehmen, die überhaupt keine Bewerbungen mehr bekommen werden. Was wie ein „Arbeitsmarkt-Science-Fiction“ klingt, ist teilweise schon heute Realität.

Dr. Thorsten Junkermann

So in der Gesundheitsbranche. Wenn Ärzte zum Wochenend-Dienst via Billig-Airline nach England fliegen um ihr Gehalt aufzubessern, andere komplett mit Ihrer Familie auswandern und sich auf eine ärztliche Stellenausschreibung ein Bewerber –mit viel Glück vielleicht auch Fünf- melden, dann weiß man nicht nur was Fachkräftemangel bedeutet, sondern man spürt ihn unmittelbar. Gemeint sind hiermit die Krankenhäuser. Nein, es gibt nicht nur die bekannten und großen Uni-Kliniken an attraktiven Standorten, sondern es gibt auch „mittelständische“ Krankenhäuser in der Fläche, die ebenfalls Spitzenleistungen erbringen und diese bekommen den Wettbewerb zunehmend zu spüren.

 

Wenn somit jemand aufgerufen ist sich bei der Zielgruppe bekannt zu machen, vom Wettbewerb abzuheben, selbst zu positionieren und seine Arbeitgeberattraktivität zu kommunizieren, dann ist es wohl in erster Linie der Mittelstand. Somit ist Initiative gefragt, so wie 6 regionale Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz es vormachen. Unter der Überschrift „Sechs Unternehmen und eine Employer Brand“ trägt Dr. Thorsten Junkermann (Geschäftsführer der Hunsrück Klinik kreuznacher diakonie) am 18. März auf dem recruiting-convent 2013 in Schloß Bensberg vor, wie man mit kooperativen Arbeitgebermarken gegen den Fachkräftemangel vorgeht. Eine Projektinitiative mit Vorbildcharakter für mittelständische Unternehmen und gleichermaßen eine Chance.

 

Informationen und Anmeldungen zum recruiting-convent 2013 unter:

www.recruiting-convent.de

Kommentieren

cw1