Arbeitsmarktforschung

Vor allem mit kürzeren und flexibleren Arbeitszeiten können Betriebe rentenberechtigte Mitarbeiter halten

Prof. Dr. Nicole Gürtzgen
Prof. Dr. Nicole Gürtzgen

Jeder dritte Betrieb versucht, rentenberechtigte Mitarbeiter weiter zu beschäftigen. Kürzere und flexiblere Arbeitszeiten anzubieten waren dabei die wichtigsten Maßnahmen, um die Mitarbeiter zu halten. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Berufseinsteiger und Geringqualifizierte haben höheres Risiko der Scheinselbständigkeit

Dr. Hans Dietrich, IAB
Dr. Hans Dietrich, IAB

Berufseinsteiger und Geringqualifizierte befinden sich häufiger in einem scheinselbständigen Vertragsverhältnis als andere Erwerbstätige. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

90 Prozent der jungen Menschen mit Bildungsabschluss sind erwerbstätig

Prof. Dr. Silke Anger
Prof. Dr. Silke Anger

In Deutschland sind 90 Prozent der jungen Menschen zwischen 20 und 34, die in den vergangenen drei Jahren einen Bildungsabschluss erworben haben, erwerbstätig. In Europa weist nur Malta einen höheren Anteil auf (92 Prozent). In Griechenland liegt der Anteil dagegen bei 44 und in Italien bei 45 Prozent. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor, die am Montag veröffentlicht wurde.

40 Prozent der offenen Stellen in kleinen Betrieben

Anja Kettner, IAB, Nürnberg, Karriere-Chancen am Arbeitsmarkt, Crosswater Job Guide
Anja Kettner

Vier von zehn offenen Stellen waren im ersten Quartal 2013 in Betrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern zu besetzen. Das zeigt eine repräsentative Arbeitgeberbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). „Daher lohnt es sich für Arbeitssuchende, nicht nur auf Stellenangebote der bekannten großen Betriebe zu achten, sondern auch nach Stellenangeboten von kleinen Betrieben Ausschau zu halten“, sagt Arbeitsmarktforscherin Anja Kettner.

Hochqualifizierte zieht es besonders nach Hamburg, München und Bremen

Dr. Tanja Buch, IAB
Dr. Tanja Buch, IAB

Hamburg, München und Bremen schneiden im Wettbewerb um die klügsten Köpfe besonders gut ab, zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die IAB-Arbeitsmarktforscherinnen Tanja Buch, Silke Hamann und Annekatrin Niebuhr analysieren darin neben reinen Wohnortverlagerungen auch die Wanderungsströme mit gleichzeitigem Wohnort- und Arbeitsortwechsel in den Jahren 2000 bis 2007.

20 Jahre deutsche Einheit: Ostdeutsche Wirtschaft hat an vielen Stellen aufgeholt

Dr. Ute Leber, IAB
Dr. Ute Leber, IAB

Nürnberg. Ostdeutschland hat seinen Rückstand an vielen Stellen aufgeholt, lautet die Bilanz des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nach zwanzig Jahren deutscher Einheit. Die ostdeutsche Wirtschaft sei vielfach international konkurrenzfähig. Gleichzeitig betonen die Nürnberger Arbeitsmarktforscher: „Der Angleichungsprozess allerdings ist immer noch nicht abgeschlossen. Ostdeutschland hat nach wie vor einen deutlichen Rückstand in der Wirtschaftsleistung und Produktivität, viele ostdeutsche Regionen haben eine höhere Arbeitslosigkeit als Westdeutschland und Ostdeutschland ist immer noch von monetären Transferleistungen Westdeutschlands abhängig.“