Zeitversetzte Videointerviews: Vom Pilot zum Unternehmenserfolg

Hanna Weyer, viasto
Hanna Weyer

Ein Gastbeitrag von Hanna Weyer, viasto

Im letzten Teil der Serie zur Implementierung von zeitversetzten Videointerviews soll es etwas mehr um das große Ganze, die Bird-Eye-Perspektive gehen:

Wie kann der Einsatz der Videointerviews als Pilotprojekt das gesamte Unternehmen positiv beeinflussen? Was gibt es bei der Gestaltung des Prozesses an sich zu bedenken, welche Parteien sollten unbedingt mit einbezogen werden? Wie sollte ein neues Tool wie zeitversetzte Videointerviews intern eingeführt werden?

Unser Tipp: Der Implementierungsprozess sollte in drei Phasen aufgesetzt werden: 1. Pilotierung an wenigen ausgesuchten Projekten, 2. Lerneffekte aus der Pilotphase, 3. Roll-out der Videointerviews

Tipp N° 1 – Pilotierung an wenigen ausgesuchten Projekten.

Ein neues Tool wie die interview suite ist nicht für alle Positionen geeignet. Deshalb sollte es auch intern niemals so kommuniziert werden – das erzeugt nur Reaktanz. Vielmehr sollte vorab überlegt werden, für welche Positionen sich die interview suite idealerweise anbietet, um das Tool dann an einem ausgewählten Pool von 4-5 Positionen zu pilotieren. Ideale Positionen dafür sind z.B. Positionen im Vertrieb, im Marketing, in der Kundenbetreuung oder im Projektmanagement.

 

Für die Pilotierung gilt: eine gute Kommunikation mit der Fachabteilung ist Gold wert, denn diese wird sehr wahrscheinlich am Ende darüber entscheiden, ob Sie die interview suite weiter nutzen möchte oder nicht! Ebenso sollten Sie in eine gut aufgesetzte Kommunikation mit dem Bewerber und den richtigen Fragen fürs Videointerview investieren.

 

Mehrarbeit am Anfang zahlt sich schnell aus

Alles, was Sie für die ersten Pilotpositionen an Mehrarbeit investieren, wird sich am Ende doppelt auszahlen. Zufriedene Fachabteilungen werden intern Werbung machen, die Kommunikation mit den Bewerbern genauso wie die Prinzipien guter Fragen werden einmal “verinnerlicht” und können anschließend aus Vorlagen immer wieder schnell generiert werden.

Tipp N° 2 Aus der Pilotphase lernen

Die Pilotphase ist oft auch eine Lernphase, die ganz individuell durchlaufen wird. Auch wenn der Nutzen der interview suite schon ab der ersten Position sichtbar wird, können doch für die folgenden Projekte meist noch Optimierungen erreicht werden.

Das machen wir gerne im begleiteten Prozess mit unseren Kunden: Was lief bei den ersten Projekten gut, was weniger gut, wo liegen die Herausforderungen für die nächsten Projekte?

Oft lassen sich aus den Learnings der ersten Projekte konkrete Handlungsempfehlungen für die nächsten Projekte ableiten:

  • Welche Kompetenzen im Videointerview haben uns die besten und validesten Einblicke in die Leistung der Bewerber geliefert?
  • Welche haben als Knock-Outs gut funktioniert?
  • Welche Kompetenzen hatten vielleicht keinen großen Aufklärungswert und können für Folgeprojekte vernachlässigt werden?

Da diese Erfahrungen nicht nur über ein Projekt hinweg gesammelt werden sollten, empfiehlt sich eine Pilotphase von mindestens 6 Monaten.

Tipp N° 3 Roll-out der Videointerviews

Mit a) den individuellen Lernerfahrungen und Empfehlungen und b) den ersten Pilot-Fachabteilungen als “interne Evangelisten” lässt sich das Roll-Out deutlich einfacher gestalten. Bedenkenträger (diese wird es leider immer geben) lassen sich leichter überzeugen, wenn Sie selbst schon eigene Erfahrungen (idealerweise dann natürlich konkrete, belastbare Zahlen aus der Evaluation, s.o.) präsentieren können, die sich nicht allein auf die Empfehlungen und Berichte des Dienstleisters stützen.

Diese Herangehensweise hat sich für viele unserer Kunden mittlerweile sehr bezahlt gemacht.Trivago oder Universal Music sind Paradebeispiele dafür, wie aus gut aufgesetzten Projekten Lehren für die gesamte Company abgeleitet werden können. In beiden Unternehmen wird dieinterview suite mittlerweile für eine sehr große Palette an Positionen über viele Fachbereiche hinweg eingesetzt.

Welche Erfahrungen haben Sie mit der Einführung neuer Tools gemacht? Wenn Sie über die Einführung zeitversetzter Videointerviews nachdenken, begleiten wir Sie natürlich gerne und teilen dabei unsere bisherigen Erfahrungen und Learnings. Sprechen Sie uns an: hanna.weyer@viasto.com

Über viasto

Die viasto GmbH hat die Vision, mit der interview suite Personalauswahl besser und einfacher zu machen. Die webbasierte HR-Software vermittelt einen persönlichen Eindruck der Bewerber über zeitversetzte Videointerviews. So können Personaler und Fachentscheider in einem höchst effizienten Prozess Talente entdecken, denen in traditionellen Verfahren fälschlicherweise abgesagt worden wäre. Die Deutsche Telekom, Fujitsu, Bertelsmann, trivago oder Sixt setzen die interview suite bereits erfolgreich ein. Ausgezeichnet wurde viasto z.B. mit dem Innovationspreis-IT 2012 in der Kategorie Human Resources und dem 2. Platz beim Theta Award für Innovative Eignungsdiagnostik.

www.viasto.com

 

 

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