Arbeitsmarkt

Covid-19-Krise: Top 10 der Jobsuchen auf Indeed

Eine aktuelle Analyse der Jobseite Indeed zeigt wie Jobsuchende auf die Covid-19-Krise reagieren. Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie haben sich die Anfragen der Jobinteressenten auf krisenrelevante Berufsbezeichnungen, Eigenschaften oder Kompetenzen verschoben – dazu gehören Supermärkte, die Landwirtschaft und der Versandhandel.

“Die mediale Aufmerksamkeit, dass Supermärkte Unterstützung bei der Warenverräumung brauchen, die Landwirte helfende Hände für die Ernte suchen und der Versandhandel stark beansprucht wird, haben sicherlich zur Prominenz der aktuell am schnellsten wachsenden Suchbegriffe beigetragen”, erklärt Dr. Annina Hering, Economist bei Indeed.

Corona-Studie: Wirtschaftliche Folgen für Selbstständige und Kleinunternehmer nach Bundesländern und Branchen

Deutsche Selbstständige, Freiberufler und Kleinunternehmer wurden nach Ihrer persönlichen wirtschaftlichen Gefahr im Zuge der Corona-Krise befragt. Anhand der Antworten lassen sich Rückschlüsse ziehen, wie unterschiedlich stark in den verschiedenen Bundesländern und Branchen sowohl Umsatzeinbußen zu vermelden sind und Soforthilfen genutzt werden. 

Anbei ein paar Auszüge – konkretere Einblicke lassen aber sicher die Grafiken zu, die Teil der Mitteilung sind bzw. auf der Onlineseite zur Studie (auf dieser gibt es auch Länderkarten, siehe unten).




Anstieg bei angezeigter Kurzarbeit flacht auf sehr hohem Niveau ab

• Gesamtsumme liegt stagniert weitgehend auf dem Niveau der Vorwoche
• Jeder dritte Betrieb hat Kurzarbeit angezeigt

Bis zum 20.04.2020 haben rund 718.000 Betriebe bei den Agenturen für Arbeit Kurzarbeit angemeldet. In den Arbeitsagenturen gehen weiterhin Anzeigen zur Kurzarbeit ein, die Kurve flacht aber deutlich ab. Die Daten basieren auf Sonderauswertungen der Bundesagentur für Arbeit und bilden nicht die amtliche Statistik ab.

Detlef Scheele

HAYS-Fachkräfte-Index Q1/2020: Vor Corona war Arbeitsmarkt für  Fachkräfte auf gutem Weg 

Vor der Coronapandemie zeigte sich der Arbeitsmarkt für Spezialisten in einer positiven Verfassung. Die Auswirkungen von Corona werden erst im 2. Quartal 2020 bemerkbar sein. Im Vergleich zum Vorquartal erhöhte sich der Hays-Index im letzten Quartal über alle Berufsgruppen hinweg von 126 auf 135 Punkte. Deutlich stieg vor allem die Zahl der Stellengesuche aus der IT-Industrie (von 159 auf 189 Indexpunkte) und aus dem Baugewerbe (von 180 auf 204 Indexpunkte).

Dirk Hahn, CEO Hays AG
Dirk Hahn

Umfrage: Unternehmen und Arbeitnehmer befürworten Wiederhochfahren der Wirtschaft ab Mai 

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie befindet sich die deutsche Wirtschaft im Ausnahmezustand. Die Frage danach, wie lange dieser Zustand anhält, beschäftigt sowohl Unternehmen als auch Mitarbeiter. Nun ist klar: Die Kontaktverbote bleiben bundesweit bis 3. Mai bestehen. Die Online-Jobplattform StepStone hat parallel zur Beratung von Bund und Ländern rund 11.400 Personen genau dazu befragt. Dabei wird deutlich: Vier von fünf Befragten sehen die Zeit gekommen, wieder zum Arbeitsalltag zurück zu kehren. Deutlich mehr als die Hälfte der Unternehmen verfügen demnach bereits über einen Plan zum Wiederhochfahren ihres Geschäfts. „Unternehmen und ihre Mitarbeiter sind sich überraschend einig: Sie sind motiviert und bereit, die Rückkehr in den Arbeitsalltag zu organisieren“, sagt Dr. Tobias Zimmermann, Arbeitsmarktexperte bei StepStone. „Die Stimmung der Fach- und Führungskräfte kann man als verantwortungsvoll optimistisch bezeichnen. Das merken wir etwa an den Anstrengungen der Unternehmen in Sachen Gesundheitsschutz und an dem Wunsch der Mitarbeiter, weiterhin vom Homeoffice aus arbeiten zu können.“

Dr. Tobias Zimmermann

Covid-19-Krise: Deutscher Arbeitsmarkt zeigt sich im internationalen Vergleich stabil

● Stellenausschreibungen in Deutschland um 17 % rückläufig im Vergleich zum Vorjahr
● Hotelgewerbe und Tourismusbranche sind mit einem Minus von 35 % seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie stark betroffen
● Jobs im Einzelhandel, Baugewerbe sowie Bank- und Finanzwesen leiden weniger stark unter der Coronakrise
● International sind die Einbrüche bei den Stellenanzeigen groß: Vereinigtes Königreich -44 %, Italien -36 % und USA -31 %

Immer mehr Betriebe melden Kurzarbeit an. Bundesagentur für Arbeit (BA) veröffentlicht weitere Sonderauswertung

Bis zum 06. April 2020 haben rund 650.000 Betriebe bei den Agenturen für Arbeit Kurzarbeit angemeldet. Damit ist die Zahl der Betriebe, die Kurzarbeit planen, gegenüber dem letzten Vergleichswert von vor einer Woche nochmals um knapp 40 Prozent gestiegen. Bis zum 27. März 2020 waren im Zuge der Corona-Krise insgesamt Kurzarbeitsanzeigen von rund 470.000 Betrieben eingegangen.
Für wie viele Personen insgesamt die Betriebe Kurzarbeit angemeldet haben, lässt sich anhand der Daten derzeit nicht ermitteln. Die BA geht aber davon aus, dass die Zahl der Kurzarbeiter deutlich über dem Niveau der Wirtschafts- und Finanzkrise liegen wird. Damals haben in der Spitze bis zu 1,4 Millionen Beschäftigte kurzgearbeitet.

Kurzarbeit - Was Betroffene wissen sollten : LWK Niedersachsen

Repräsentative Umfrage: Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer*innen in Deutschland fürchtet Jobverlust

Die Coronavirus-Pandemie verunsichert viele Berufstätige, die sich in einem sicheren Angestelltenverhältnis wähnten. Das zeigt eine neue repräsentative Studie von Censuswide im Auftrag der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Glassdoor, in deren Rahmen vom 2. bis 3. April 2020 mehr als 1.000 Arbeitnehmer*innen in Deutschland befragt wurden.

Felix Altmann

Das sind die wichtigsten Umfrage-Ergebnisse im Überblick:

Arbeitnehmer*innen in Deutschland sorgen sich um die Sicherheit ihres Jobs

  • Eine Mehrheit der abhängig Beschäftigten zeigt sich angesichts der wirtschaftlichen Lage verunsichert. Während 52% der befragten Arbeitnehmer*innen Angst haben, entlassen zu werden, fühlen sich nur 26% sicher in ihrem aktuellen Job. Mehr als jeder fünfte Angestellte ist “sehr besorgt” hinsichtlich einer möglichen Arbeitslosigkeit.

Neue Studie: Die Arbeitswelt in der Corona-Krise

Die Corona-Pandemie stellt Unternehmen und Beschäftigte auf eine nie dagewesene Probe. Die Ergebnisse einer neuen StepStone Studie zeigen, wie die Arbeit im Homeoffice wirklich funktioniert und welche Sorgen Beschäftigte haben, die nicht zu Hause bleiben können.

Das klare Ergebnis der Befragung mit rund 6.000 Teilnehmern: 95 Prozent aller Menschen sind davon überzeugt, dass die Corona-Krise unsere Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig verändern wird.

Grenzpendler aus dem Ausland: Mehr Beschäftigte mit ausländischem Wohnort

Dr. Holger Seibert, IAB

Ausländische Beschäftigte, die in Deutschland arbeiten, deren Wohnort sich aber im Ausland befindet, haben deutlich an Bedeutung für den deutschen Arbeitsmarkt gewonnen. Seit der Einführung der Arbeitnehmerfreizügigkeit für die osteuropäischen EU-Beitrittsstaaten ab 2011 ist insbesondere die Zahl osteuropäischer Grenzpendler gestiegen. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).