Barcamp ist die ultimative Veranstaltungsform zum Wissenstransfer – wirklich?

Prof. Dr. Detlef Kreuz
Prof. Dr. Detlef Kreuz

Nun hat sich in der HR-Szene das Barcamp als modische Veranstaltungsform etabliert – verbunden mit blumigen Ankündigungen und überschwenglichen Testimonials ausgewählter Teilnehmer. Eine ultimative Veranstaltungsform also? Mitnichten, denkt Blogger und Professor Dr. Detlef Kreuz, der an der Hochschule Heilbronn Informatik lehrt und sich in seinem Blogbeitrag auf Implizite Informationen mit der Veranstaltungsform Barcamp auseinandersetzt. Ganz besonders ist ihm aufgefallen, daß es im gegenwärtigen Hype um Barcamps vor allem an Einem fehlt: Kritik.

Im Einzelnen führt Kreuz aus:

„Glaubt man meiner Filterblase, ist ein Barcamp die ultimative Veranstaltungsform zum Wissenstransfer. Überschwängliches Lob, Tweets über „spannende, interessante Sessions“, fröhliche, allenfalls nachdenkliche, Gesichter auf Fotos. Barcamps scheinen alternativlos.

Das Fehlen von Kritik macht mich gibt mir zu denken.

Aber halt! Ganz ohne Kritik? Das stimmt nicht. Zum Beispiel:

Der Nachteil ist, dass man vorher nicht weiß, was für Themen vor Ort besprochen werden. An sich ist das nicht wirklich ein Nachteil. Aber gerade beim ersten Mal braucht es etwas Mut, sich auf so ein Experiment einzulassen. Und es macht es beispielsweise schwerer den Chef zu überzeugen, dass er einem so ein Event bezahlt, oder Sponsoren gegenüber, dass sie ein solches Event unterstützen.

Oder hier:

Geht es nur um die Vermittlung von Informationen sowie die Beantwortung von Fragen, aber nicht um den Input der Teilnehmer, ist ein BarCamp wahrscheinlich nicht der richtige Rahmen. Teilweise scheint es für Veranstalter außerdem schwierig zu sein, den Teilnehmern ausreichend Vertrauen entgegen bringen zu können und die Kontrolle aufzugeben. Das kann in einer Überorganisation enden und das Event wird steif.

Ist das Kritik? Mutlose Menschen meiden Barcamps? Altmodische Chefs sperren sich? Nur nichts für Einwegkommunikation? Überorganisation? Das sind alles Aspekte, die sich ändern lassen. Das ist Pseudokritik.

Ach ja, dann gibt es nocht den Beitrag Ich meide Barcamp, der von möglichen Qualitätsmängeln spricht, und der schon eine Erwiderung gefunden hat.

Ich gebe zu, weniger als eine Handvoll Barcamps besucht zu haben. Trotzdem war ich teilweise genauso enttäuscht, wie bei mancher Konferenz. In Diskussionen habe ich erfahren, dass meine Auswahl an Barcamps einigermaßen repräsentativ war.

Meine These: Barcamps sind für eine bestimmte Art von Menschen gut, für andere kaum geeignet.“

 

Lesen Sie hier den kompletten Beitrag auf Implizite Informationen

 

 

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