Gehaltsvergleiche

Meaning of Work, Meaning of Pay: Das Meinungsbild vom Arbeitsverständnis

Welchen Sinn hat Arbeit für deutsche Beschäftigte? Um der Antwort auf diese bedeutende Frage näher zu kommen, hat die Jobseite Indeed mithilfe einer repräsentativen Online-Befragung analysiert, wie Menschen in Deutschland ihre Arbeitswelt erleben und was sie sich für ihre berufliche Gegenwart und Zukunft wünschen.

Das Jahr 2020 bietet sich förmlich an, um ein Meinungsbild vom Arbeitsverständnis unserer Zeit zu zeichnen. Warum? Nun, einerseits geht es Deutschland super: Arbeitnehmer*innen waren noch nie so gut ausgebildet, Fachkräfte werden gesucht und die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.

 

Andererseits ist spürbar, dass Deutschland mit den Zehenspitzen schon an der Schwelle zu einer neuen Arbeitswelt steht und ein Weg zurück nicht möglich ist. Alle sprechen über fortschreitende Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Industrie 4.0 und New Work, aber kaum jemand weiß genau, was uns im neuen digitalen Zeitalter erwartet und wie diese Veränderungen den eigenen Arbeitsalltag verändern werden.

Die Studie ist in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut YouGov entstanden. Online befragt wurden 2042 Personen der arbeitenden Bevölkerung in Deutschland.

Agile Arbeitsformen auf dem Vormarsch

Viele Unternehmen stehen in der heutigen Zeit vor großen Herausforderungen. Schlagwörter wie Globalisierung, Digitalisierung und Fachkräftemangel gehören mittlerweile zum täglichen Gesprächsstoff. Auch das Thema New Work erhält zunehmende Aufmerksamkeit, da die damit verbundenen neuen Arbeitsformen eine mögliche Antwort auf die zu bewältigenden Hürden sind.

Doch was versteht man unter New Work überhaupt? Es ist das Versprechen von neuen Arbeitsformen, die nicht mehr zeit- und ortsgebunden wie der klassische „9-to-5-Job“ sind. Der Wunsch nach Flexibilität und einer besseren Work-Life-Balance sind der Grundstein für diese Veränderung. Das New Work Kompendium des Personaldienstleisters GULP, eine Umfrage bei der erstmals neben Freelancern auch Festangestellte befragt wurden, bestätigt diesen Trend. Einerseits steigen die Zahlen der Freelancer seit Jahren konsequent an, andererseits wünschen sich immer mehr Festangestellte, die Flexibilität eines Freiberuflers. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass 94,92 Prozent der befragten Freelancer aus Überzeugung selbstständig sind.

Robert Walters Gehaltsstudie 2020: Trend zu mehr Spezialisten, Gehälter bleiben relativ stabil

Im Jahr 2020 werden die internationalen Handelskonflikte und die Unwägbarkeiten des Brexits der deutschen Wirtschaft weiter zusetzen. Auch wenn der von vielen Experten vorhergesagte Konjunkturabsturz vorerst ausblieb, könnten in diesem Jahr einige Branchen besonders zu kämpfen haben. Zwar begreifen die meisten Unternehmen den digitalen Wandel als Chance, unterschätzen jedoch die tief greifende Disruption und die damit einhergehende Komplexität und Spezialisierung im Arbeitsalltag. Während der Bedarf an Generalisten abnimmt, halten die Unternehmen vermehrt Ausschau nach Fachkräften mit Nischenqualifikationen, hoch qualifizierten Young Professionals sowie erfahrenen Spezialisten.

Fachkräfte finden und Inklusion voranbringen

Christiane Schönefeld

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) nimmt den internationalen Tag der Menschen mit Behinderung zum Anlass, verstärkt für Inklusion in der Arbeitswelt zu werben.
Denn schwerbehinderte Menschen haben zwar in den letzten Jahren vom Aufschwung am Arbeitsmarkt profitiert. Allerdings nicht ganz so stark wie nicht schwerbehinderte Menschen.

Die Zahl der jüngeren schwerbehinderten Arbeitslosen ist gesunken, die der Älteren dagegen gestiegen. Gründe sind das Wegfallen vorruhestandsähnlicher Regelungen, aber auch die Tatsache, dass manche Schwerbehinderungen nicht angeboren sind. Sie sind Folgen von Erkrankungen im Lebensverlauf.

„Menschen mit Schwerbehinderung sind häufig gut qualifiziert und motivierte Fachkräfte. Das ist eine Chance für Unternehmen, die händeringend Fachkräfte suchen“, so Christiane Schönefeld, Vorstand der BA.

Karriere 45+: Ohne Führungsverantwortung stagniert das Gehalt  

Um durchschnittlich 50 Prozent können Fach- und Führungskräfte in Deutschland ihr Gehalt im Laufe ihrer Karriere steigern. Die mit Abstand größten Gehaltssprünge finden dabei in der ersten Hälfte des Berufslebens statt: Während 18- bis 30-jährige Fachkräfte im Schnitt 43.400 Euro verdienen, bekommen 31- bis 40-Jährige bereits ein Gehalt von 56.400 Euro – ein Unterschied von rund 30 Prozent. Im Alter von 41 bis 50 Jahren ist die Gehaltssteigerung dann nur noch halb so hoch (15,6 Prozent). Danach steigt das Gehalt nur noch minimal. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Analyse des StepStone Gehaltsplaners, dem 200.000 Datensätze zu Grunde liegen.

André Schaefer

Deutschlands Spitzenverdienerinnen: So erreichen Frauen ein sechsstelliges Gehalt

Sie ziehen sich für die Familie öfter als Männer aus dem Berufsleben zurück, arbeiten häufiger in Teilzeit und erreichen seltener Führungspositionen: Verglichen mit ihren männlichen Kollegen erreichen weibliche Fachkräfte noch immer deutlich seltener Spitzengehälter. Nur 15 Prozent aller Fachkräfte, die ein Jahresgehalt von mehr als 100.000 Euro erzielen, sind Frauen. Sie verdienen im Schnitt 130.200 Euro. Das zeigt eine Analyse des StepStone Gehaltsplaners, der auf rund 200.000 Datensätzen basiert. Die Auswertung zeigt, unter welchen Voraussetzungen Frauen heute gute Aussichten auf ein sechsstelliges Gehalt haben.

Das richtige Gehalt finden (Grafik: jova-nova.com)
Das richtige Gehalt finden (Grafik: jova-nova.com)

Ost vs. West: Wo am meisten vom Gehalt übrig bleibt 

Am Donnerstag jährt sich der Tag der Deutschen Einheit zum 29. Mal. Mit dem Einigungsvertrag vom 3. Oktober 1990 sollten die Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland vereinheitlicht werden. Allerdings verdienen Fachkräfte in den östlichen Bundesländern immer noch deutlich weniger als im Westen: Während das Bruttodurchschnittsgehalt für eine Fachkraft im Westen Deutschlands aktuell bei 60.900 Euro liegt, verdient ihr Pendant im Osten im Schnitt jährlich 48.900 Euro – das sind rund 20 Prozent weniger. Zwischen Hessen, dem Bundesland mit dem bundesweit höchsten Durchschnittsgehalt (65.800 Euro), und Sachsen-Anhalt (43.800 Euro) liegen sogar 22.000 Euro Unterschied. Das hat die Online-Jobplattform StepStone bei einer neuen Gehaltsanalyse für Fach- und Führungskräfte herausgefunden, der rund 200.000 Datensätze zu Grunde liegen.

„Das Gehaltsgefälle zwischen Ost- und Westdeutschland lässt sich vor allem mit der Nachfrage nach Fachkräften erklären. In Bundesländern wie Hessen oder Baden-Württemberg wurden 2019 rund viermal so viele Fachkräfte gesucht wie beispielsweise in Sachsen-Anhalt“, sagt Dr. Anastasia Hermann, Head of Research bei StepStone.

Dr. Anastasia Hermann

foodjobs.de Studie 2019: Höheres Einstiegsgehalt in der Lebensmittelbranche steigert Zufriedenheit der Berufseinsteiger

• 74% der Nachwuchskräfte in der Foodbranche sind zufrieden oder gar sehr zufrieden mit ihrem Einstiegsgehalt
• 38.400 € erzielen Berufseinsteiger in der Lebensmittelwirtschaft als durchschnittliches Brutto-Jahresgehalt
• Grundsolider Arbeitsmarkt bringt Absolventen in günstige Ausgangsposition für Gehaltsverhandlung

Ein gutes Einstiegsgehalt erweist sich nach wie vor als ideale Voraussetzung, um im Laufe des persönlichen Karriereweges insgesamt mehr zu verdienen. Wie aber im Vorstellungsgespräch die Balance halten, zwischen hoch pokern und sich nicht unter Wert verkaufen? Mit einer guten Vorbereitung zum ausgeschriebenen Job und einer klaren Analyse der eigenen Qualifikation ist man gut gewappnet für die erste Verhandlung zum erfolgreichen Berufseinstieg. Insbesondere, im sich zuspitzenden Fachkräftemangel in Deutschland. Die aktuelle foodjobs.de-Studie zum Einstiegsgehalt in der Lebensmittelbranche unterstützt Absolventen, die sich in Sachen Gehaltsverhandlung eine Punktlandung wünschen.

Gehaltsfragen in der Bewerbung: mehr Offenheit bitte!

Umfrage von softgarden zeigt große Unzufriedenheit der Bewerber mit herrschender Intransparenz.Aktuell lassen Arbeitgeber im Hinblick auf das Gehalt erst sehr spät die Katze aus dem Sack – das zeigt eine aktuelle Umfrage von softgarden, an der 4.145 Bewerber teilgenommen haben. Zahlreiche Jobkandidaten werden aktuell künstlich zu lange im Bewerbungsverfahren festgehalten, obwohl Gehaltswunsch und -angebot nicht zueinander passen. Arbeitgeber verbrennen so unnötige Ressourcen und schädigen ihr Image. Im Zuge der New Work-Debatte wird immer wieder die Forderung nach Gehaltstransparenz im Unternehmen erhoben. Einige Unternehmen haben ihre Gehaltsstruktur transparent gemacht – und öffentlich darüber gesprochen. Die Mitarbeiter dort wissen, was ihre Kollegen verdienen, im Gegenzug liegen ihre eigenen Gehälter ebenfalls offen. Wie stehen Bewerber dazu? 50,6 % der Befragten finden das gut, 28,9 % schlecht. 20,5 % haben dazu keine Meinung.

Mathias Heese

Gesundheitsbranche: Jobaussichten und Gehälter

Seit 2012 hat sich die Nachfrage nach Pflegekräften fast verdreifacht. Mehr zu den aktuellen Jobaussichten und Gehältern in der Gesundheitsbranche lesen Sie in diesem Beitrag.

Gestiegene Fachkräftenachfrage
In Gesundheitsberufen sind die Auswirkungen des demografischen Wandels bereits spürbar. Eine Lebenserwartung von 83 Jahren bei Frauen und 78 Jahren bei Männern ist mittlerweile der Normalfall. Hinzu kommt die niedrige Geburtenrate von durchschnittlich 1,5 Kindern pro Frau in Deutschland.
Und obwohl händeringend Fachkräfte für Gesundheitsberufe gesucht werden, liegt das Durchschnittsgehalt mit 47.500 Euro* deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt für Fachkräfte (59.000 Euro).

Gesundheitsberufe