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Chinesische und deutsche IT-Branche tauschen sich aus

  • Jack Ma (Foto: Reuters / Lucy Nicholson)
    Jack Ma (Foto: Reuters / Lucy Nicholson)

    China Germany ICT Summit auf der CeBIT

  • Volksrepublik ist bedeutender Handelspartner der IT-Branche

Die deutsche und die chinesische IT- und Telekommunikationsbranche wollen voneinander lernen und ihre Zusammenarbeit ausbauen. „China ist nicht nur der weltweit am stärksten wachsende IT-Markt, China zeigt auch, wie ein Land die digitale Transformation zur d!conomy erfolgreich angehen kann“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf auf der CeBIT in Hannover.

China ist in diesem Jahr offizielles Partnerland der Messe. Am Sonntagabend haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Gründer des chinesischen Online-Händlers Alibaba, Jack Ma, gemeinsam die Messe eröffnet. Alibaba hat im vergangenen Jahr den bislang weltweit größten Börsengang absolviert und war bereits am ersten Handelstag 180 Milliarden Euro wert.

 

Heute nehmen 200 hochrangige Vertreter beider Länder am China Germany ICT Summit teil, darunter der chinesische Industrieminister Miao Wei, der deutsche Staatssekretär Matthias Machnig, Jun Lei, Gründer und CEO des Smartphone-Herstellers Xiaomi, und Jiren Liu, Gründer und CEO des größten chinesischen Systemhauses Neusoft. Mit Huawei und Inspur berichten zudem zwei weitere chinesische Unternehmen, die in den vergangenen Jahren zu Global Playern aufgestiegen sind, über ihre Pläne. Von deutscher Seite erläutern SAP, T-Systems International und Rittal ihre Produktstrategien und berichten von ihren Erfahrungen auf dem chinesischen Markt.

 

Der chinesische IT- und Telekommunikationsmarkt wird in diesem Jahr nach Prognosen des European Information Technology Observatory (EITO) voraussichtlich um 11,4 Prozent auf rund 351 Milliarden Euro wachsen. Damit ist das Umsatzwachstum deutlich höher als in Ländern wie den USA (2,7 Prozent), Deutschland (1,5 Prozent) oder der EU (0,3 Prozent).

 

Der Anteil der chinesischen Unternehmen am weltweiten ITK-Markt beträgt rund 12 Prozent. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren waren es gerade einmal 7 Prozent. China ist das mit Abstand bedeutendste Lieferland für ITK-Produkte. Aus der Volksrepublik kamen Waren im Wert von 21,6 Milliarden Euro in die Bundesrepublik. Das entspricht einem Anstieg um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Wichtig für eine dauerhaft erfolgreiche Partnerschaft sind dabei gleiche Bedingungen in den Ländern und für in- und ausländische Unternehmen. Ich hoffe, dass China als weltweit größter ITK-Exporteur seinen Inlandsmarkt demnächst auch in gleicher Weise öffnet“, so Kempf.

 

Mehr als 600 Aussteller aus China sind in diesem Jahr auf der CeBIT vertreten. Damit ist das Land das bislang stärkste und bedeutendste Partnerland der Messe. „Vor allem auch Mittelständler und Start-ups haben so in Hannover eine gute Gelegenheit, mit geringem Aufwand wichtige internationale Kontakte zu knüpfen“, sagte Kempf. Schwerpunkt des Partnerland-Auftritts ist der rund 2.500 Quadratmeter große Zentralstand in Halle 6. Daneben finden sich eine Vielzahl von Ausstellern in den themenspezifischen Messehallen. Weitere Informationen unter www.cebit.de/de/exhibition/partnerland.

 

 

BITKOM vertritt mehr als 2.200 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.400 Direktmitglieder. Sie erzielen mit 700.000 Beschäftigten jährlich Inlandsumsätze von 140 Milliarden Euro und stehen für Exporte von weiteren 50 Milliarden Euro. Zu den Mitgliedern zählen 1.000 Mittelständler, mehr als 250 Start-ups und nahezu alle Global Player. Sie bieten Software, IT-Services, Telekommunikations- oder Internetdienste an, stellen Hardware oder Consumer Electronics her, sind im Bereich der digitalen Medien oder der Netzwirtschaft tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. 76 Prozent der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, 10 Prozent kommen aus Europa, 9 Prozent aus den USA und 5 Prozent aus anderen Regionen. BITKOM setzt sich insbesondere für eine innovative Wirtschaftspolitik, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.

 

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