Employer Branding

Die Arbeitgebermarke macht keine Pause. Employer Branding in Zeiten von Corona.

Von Bernhard Schelenz

Bernhard Schelenz
Bernhard Schelenz

Wir leben in schweren Zeiten, daran wird sich auch kurz- und mittelfristig kaum etwas ändern. Jetzt muss sich die Arbeitgebermarke beweisen.  Wie steht es um die Authentizität des Auftritts am Arbeitsmarkt, die relevanten Inhalte, die emotionale Kraft und die merkmalsstarke Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb? Nun müssen die Weichen dafür gestellt werden. Die Corona-Krise ist für Unternehmen eine Chance zur kritischen Bestandsaufnahme und zur Neujustierung. Wer die sensible Pflege des Arbeitgeberimages jetzt forciert anstatt sie einzufrieren, handelt vorausschauend und strategisch klug.

 

„Wir machen digitale Zukunft“ – Dataport startet bundesweite Employer-Branding-Kampagne

Am 2. März 2020 startete der IT-Dienstleister Dataport bundesweit eine Employer-Branding-Kampagne. Mit dem Claim „Wir machen digitale Zukunft“ will Dataport seinen Bekanntheitsgrad als größter öffentlich-rechtlicher IT-Dienstleister und IT-Arbeitgeber steigern. Die Kampagne wird Out-of-home und online ausgespielt.

Die Kampagnenidee hat Heymann Brandt für Dataport entwickelt. Personalwerk ist verantwortlich für das Mediakonzept. Die Kampagne wird als Image-, HR- und Recruiting-Kampagne parallel aufeinander abgestimmt bis Juni 2020 laufen.

Talent Attraction: Wie Ihr in 3 Schritten Eure Attraktivität für Kandidaten erhöht

Erfolgreiche Arbeitgeber handeln heute proaktiv: Anstatt erst bei einer akuten Vakanz Recruiting-Maßnahmen einzuleiten, optimieren sie kontinuierlich ihre „Talent Attraction“: ihre Anziehungskraft auf die Zielgruppe. Aber wie macht man das genau? Ich stelle Euch drei Schritte vor, mit denen Ihr Euer Unternehmen systematisch zum Fachkräftemagneten macht.

mehr talent attraction für dein unternehmen

Foto: PolaRocket/photocase.de

1. Employer Branding: Raus aus der Identitätskrise!

Jeder weiß es, aber fast niemand zieht die notwendigen Schlüsse: Trotz allgemeinem Bewusstsein für die Bedeutung von strategischem Employer Branding sind deutsche Arbeitgeberversprechen auch 2020 immer noch allzu oft windelweich. Die durchschnittliche HR-Kommunikation liefert auf Karriere-Websites und in Stellenanzeigen zwar reichlich Feel-Good-Botschaften, aber nur wenig Substanz. Und so können sich Kandidaten heute zwischen hunderten Unternehmen entscheiden, die mit einem „guten Miteinander“ und einer „vielfältigen Mitarbeiterstruktur“ werben – dabei aber den Kandidatendurst nach konkreten Informationen partout nicht stillen.

Versteht mich nicht falsch: Arbeitgeber-Softskills sind im Employer Branding wichtig. Aber sie können ihre Wirkung nur dann entfalten, wenn sie von unternehmensspezifischen Hard Facts untermauert werden. Welche Ziele verfolgt Ihr mit Eurem Business? Welche Werte könnt Ihr daraus für Eure Unternehmenskultur ableiten? Und was bedeutet das ganz konkret für das menschliche Miteinander Eurem Unternehmen?

Mein Tipp: Bettet Eure EVP in Eure Corporate Story ein. Euer Arbeitgeberversprechen wird dadurch glaubwürdiger, einzigartiger, attraktiver – und zum Anziehungspunkt für genau die Kandidaten, die am besten zu Euch passen.

Die Arbeitgebermarke bei maximaler Zielgenauigkeit stärken – der neue Employer Branding Boost von jobvector

Mit dem eigenen Unternehmen gezielt bei der gesuchten Zielgruppe auffallen – das ermöglicht der Employer Branding Boost der Spezialjobbörse jobvector. Das neue Produkt bietet Arbeitgebern die Möglichkeit, ihr Unternehmen in den Suchergebnislisten des Online-Stellenportals zielgruppenspezifisch hervorzuheben. Die KI-gesteuerte Targeting-Technologie garantiert dabei eine treffsichere Ausspielung der Anzeige anhand der fachlichen Qualifikation des jeweiligen Nutzers.

Verstärkung durch ausgewiesenen Branchen-Experten – Patric Cloos neuer Director Strategy Talent Attraction bei der Raven51 AG

Erfreuliche Nachrichten zum Jahresbeginn: Patric Cloos unterstützt ab sofort die Raven51 AG mit seinem Know-how.

Patric Cloos

Consulting für maßgeschneidertes HR Marketing

Der 54-jährige Mainzer agiert in seiner neuen Rolle seit dem 1. Januar 2020 von Frankfurt-Rödelheim aus deutschlandweit für die Raven51 AG. Mit seiner Expertise wird Patric Cloos zukünftig Raven-Kunden bei der Findung passgenauer Lösungen in den Bereichen Employer Branding, Employer Marketing und Recruiting beraten. Dabei greift er auf seine jahrzehntelange Branchenerfahrung u.a. bei TMP Worldwide, Personalwerk und milch & zucker zurück.

Bewertungsportale: 3 Tipps für eine bessere Wahrnehmung

Im Fachkräftemangel reicht es nicht mehr, nur mit harten Recruiting-Fakten zu punkten – auch die Arbeitgeber-Softskills müssen stimmen. Wie es um diese weichen Faktoren bei einem Unternehmen bestellt ist, darüber informieren sich Jobsuchende häufig auf Arbeitgeberbewertungsplattformen im Netz. Der Vorteil für Kandidaten: Sie können sehen, was echte Mitarbeiter wirklich über ihren Arbeitgeber denken. Der Nachteil für Unternehmen: auf den Bewertungscontent haben sie keinen direkten Einfluss. Wir erklären Ihnen, welche Bewertungsportale Sie kennen sollten und wie Sie die Wahrnehmung Ihrer Arbeitgebermarke auf den wichtigsten Plattformen positiv beeinflussen können.

Foto: Marie Maerz / photocase.de

Die Höhepunkte der TALENTpro 2020

Expofestival wartet mit zahlreichen Highlights auf

Verena Uppenkamp

Am 25. und 26. März 2020 wird zum dritten Mal das Expofestival TALENTpro im Zenith und im benachbarten Kohlebunker in München gefeiert. Präsentiert werden Lösungen in den Bereichen Recruiting, Talentmanagement und Employer Branding. Wie in den beiden Jahren zuvor können sich Recruiter, Personalleiter und alle HR-Begeisterte über vielfältige Highlights freuen. Sie erhalten spannende Insights von visionären Keynotes und zahlreichen Experten aus der HR-Praxis. Chillige Live-Musik, Walking-Acts, Soul-Food und Foodtrucks sorgen dabei für die richtige Festivalatmosphäre.

 

Neue Employer Telling Studie zeigt: Arbeitgebersiegel geben Bewerbern keine Orientierung bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber

Der Mehrheit deutscher Bewerber sind Arbeitgebersiegel weitgehend unbekannt. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Bewerber-Studie der Unternehmensberatung Employer Telling für die 1.052 Kandidaten, die sich in den letzten beiden Jahren in mindestens einem Bewerbungsprozess befanden, zu ihrem Informationsverhalten rund um Arbeitsweltthemen befragt wurden. Demnach können 82% der Kandidaten auf Nachfrage kein Arbeitgebersiegel nennen, das ihnen bekannt wäre. Selbst bei Ansicht einer Liste mit zehn Siegeln, die derzeit von Arbeitgebern unter Stellenanzeigen oder auf Karrierewebseiten vielfach eingesetzt werden, antworteten immer noch 39% der Kandidaten, keines davon zu kennen.

Sascha Theisen (links) und Dr. Manfred Böcker (rechts)

Studien über Studien: Der Überblick ist wichtig

Arbeitsmarkt, Arbeitgeber und Bewerber stehen im Mittelpunkt zahlreicher Studien. Dabei zeigt es sich, dass ein Überblick über die wichtigsten Themen nicht ganz selbstverständlich sind. Das hat nun Ulla Laux, Geschäftsführerin von Laux Kommunikation geändert.

Ulla Laux

Sie liefert einen Überblick über neue und aktuelle Studien, der für Bewerber und Arbeitgeber eigentlich unverzichtbar ist.

Sichtbare Unternehmenskultur schärft Arbeitgebermarken

Der kununu Kulturkompass trägt dazu bei, dass mehr passende Mitarbeiter und Arbeitgeber zueinanderfinden

Moritz Kothe

Aktuelle Untersuchungen zeigen: Die Frage, ob ein Unternehmen kulturell zu Jobsuchenden passt, spielt eine entscheidende Rolle für die Arbeitgeberwahl. Die Arbeitgeberbewertungsplattform kununu bringt mit dem Kulturkompass dazu ab sofort ein aussagekräftiges Tool auf den Markt. Mit diesem können Jobsuchende auf einen Blick und im Vergleich zu anderen Arbeitgebern erkennen, ob die Kultur eines potenziellen Arbeitgebers den eigenen Präferenzen entspricht. Unternehmen erfahren auf der Grundlage echter Mitarbeiter-Insights, wie sie wirklich als Arbeitgeber erlebt werden und wie sie sich kulturell von ihren arbeitgeberseitigen Wettbewerbern unterscheiden. Bislang wurden für den kununu Kulturkompass 45.000 Online-Erhebungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus über 7.500 Unternehmen gesammelt. Die Ergebnisse sind schon auf ersten kununu Unternehmensprofilen sichtbar. Damit bringt kununu mehr Differenzierung und Wettbewerbsorientierung ins Employer Branding, das bisher in erster Linie durch austauschbare Arbeitgeber-Botschaften gekennzeichnet ist.