Fachkräftemangel ist vor allem Ideenmangel – Gespräch mit Provotainer Martin Gaedt

Beim HR Innovation Day 2018 dabei: Martin Gaedt

Ein Beitrag von Prof. Dr. Peter M. Wald

Der diesjährige HR Innovation Day rückt näher. Es ist eine gute Tradition, die Keynote-Speaker durch Interviews vorzustellen. Heute steht mir Martin Gaedt für ein Gespräch zur Verfügung. Martin Gaedt ist ein viel beachteter Buchautor („Mythos Fachkräftemangel“ und „Rock your Idea“), der mit seinen Statements und Äußerungen oftmals die „wunden Punkte“ bei seinen Zuhörern anspricht. Mit seinen Aussagen eröffnet er neue Sichtweisen auf bekannte Probleme, denen er mit kreativen Lösungen begegnet. Darüber hinaus ist Martin Gaedt ein guter alter Bekannter, der mit seiner Keynote zum Thema „Fachkräftemangel“ zum HR Innovation Day 2014 für Aufsehen gesorgt hat. Hier erinnere ich mich auch daran, dass sich trotz vieler Anfragen keiner der Apologeten des Fachkräftemangels der Diskussion stellen wollte oder dazu nur bei Zahlung entsprechender Honorare bereit war. Ich bin mir sicher, dass seine Keynote zum Thema „Rock your Recruiting – 7 Milliarden Wege zu 7 Milliarden Menschen“ ein Highlight des HR Innovation Days 2018 sein wird. Ich freue mich deshalb sehr, dass ich ihn erneut für eine Reise nach Leipzig gewinnen konnte.

StepStone Mobilitätsreport: Wer in diese Städte pendelt, braucht am längsten

Dr. Anastasia Hermann

Gut jede vierte Fachkraft in Deutschland benötigt mindestens 45 Minuten für den Weg zur Arbeit – pro Strecke. Das zeigt der StepStone Mobilitätsreport, für den die Online-Jobplattform rund 24.000 Fach- und Führungskräfte befragt hat. Die meistgenutzten Verkehrsmittel sind der Pkw (65 Prozent), der ÖPNV (22 Prozent) sowie die Bahn und das Fahrrad (je rund 15 Prozent). Etwa jeder fünfte Pendler kombiniert mehrere Verkehrsmittel, um ans Ziel zu kommen. Aus dem Mobilitätsreport geht außerdem hervor, in welche deutschen Großstädte Arbeitnehmer am längsten pendeln.

Bewerber stellen Vertrauensfrage

viasto Sara Lindemann Eignungsdiagnostik interview suite
Sara Lindemann

viasto-Studie: Bewerber nehmen Datenschutz-Thema im Bewerbungsprozess ernst und misstrauen vor allem ausländischen Arbeitgebern und HR-Dienstleistern

Das Thema Datenschutz ist den Deutschen im Online-Bewerbungsprozess noch wichtiger als in anderen Bereichen der Internetnutzung. Das ist das Ergebnis einer Studie des führenden Video-Recruiting Anbieters viasto. In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen respondi wurden dafür 1.021 Arbeitnehmer zu ihrer Einstellung zu Datenschutzthemen im Karriereumfeld befragt. Das Ergebnis: 86 Prozent der Teilnehmer ist Datenschutz rund um ihre Jobsuche wichtiger als etwa dann, wenn sie im Internet einkaufen oder sich bei anderen Online-Diensten registrieren. Alarmierend aus Sicht der Arbeitgeber: 48 Prozent ihrer Bewerber befürchten, dass ihre Bewerbungsdaten bei den Unternehmen nicht sicher sind. Besonders im Fokus des Misstrauens: Unternehmen deren Hauptsitze im Ausland angesiedelt sind.

Last Exit: Crosswater Newsletter wechselt zu Google News

Der Newsletter von Crosswater Job Guide, der wöchentlich an über 10.000 Abonnenten verschickt wurde, wechselt mit Inkrafttreten der neuen DSGVO-Richtlinien zu Google News. Mit dem Wechsel zu Google News können motivierte Bewerber und engagierte Recruiter oder Personaler nun besser, schneller und Themen-relevanter informiert werden. Bewerber und Recruiter können sich bei Google News entweder über ad-hoc Anfragen informieren, oder mit Hilfe eines News Alert sich die Themengebiete ihrer Wahl direkt in ihre E-Mail-Box senden lassen.

Die wichtigsten Link im Überblick

 

Quelle: Von Seano314 - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=68904759
Quelle: Wikimedia.org

TalentHero Connect: Azubi-App macht mit neuer Technologie die mobile Bewerbung auch für Personaler salonfähig

TalentHero launcht erste universelle Schnittstelle für die automatische Übertragung mobiler Bewerbungen in Bewerbermanagement Systeme

 

Marius Rudolph

Mobile Bewerbung vs. Bewerbungsformular: Ein Kampf David gegen Goliath? Ausbildungssuchende und Unternehmen finden immer schwerer zusammen. Das liegt vor allem auch daran, dass Bewerber und Unternehmen unterschiedliche Anforderungen an Bewerbungsprozesse haben, die nur schwer in Einklang zu bringen sind. Die Azubi-App TalentHero hat sich dem Problem angenommen. Eine technische Innovation liefert die via App erstellten Bewerbungen automatisch in jedes Bewerbermanagement System. Das erlöst Bewerber von komplizierten Bewerbungsformularen und Personaler vom mühsamen Einpflegen in ihre HR Software.

Mehr Bachelor-Absolventen zieht es auf den Arbeitsmarkt

Philipp K. Seegers

Ein Gastbeitrag von Dr. Philipp K. Seegers

Der im Jahr 1999 gestartete Bologna-Prozess ist wiederkehrend im Fokus der öffentlichen Debatte. Erklärtes Ziel der teilnehmenden Staaten war und ist es fortan, in Europa ein verständliches und vergleichbares Hochschulsystem zu schaffen, um unter anderem die studentische Mobilität in Form von Auslandsaufenthalten zu stärken.

Bitkom kritisiert Position der Datenschutzkonferenz zu Webtracking  

  • Susanne Dehmel

    Dehmel: „Diese Interpretation der Rechtslage kommt zur Unzeit“ 

  • Bitkom veröffentlicht Stellungnahme zum Verhältnis Telemediengesetz/DS-GVO  

Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder (DSK) hat jüngst das Verhältnis der neuen Datenschutz-Grundverordnung zum bestehenden Telemediengesetz (TMG) bewertet. Nach Auffassung der Datenschutzkonferenz würde die ab 25. Mai 2018 anwendbare Datenschutz-Grundverordnung die bisherigen Vorschriften des Telemediengesetzes zum Webtracking komplett ersetzen. Aus Sicht des Digitalverbands Bitkom ist diese Auslegung falsch und der Zeitpunkt der Aussage äußerst unglücklich. „Diese Interpretation der Rechtslage wenige Wochen vor Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung kommt zur Unzeit für Unternehmen“, sagt Susanne Dehmel aus der Bitkom-Geschäftsleitung und dort für Recht und Sicherheit zuständig. „Webseitenbetreiber müssten ihre bislang rechtmäßigen Prozesse innerhalb kürzester Zeit umstellen. Das ist kaum leistbar und das müssten auch die Aufsichtsbehörden wissen.“

Freelancer: Junior oder Senior? Es ist kompliziert

Stefan Symanek

Junior und Senior sind häufig verwendete Begriffe, um den erforderlichen Erfahrungsgrad in Projektausschreibungen zu spezifizieren. Doch was sich hinter den Bezeichnungen verbirgt, ist nicht einheitlich festgelegt. GULP, ein führender Personaldienstleister in den Bereichen IT, Engineering und Finance, hat daher Freelancer nach ihren eigenen Erfahrungen mit der Kategorisierung von Junior und Senior befragt. Das Fazit der 422 Umfrage-Teilnehmer: Eine Unterscheidung ist durchaus sinnvoll, doch die Kriterien sind nicht ganz so leicht festzulegen. Allerdings ist die Mehrheit der Meinung, dass sich die Titel trotzdem auf den verhandelten Stundensatz auswirken.

 

Corporate Culture demoliert Employer Branding: Deutsche Bank Insider zieht Bilanz

David Folkerts-Landau

Die Hiobsbotschaften über die Deutsche Bank kommen schon seit Jahren nur noch in homöopathischen Häppchen – so sind sie leichter verdaulich, können leichter vergessen werden und man muss sie nicht immer in einen größeren Zusammenhang stellen. Rechtsklagen in den USA, Risiken im Investmentbanking, Kostensenkungsprogramme, Vorstandsfluktuation: Die Themen sind vielfältig, komplex und ziemlich umfangreich.

Nun nimmt ein Insider der Deutschen Bank, der Chefvolkswirt David Folkerts-Landau,  im Interview mit dem Handelsblatt kein Blatt vor den Mund. Die gestellten Fragen sind scharf wie ein Skalpell, die Antworten präzise, offen und auf langjährigen Erfahrungen aufbauend. Und sie brennen wie Salz in einer offenen Wunde.

Deutschland bei einheimischen und europäischen Arbeitnehmern am beliebtesten

  • Steven van Tuijl

    75 % der deutschen Arbeitnehmer können sich nicht vorstellen, im Ausland zu arbeiten

  • Für 34 % der Beschäftigten ist die enge Bindung zu Familie und Freunden ein Hindernis für den Wohnortwechsel, 20 % hält die Sprachbarriere von einem Umzug ins Ausland ab
  • 23 % der europäischen Beschäftigten geben an, am ehesten in Deutschland arbeiten zu wollen

Karriereboost Auslandsaufenthalt? Während die Expansion bei Unternehmen auf dem Tagesplan steht, ist für Arbeitnehmer der dauerhafte Schritt ins Ausland meist kein leichter. Was denken deutsche Beschäftigte, wenn es um den Umzug in ein anderes Land geht, um die Karriere voranzutreiben? Im dritten Jahr in Folge gibt ´The Workforce View in Europe 2018´ im Auftrag von ADP diesbezüglich einen Einblick in die Gedanken und Ängste von über 1.300 deutschen Arbeitnehmern.

 

Arbeitgeber mit Anziehungskraft: Respekt schlägt Gehalt

 

Rudi Bauer, StepStone Österreich
Rudi Bauer
  • Arbeitnehmer wollen Wertschätzung und kompetente Führungskräfte
  • Jobsicherheit ist für viele wichtiger als Gehalt
  • Frauen setzen auf Teamzusammenhalt, Männer wollen Aufstiegschancen
  • „Softe“ Faktoren formen die Arbeitgebermarke
  • Mitarbeiter wollen individuell unterstützt werden

Fachkräftemangel, der digitale Wandel und Millennials, die sich die Jobs mittlerweile aussuchen können: Unternehmen müssen heute mit einer starken Arbeitgebermarke punkten, um die besten Köpfe an Bord zu holen. Was diese auszeichnet, hat die aktuelle Employer-Branding-Studie von StepStone.at unter 1.000 Angestellten und Arbeitssuchenden aus ganz Österreich erhoben: Demnach sind der respektvolle Umgang mit Mitarbeitern, eine angenehme Arbeitsatmosphäre, nette Kollegen und kompetente Führungskräfte die wichtigsten Elemente eines attraktiven Arbeitgebers. Das Kurzvideo und das  Whitepaper geben Einblick in die umfassenden Studienergebnisse.

Professionalisierung von HR durch mehr evidenzbasiertes Management und weniger Schlangenöl

Von Peter M. Wald

Professionalisierung von HR durch mehr evidenzbasiertes Management und weniger Schlangenöl – Gespräch mit Philipp Schuch

Peter M. Wald

Der diesjährige HR Innovation Day kommt mit Riesenschritten näher. Der Tradition gemäß bitte ich die Workshop-Hosts einige Fragen zu ihren Workshops beantworten. Heute führe ich ein Interview mit Philipp Schuch, der einen Workshop unter der Überschrift „Ist Geld wirklich alles? Was kann evidenzbasiertes (HR-)Management in der Praxis bewirken?“ anbieten wird. Ein herzlicher Dank bereits vorab Philipp für die erneute aktive Mitwirkung am HR Innovation Day.

Kann die DSGVO Big Brother Google verhindern?

Big Brother is watching digitizing you

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Big Brother, Foto: Wikimedia Commens, (c) Frederic Guimont

Während kurz vor dem Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) die digitalen Operateure des Internet wie Lemminge hintereinander her rennen um ja keine noch so irrsinnige Vorschrift der DSGVO zu ignorieren, tauchen auch wieder Konzepte auf die nahelegen, dass man eigentlich Big Brother auf die Finger schauen müsste.

Die Rede ist von Googles „Selfish Ledger“, in dessen Mittelpunkt die Idee steht, alle möglichen Daten von Personen in einem digitalen Tresor abzuspeichern, um dann durch der Vernetzung dieser Informationsbruchstücke Rückschlüsse auf Verhaltensmuster der Personen zu ziehen.

Führungskräfte-Auswahl: Auf Personenmerkmale und Leistungskriterien kommt es an

Johann Bayer ist Bachelorstudent im Studiengang internationale Betriebswirtschaftslehre an der BSP-Business-School Berlin. Im Rahmen seiner Bachelorarbeit führt er  – als Teil einer Forschungsgruppe – eine Studie zum Zusammenhang von Personenmerkmalen und Leistungskriterien von Führungskräften bei etwa 1000 Führungskräften in der DACH-Region durch.

Mit einer Goldmedaille zum HR Innovation Day 2018 – Fanny Cihlar und Irg Torben Bührer im Gespräch

Ein Beitrag von Prof. Dr. Peter M. Wald

Der HR Innovation Day 2018 kommt. Wie in den letzten Jahren werde ich auch diesmal zur Einstimmung auf das Event mit allen Beteiligten Interviews führen. Heute spreche ich mit Fanny Cihlar (bekannt unter ihrem Geburtsnamen Rinne) und Irg Torben Bührer, die gemeinsam einen Workshop unter dem Titel „Projekt Goldmedaille – oder warum sind Spitzensportler scheinbar immer motiviert und Mitarbeiter nicht?“ anbieten werden. Ganz herzlichen Dank an beide bereits vorab für die Mitwirkung beim HR Innovation Day und auch für dieses Interview.

Wald: Liebe Frau Cihlar, mit dem Titel dieses Workshops wecken Sie die Erwartung, das Geheimnis sportlicher Erfolge zu erfahren. Sollten wir zweifeln, dass Spitzensportler nicht immer motiviert sind?