Gehaltsvergleiche

Deutschlands Spitzenverdienerinnen: So erreichen Frauen ein sechsstelliges Gehalt

Sie ziehen sich für die Familie öfter als Männer aus dem Berufsleben zurück, arbeiten häufiger in Teilzeit und erreichen seltener Führungspositionen: Verglichen mit ihren männlichen Kollegen erreichen weibliche Fachkräfte noch immer deutlich seltener Spitzengehälter. Nur 15 Prozent aller Fachkräfte, die ein Jahresgehalt von mehr als 100.000 Euro erzielen, sind Frauen. Sie verdienen im Schnitt 130.200 Euro. Das zeigt eine Analyse des StepStone Gehaltsplaners, der auf rund 200.000 Datensätzen basiert. Die Auswertung zeigt, unter welchen Voraussetzungen Frauen heute gute Aussichten auf ein sechsstelliges Gehalt haben.

Das richtige Gehalt finden (Grafik: jova-nova.com)
Das richtige Gehalt finden (Grafik: jova-nova.com)

Ost vs. West: Wo am meisten vom Gehalt übrig bleibt 

Am Donnerstag jährt sich der Tag der Deutschen Einheit zum 29. Mal. Mit dem Einigungsvertrag vom 3. Oktober 1990 sollten die Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland vereinheitlicht werden. Allerdings verdienen Fachkräfte in den östlichen Bundesländern immer noch deutlich weniger als im Westen: Während das Bruttodurchschnittsgehalt für eine Fachkraft im Westen Deutschlands aktuell bei 60.900 Euro liegt, verdient ihr Pendant im Osten im Schnitt jährlich 48.900 Euro – das sind rund 20 Prozent weniger. Zwischen Hessen, dem Bundesland mit dem bundesweit höchsten Durchschnittsgehalt (65.800 Euro), und Sachsen-Anhalt (43.800 Euro) liegen sogar 22.000 Euro Unterschied. Das hat die Online-Jobplattform StepStone bei einer neuen Gehaltsanalyse für Fach- und Führungskräfte herausgefunden, der rund 200.000 Datensätze zu Grunde liegen.

„Das Gehaltsgefälle zwischen Ost- und Westdeutschland lässt sich vor allem mit der Nachfrage nach Fachkräften erklären. In Bundesländern wie Hessen oder Baden-Württemberg wurden 2019 rund viermal so viele Fachkräfte gesucht wie beispielsweise in Sachsen-Anhalt“, sagt Dr. Anastasia Hermann, Head of Research bei StepStone.

Dr. Anastasia Hermann

foodjobs.de Studie 2019: Höheres Einstiegsgehalt in der Lebensmittelbranche steigert Zufriedenheit der Berufseinsteiger

• 74% der Nachwuchskräfte in der Foodbranche sind zufrieden oder gar sehr zufrieden mit ihrem Einstiegsgehalt
• 38.400 € erzielen Berufseinsteiger in der Lebensmittelwirtschaft als durchschnittliches Brutto-Jahresgehalt
• Grundsolider Arbeitsmarkt bringt Absolventen in günstige Ausgangsposition für Gehaltsverhandlung

Ein gutes Einstiegsgehalt erweist sich nach wie vor als ideale Voraussetzung, um im Laufe des persönlichen Karriereweges insgesamt mehr zu verdienen. Wie aber im Vorstellungsgespräch die Balance halten, zwischen hoch pokern und sich nicht unter Wert verkaufen? Mit einer guten Vorbereitung zum ausgeschriebenen Job und einer klaren Analyse der eigenen Qualifikation ist man gut gewappnet für die erste Verhandlung zum erfolgreichen Berufseinstieg. Insbesondere, im sich zuspitzenden Fachkräftemangel in Deutschland. Die aktuelle foodjobs.de-Studie zum Einstiegsgehalt in der Lebensmittelbranche unterstützt Absolventen, die sich in Sachen Gehaltsverhandlung eine Punktlandung wünschen.

Gehaltsfragen in der Bewerbung: mehr Offenheit bitte!

Umfrage von softgarden zeigt große Unzufriedenheit der Bewerber mit herrschender Intransparenz.Aktuell lassen Arbeitgeber im Hinblick auf das Gehalt erst sehr spät die Katze aus dem Sack – das zeigt eine aktuelle Umfrage von softgarden, an der 4.145 Bewerber teilgenommen haben. Zahlreiche Jobkandidaten werden aktuell künstlich zu lange im Bewerbungsverfahren festgehalten, obwohl Gehaltswunsch und -angebot nicht zueinander passen. Arbeitgeber verbrennen so unnötige Ressourcen und schädigen ihr Image. Im Zuge der New Work-Debatte wird immer wieder die Forderung nach Gehaltstransparenz im Unternehmen erhoben. Einige Unternehmen haben ihre Gehaltsstruktur transparent gemacht – und öffentlich darüber gesprochen. Die Mitarbeiter dort wissen, was ihre Kollegen verdienen, im Gegenzug liegen ihre eigenen Gehälter ebenfalls offen. Wie stehen Bewerber dazu? 50,6 % der Befragten finden das gut, 28,9 % schlecht. 20,5 % haben dazu keine Meinung.

Mathias Heese

Gesundheitsbranche: Jobaussichten und Gehälter

Seit 2012 hat sich die Nachfrage nach Pflegekräften fast verdreifacht. Mehr zu den aktuellen Jobaussichten und Gehältern in der Gesundheitsbranche lesen Sie in diesem Beitrag.

Gestiegene Fachkräftenachfrage
In Gesundheitsberufen sind die Auswirkungen des demografischen Wandels bereits spürbar. Eine Lebenserwartung von 83 Jahren bei Frauen und 78 Jahren bei Männern ist mittlerweile der Normalfall. Hinzu kommt die niedrige Geburtenrate von durchschnittlich 1,5 Kindern pro Frau in Deutschland.
Und obwohl händeringend Fachkräfte für Gesundheitsberufe gesucht werden, liegt das Durchschnittsgehalt mit 47.500 Euro* deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt für Fachkräfte (59.000 Euro).

Gesundheitsberufe

Gehälter im IT-Bereich: Die Top 8

IT-Fachkräfte sind aktuell so gefragt wie nie zuvor. Megatrends wie die Digitalisierung und die Automatisierung lassen die Nachfrage weiter steigen. Im ersten Halbjahr 2019 wurden insgesamt 41 Prozent mehr offene Stellen im IT-Bereich ausgeschrieben, als es noch vor fünf Jahren der Fall war. Welche Gehälter in den acht häufigsten IT-Berufen gezahlt werden, lesen Sie in diesem Beitrag.

ifo Institut: Regionale Unterschiede beim Einkommen der Haushalte in Deutschland gehen zurück

Bei den durchschnittlichen verfügbaren Einkommen der Haushalte gehen die Unterschiede zwischen den Kreisen in Deutschland zurück. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des ifo Instituts, die jetzt im ifo Schnelldienst veröffentlicht wurde. Die demografische Entwicklung hingegen entwickelt sich weiter auseinander.

„Anders als viele Menschen denken, verringert sich bei den Einkommen das Stadt-Land-Gefälle und das Gefälle zwischen West und Ost. Die Schere schließt sich, sie öffnet sich nicht“, sagt ifo-Präsident Clemens Fuest, einer der Autoren der Studie. „Dieser Prozess wurde vor allem getrieben durch den Aufholprozess des Ostens gegenüber dem Westen.“

Clemens Fuest

Gehalts-Ranking: In diesen Jobs verdienen IT-Spezialisten besonders gut

IT-Fachkräfte sind aktuell so gefragt wie nie zuvor. Megatrends wie die Digitalisierung und die Automatisierung lassen die Nachfrage von Unternehmen nach diesen Experten weiter steigen. So wurden im ersten Halbjahr 2019 41 Prozent mehr offene Stellen in IT-Berufen ausgeschrieben, als das noch vor fünf Jahren der Fall war. Das geht aus dem StepStone Fachkräfteatlas hervor, für den die Online-Jobplattform seit 2012 auf Basis von rund zwei Millionen Stellenanzeigen monatlich analysiert. Besonders viele IT-Fachkräfte werden aktuell in Hamburg, Berlin und Hessen gesucht. Auch in Bayern (65.300 Euro) und Baden-Württemberg (65.600 Euro), die besonders hohe Gehälter zahlen, ist die Nachfrage hoch. Die folgende Auswertung zeigt die Gehälter in den acht häufigsten IT-Berufen.

Viele Deutsche schätzen ihre Einkommensposition falsch ein

Wer als Single monatlich 3.440 Euro netto verdient, zählt in Deutschland zu den einkommensstärksten 10 Prozent der Gesellschaft. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

2016 betrug das bedarfsgewichtete Medianeinkommen in Deutschland 1.869 Euro pro Monat – eine Hälfte der Bevölkerung hatte netto mehr Geld zur Verfügung, die andere Hälfte weniger. Zu den einkommensreichsten zehn Prozent zählt, wer als Single mindestens 3.440 Euro netto verdient. Paare ohne Kinder und Paare, deren Kinder bereits ausgezogen sind, gehören ab einem Haushaltsnettoeinkommen von 5.160 Euro zu der Gruppe der reichsten zehn Prozent. Grundlage der Berechnungen ist das Sozio-oekonomische Panel (SOEP).

Judith Niehues

Spitzenverdiener: Wer mehr als 100.000 Euro verdient  

Personal- und Managementverantwortung, die richtige Branche und eine Position in einem großen Unternehmen: Unter diesen Voraussetzungen haben Fach- und Führungskräfte in Deutschland die besten Chancen, ein Jahresgehalt von mehr als 100.000 Euro zu erreichen. In der Pharmaindustrie gibt es besonders viele Topverdiener: Das Durchschnittsgehalt der Fach- und Führungskräfte mit Gehältern über 100.000 Euro liegt hier bei rund 130.000 Euro. Aber auch in der Chemiebranche sowie bei Banken ist der Anteil der Spitzenverdiener überdurchschnittlich hoch. Das sind Ergebnisse einer neuen Gehaltsanalyse der Online-Jobplattform StepStone.

 

Dr. Sebastian Dettmers