Digitalisierung, Demografie und Wertewandel: Der Tsunami rollt heran

Gero Hesse
Gero Hesse

Noch scheint die Diskussion um die Digitaliserung, den demographischen Wandel und die Veränderungen rund um Werte- und Kulturwandel wie ein Hype-Steckenpferd zukunftsorientierter Personalmarketing-Experten zu sein. Wie beim Maskenball des Karnevals in Venedig erscheinen die Themen mal als Harlekin, Advokat oder Pulcinella – bis die Masken fallen und die grausame Realität zum Vorschein kommt. Wie ein heranrollender Tsunami werden die Veränderungen alle betreffen, die keinen sicheren Standpunkt haben oder sich rechtzeitig in küstenfernere Lagen zurückgezogen haben. Wenn der Tsunami vorbei ist, bleibt ein Bild der Verwüstung zurück – aber das Wasser ist weg. Beim Tsunami, der auf die Arbeitswelt hereinbricht, bleiben die Füße trocken. Doch die Veränderungen der Arbeitswelt, die mit Digitalisierung, Demographie und Wertewandel einhergehen, bleiben. Vorbereitung ist alles, Überraschung ist nichts.

 

Noch werden für diese Entwicklungen die unterschiedlichsten Begriffe und Kürzel verwendet: Digitalisierung, Work-Live-Balance, demokratisches Management, Industrie 4.0. Im übergeordneten Sinne geht es um den Technologie-Fortschritt, der in sehr vielen Lebens- und Wirtschaftsbereichen gegenwärtig ist. Der Technologie-Fortschritt geht mit einer ständigen Beschleunigung einher und beeinflusst letztlich das menschliche Verhalten.

Carnevale di Venezia. „Carnevale di Venezia 20100212“ von Unofeld781 - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Carnevale_di_Venezia_20100212.jpg#mediaviewer
„Carnevale di Venezia 20100212“ von Unofeld781 – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

 

Ein besonders Teilsegment dieser Veränderungen hat Gero Hesse in seinem Artikel im Praxishandbuch Social Media Recruiting herausgegriffen und näher dargestellt. Er bringt es gleich am Anfang auf den Punkt: „Die Unternehmen werden dazu gezwungen sein, in die Beziehung zu Talenten sehr frühzeitig und langfristig zu investieren. Das heißt: Der Fokus auf junge Zielgruppen – auch Schüler – wird zunehmen“. Das Recruiting-Verständnis muss ebenfalls angepasst werden, notwendig ist eine Redefinition von Recruiting-Kriterien, so Hesse weiter. „Der ideale Kandidat sollte männlich, unter 25, örtlich und zeitlich vollkommen flexibel sein und natürlich zu den ober 25% der Topabsolventen gehören.“ So geht es zu wie beim Karneval in Venedig. Am Ende fallen die Masken, die Realität zeigt ihre bisweilen brutale Fratze. Und offen bleibt die Frage, welche beruflichen Alternativen solche Kandidaten haben, die nicht den Wunschvorstellungen der Recruiter entsprechen. Die Karriere im Prekariat ist schon vorgezeichnet.

 

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Neu: 2. Auflage des Bestsellers

 

„Praxishandbuch Social Media Recruiting“

Name des Kapitels:

Auf dem Weg zum Enterprise 2.0: Digitalisierung, Demografie und Wertewandel als Treiber für Change-Management und Kulturwandel

Name des Autors/der Autoren:

Von Gero Hesse

 

 

 

Was Sie als Leser bei diesem Kapitel erwartet:

Social Media und die Digitalisierung treiben – insbesondere in Kombination mit dem aus der demografischen Entwicklung resultierenden Fachkräftemangel für viele Branchen – grundlegende Veränderungsprozesse in Organisationen voran. Gerade die Themen Mitarbeitergewinnung und
-bindung sind massiv davon betroffen.

Um wettbewerbsfähig bleiben und auch in Zukunft die richtigen Mitarbeiter gewinnen und halten zu können, werden sich Organisationen in den nächsten Jahren erheblich demokratischer und mitarbeiterorientierter aufstellen müssen als bislang. Es ergeben sich bezogen auf die Themen Fachkräftemangel, Digitalisierung und Wertewandel aus meiner Sicht folgende Handlungsempfehlungen für Organisationen:

  • Dialog auf Augenhöhe statt Top-down-Kommunikation
  • Diversität in der Rekrutierung anstelle von antiquierten Recruitingkriterien
  • Aufbau langfristiger Talent-Relations statt kurzfristigem Post and Pray
  • Führung 2.0 statt Befehlsgewalt von oben
  • flexible Arbeitszeiten und -orte statt Anwesenheitspflicht und Stechuhr
  • Vertrauens- statt Misstrauenskultur

Diese Themen werden in meinem Kapitel ausführlicher beleuchtet.

 

Zwei persönliche Fragen an den Autor:

Was war für Sie die Motivation bei diesem Herausgeberwerk mitzuwirken?

Ich fand die Idee, ein umfassendes Praxishandbuch zum Thema zu besitzen ohne dafür zu bezahlen charmant. Da habe ich doch gern mitgeschrieben. Im ernst: so ein Buch gab es zuvor nicht, der Bedarf war aber definitiv da. Als Blogger hatte ich mich mit vielen Themen schon vorher auseinander gesetzt und fand es toll, dass Ralph Dannhäuser die Idee hatte, das Thema ganzheitlich anzugehen.

Bitte vervollständigen Sie diesen Satz:

„Das Praxishandbuch Social Media Recruiting ist für mich… ein umfassendes Nachschlagewerk zum Thema Social Media Recruiting.“

 

Link zur Buchwebsite des Autors:

http://www.saatkorn.com/social-media-recruiting-2-auflage-praxishandbuch/

 

Steckbrief des Autors

Siehe http://www.saatkorn.com/about/saatkorn-blogger-gero-hesse/

 

Interview mit dem Herausgeber Ralph Dannhäuser

Ein Interview mit dem Herausgeber können Sie sich hier anschauen:

 

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