Weiterbildung

Aktuelle Befragung zeigt aber: Jede*r Fünfte kümmert sich nicht um Weiterbildung

Weiterbildung sichert Zukunft

  • Fast die Hälfte der Arbeitnehmer*innen in Deutschland erhält berufliche Weiterbildungsangebote
  • Am häufigsten werden unternehmensinterne Qualifizierungen und Schulungen angeboten
  • Berufliche Weiterbildung ist ein Thema für alle Alters- und Karrierestufen

Berufliche Weiterbildung geht jede*n an – ob jung oder alt, Berufseinsteigerin oder „alter Hase“. Gerade in Zeiten rasanter technologischer Entwicklung, neuer Jobprofile und einem sich stetig wandelnden Arbeitsmarkt ist es unerlässlich, das eigene Wissen immer wieder auf den Prüfstand zu stellen und neues obendrauf zu packen. Immerhin 44 Prozent der Arbeitnehmer*innen in Deutschland geben an, dass ihnen in ihrem Job Weiterbildungsangebote gewährt werden. Das belegen die Resultate der Orizon Arbeitsmarktbefragung 2019. Für die bevölkerungsrepräsentative Studie befragte das unabhängige Marktforschungsinstitut Lünendonk im Auftrag von Orizon insgesamt 2.012 Menschen.

Roman Hennig, Orizon

Ausbildung: Geschlechterklischees überwinden

Frauen entscheiden sich nach wie vor zu selten für gut bezahlte Ausbildungsberufe. Das muss sich aus mehreren Gründen dringend ändern. Für welche duale Ausbildung sich junge Menschen entscheiden, hängt stark vom Schulabschluss und vom Geschlecht ab, meldet das Statistisches Bundesamt. Das ist nicht überraschend: Die Berufswahl der einzelnen Jahrgänge ändert sich nur sehr allmählich und noch immer dominieren bei den beliebtesten Ausbildungsberufen Geschlechterstereotype und Vorlieben. Bei den Männern ist der Kraftfahrzeugmechatroniker am beliebtesten, Frauen entscheiden sich am häufigsten für eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Neu ist allerdings, dass immer mehr Ausbildungsanfänger das Abitur in der Tasche haben.

Dirk Werner, IW Köln

Wandel zum Handel

Aktueller Blue-Collar-Kompass: Fast die Hälfte der nichtakademischen Arbeitnehmer sind offen für Umschulungen – besonders gefragt: Jobs in der Handelsbranche

Fast jeder zweite Nichtakademiker ist offen für eine berufliche Umschulung. Das ergab der aktuelle Blue-Collar-Kompass 01/2019, für den der Recruiting-Spezialist mobileJob 2.628 Arbeitnehmer mit nichtakademischen Hintergrund befragte. Demnach können sich 48% der Befragten eine Umschulung gut vorstellen. Die attraktivsten Berufsfelder liegen aus Sicht der potentiellen Umschüler in der Handelsbranche (von 28% der Befragten genannt), im industrie-technischen Segment (23%) sowie im Kundenservice und der Produktion (beide 17%). Immerhin auf Rang 5 der Rangliste für berufliche Neuorientierung: das Pflege- und Gesundheitswesen sowie das Handwerk (jeweils 16%). Marktforschungspartner der Befragung war das MaFo-Institut respondi.

mobilejob, Crosswater Job Guide
Steffen Manes

Weiterbildung: Mitarbeiter ergreifen Initiative

  • In sechs von zehn Unternehmen fordern Mitarbeiter Weiterbildungen ein
  • Auch regulatorische und technische Anforderungen geben oft Anstoß

Der Anstoß zu Weiterbildungsmaßnahmen kommt in sechs von zehn Unternehmen (60 Prozent) aus der Mitarbeiterschaft. Noch häufiger stellen die Fachabteilungen direkt einen Bedarf fest (84 Prozent). Das hat eine gemeinsame Studie des Digitalverbands Bitkom und des TÜV-Verbands ergeben, für die 504 Unternehmen ab zehn Mitarbeitern in Deutschland befragt wurden.

Klare Mehrheit für Aus des Bildungsföderalismus

  • 58 Prozent der Deutschen wollen Verantwortung von Ländern auf Bund übertragen
  • Nur jeder Sechste möchte am Status quo festhalten
  • Zwei Drittel fordern sofortige Umsetzung des Digitalpakts Schule

Die Mehrheit der Deutschen spricht sich für eine tiefgreifende Reform des deutschen Bildungswesens aus. 58 Prozent der Bundesbürger halten den Föderalismus in der Bildung für nicht mehr zeitgemäß und wünschen sich, dass der Bund dafür künftig allein verantwortlich ist, also etwa für Schulformen, Fächerangebot, die Gestaltung von Lehrplänen oder die Finanzierung von Lehrmitteln. Am Status quo möchte dagegen nur jeder Sechste festhalten: 16 Prozent wollen, dass für Bildung weiterhin allein die Bundesländer verantwortlich sein sollen. Dass Bildung zu einer Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern wird, befürworten 22 Prozent.

Bitkom, Achim Berg, Bildungswesen, Digitalpakt Schule, Bildungsföderalismus, Crosswater Job Guide,
Achim Berg, BITKOM

Duale Ausbildung aus verschiedenen Perspektiven

Studie „Azubi-Recruiting Trends“: 2019 zum zehnten Mal


Der Solinger Ausbildungsspezialist u-form Testsysteme startet die Studie „Azubi-Recruiting Trends 2019“. Die doppelperspektivische Untersuchung zum Azubi-Marketing und -Recruiting in Deutschland geht in diesem Jahr in die zehnte Runde. Neuer Studienpartner ist AUBI-plus, ein Experte für Recruiting, Zertifizierung und Qualifizierung im Kontext der betrieblichen Ausbildung. Ab sofort können Ausbildungsverantwortliche unter www.testsysteme.de/studie sowie Azubis und Schüler unter www.ausbildungsstudie.de an der Online-Umfrage teilnehmen.

Azubi-Recruiting Trends, u-form Testsysteme, Azubi-Marketing, Azubi-Recruiting, AUBI-plus, Dieter Sicking, Christoph Beck, Teach First Deutschland, Best Place to Learn, Crosswater Job Guide,
Dieter Sicking

StepStone übernimmt Studydrive: Europas führende Online-Plattform für Studierende ist Teil der StepStone Gruppe

Die Online-Jobplattform StepStone hat mit dem Berliner E-Learning Startup Studydrive Europas führende Digital-Plattform für Studierende übernommen – die Akquisition wurde am 2. Januar 2019 gemeinsam abgeschlossen. Mithilfe von Studydrive unterstützen sich Studierende gegenseitig, indem sie ihre Lernmaterialien wie Mitschriften oder Zusammenfassungen mit Kommilitonen teilen und sich bei Fragen rund um das Studium weiterhelfen. Studydrive bietet Zugriff auf mehr als 250.000 Lernunterlagen aus allen Fachbereichen. Über 700.000 Studierende an über 100 Universitäten und Hochschulen nutzen die Plattform, um sich mit Kommilitonen auszutauschen und gegenseitig in ihrem Studienfortschritt zu unterstützen. Zudem finden sie auf Studydrive Jobs und Praktika, die genau zu ihrem Studienverlauf passen.

Sebastian Dettmers, Stepstone
Dr. Sebastian Dettmers

Klasse statt Masse! Aktuelle Daten zu Kosten und Nutzen von Entwicklungsmaßnahmen

Rund 33,5 Milliarden Euro wurden im Jahr 2016 laut des Instituts der Deutschen Wirtschaft für Entwicklung und Weiterbildung in Deutschland ausgegeben, je Mitarbeiter waren es 1.067 Euro (Seyda & Placke, 2017). Allerdings profitieren nicht (mehr) alle Beteiligten: Eine BMAS-Studie zeigt, dass Investitionen
– trotz zunehmender Verbreitung von Entwicklungsmaßnahmen
– insbesondere bei solchen Unternehmen rückläufig sind, die bisher auf die Entwicklung aller Beschäftigten gesetzt haben
(Kampkötter, Laske, Petters & Sliwka, 2016).

Stattdessen wird das Geld vor allem für die Entwicklung von Führungskräften in die Hand genommen (Kampkötter et al., 2016), die den Erfolg eines Unternehmens maßgeblich mitbestimmen (von Bernstorff & Nachtwei, 2017). Vor dem Hintergrund der immensen Kosten stellt sich die Frage: Wie wirksam sind Entwicklungsmaßnahmen tatsächlich?

Die Autoren

Medien und Kommunikation: Bachelor und Master erhalten Qualitätssiegel

Sowohl der Bachelor-, als auch der Masterstudiengang Medien und Kommunikation (MuK) der Universität Passau haben erneut das Qualitätssiegel des Mediencampus Bayern e.V. erhalten. Das Siegel ist bayerischen Ausbildungsstätten im Medienbereich vorbehalten, die den vom MedienCampus Bayern geforderten Qualitätsstandards entsprechen. Der MedienCampus Bayern, getragen von der Bayerischen Staatskanzlei, ist der zentrale Verein für die Medienaus- und -fortbildung in Bayern.

Jan-Oliver Decker

Hackathons, Meet-Ups und Lab Days – Klarheit im Weiterbildungsdschungel

Gerade im IT-Bereich ist permanente Weiterbildung Pflicht. Interne und externe Kunden erwarten, dass ihre Ansprechpartner in Entwicklung und IT up to date sind. Der Blog von GULP bietet IT-lern zahlreiche Informationen zum Thema Weiterbildung: Welche Möglichkeiten es gibt, welche Skills zum Traumjob fehlen und welche Argumente Führungskräfte und Personalabteilungen überzeugen.

 

Das Meistern von Herausforderungen ist einer der Haupt-Motivatoren für Mitarbeiter. Jedoch nur, wenn diese neuen Aufgabenstellungen auch zu lösen sind. Die meisten Unternehmen wissen, dass Investitionen in Weiterbildungen – gerade auch im technischen Bereich – unerlässlich sind. Doch wie lernt Mann oder Frau am besten? Welche Form der Wissensvermittlung ist für welches Thema die richtige? GULP bietet auf der Plattform experts.gulp.de Einblicke und Tipps in die Arbeitswelt von IT-lern.