Der soziale Arbeitsmarkt – eine Riesenchance für die Gesundheits- und Sozialwirtschaft?

Die Bundesregierung arbeitet an einem Gesetz zum sozialen Arbeitsmarkt. Langzeitarbeits­lose sollen öffentlich (mit)finanzierte Arbeitsplätze bekommen und dann bei der Arbeit so gecoacht und qualifiziert werden, dass ihre Leistungen für Gesellschaft und Wirtschaft nützlich werden. Tätigkeiten bei privaten Arbeitgebern, bei Kommunen, vor allem aber bei Sozial- und Pflegeeinrichtungen sind für den sozialen Arbeitsmarkt ins Auge gefasst. Eine Riesenchance für die Gesundheits- und Sozialwirtschaft, die ja bekanntlich händeringend nach Arbeitskräften sucht? Ja, aber nur wenn es gelingt, die Finanzierungskonditionen, die Qualifizierung und das Coaching so zu gestalten, dass es auf die Bedürfnisse der Branche passt.

Prof.Dr.Rolf.G.Heinze, Crossswater Job Guide
Prof.Dr.Rolf.G.Heinze

Noch gibt es keinen systematischen Austausch darüber, wie diese Passung erarbeitet werden kann. Dringend erforderlich ist deshalb eine neue Plattform für die gestaltungs­orientierte Zusammenarbeit zwischen der Arbeitsmarktpolitik einerseits und der Gesundheits- und Sozialwirtschaft andererseits. INNOlab 2018 will hier ein Zeichen setzen!

Prof. Dr. Rolf G. Heinze, Arbeits- und Sozialforscher an der Ruhr-Universität Bochum, und Dominik Schad vom Jobcenter des Kreises Recklinghausen werden einen Ein- und Überblick über Ziele und Stand des Gesetzgebungsverfahrens geben. Wolfgang Stadler aus Berlin, der Vorsitzende des AWO Bundesverbandes, orientiert über aktuelle Detailfragen der Gesetzgebung und erläutert Anforderungen aus Sicht von Sozial- und Pflegeeinrichtungen. Marc Rosendahl, Geschäftsführer des DGB in Emscher-Lippe, einer Region mit besonders vielen Langzeitarbeitslosen, skizziert aus gewerkschaftlicher Sicht Ratschläge für ein erfolgreiches Gesetz. Michaela Evans vom Gelsenkirchener Institut Arbeit und Technik (IAT) umreißt zum einen, dass das Ruhrgebiet eine Schlüsselregion für eine erfolgreiche Umsetzung des sozialen Arbeitsmarktes sein wird, und erläutert zum anderen, wie anwendungsorientierte Wissenschaft bei der Umsetzung im Alltag und „vor Ort“ helfen kann. Und die Teilnehmer des Forums selbst sind aufgefordert, sich mit Anregungen und Gestaltungsvorschlägen einzubringen, sei es für den noch laufenden Gesetzgebungsprozess oder für eine erfolgversprechende Zusammenarbeit bei der Umsetzung.

Darüber hinaus geht es bei INNOlab um eine Vielzahl von Projekten zur Versorgung mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten und Partnern. Digitalisierung ist dabei immer ein Querschnittsthema. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich kostenlos über dieses Kaleidoskop aus Ideen zu informieren!

Die Teilnahme ist kostenlos, die Plätze sind begrenzt. Da wir allerdings mit regem Zuspruch rechnen, ist eine Onlineanmeldung unbedingt erforderlich: www.innolab-bochum.de.

Birgit Fischer, Staatsministerin a. D.
Hauptgeschäftsführerin vfa
Verband Forschender
Arzneimittelhersteller e. V.

Prof. Dr. Josef Hilbert
Geschäftsführender Direktor
Institut Arbeit und Technik
der Westfälischen Hochschule
Gelsenkirchen

Organisationsbüro INNOlab | Agentur WOK GmbH
Palisadenstraße 48 | 10243 Berlin