Bensberg

Sie müssen jetzt ganz stark sein: Employer Branding ist gescheitert

Gerhard Kenk
Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Die Monotonie der Stellenanzeigen

Der zweite Tag des Recruiting Convent 2017 in Bensberg begann mit einem provokativen Vortrag über die Ergebnisse einer Analyse von 120.000 Stellenanzeigen – und wie diese textlich und inhaltlich eintönig und ohne Differenzierung Deutschlands Bewerber anlocken sollten.

 

Die semantische Analyse wurde in Zusammenarbeit zwischen Textkernel und Employer Telling GbR erstellt. Und diese Ergebnisse wurden quasi in der Höhle des Löwen präsentiert.

Verliert das Mantra des Employer Brandings sein Lametta?

Gerhard Kenk
Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Über ein Jahrzehnt galt Personalmarketing und Employer Branding als „Heiliger Gral“ des Personalwesens. Zahlreiche Dienstleistungsanbieter unterstützen Arbeitgeber bei der Herausforderung, das eigene Personal-Weltbild den intensiv umworbenen Fachkräften und Young Professionals am Arbeitsmarkt nahezubringen.

Zwei HR-Kommunikationsexperten wagen sich nun in die Höhle des Löwen und sind im Begriffe, dem Mantra des Employer Brandings sein Lametta streitig zu machen.

Employer Branding: Markenwerte versus Slogans?

Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Christoph Beck

Prof. Dr. Christoph Beck, FH Koblemz
Prof. Dr. Christoph Beck, FH Koblemz

Spätestens nach „Geiz ist Geil“ haben Slogans sich ihren Weg in Verbraucherköpfe gebahnt und beeinflussen mehr oder minder erfolgreich deren Kaufentscheidungen. Bislang bediente sich dabei vor allem das Produktmarketing der durchdachten Wortschöpfungen, um Markenbotschaften und Alleinstellungsmerkmale absatzfördernd zu kommunizieren. Aber auch im Rahmen der Arbeitgeber(marken-)kommunikation finden Slogans ihre Anwendung. Bei Accenture heißt es „Be greater > you imagined“, bei Aldi Süd ist die Karriere eine Gerade und bei der Otto Group heißt es „Karriere machen. Zeichen setzen“ und bei der Lufthansa AG „Be who you want to be. Be Lufthansa“.