Bewerberumfrage

Bewerber wollen Tempo aufnehmen

Aktuelle Bewerberumfrage unter Berufsstartern zeigt: Kandidaten wünschen sich einen deutlich beschleunigten Bewerbungsprozess, vor allem über das Smartphone


Drei Viertel der jetzigen Berufsstarter in Deutschland erwarten, dass eine mobile Bewerbung über das Smartphone schon bald Standard in Deutschland sein wird. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Bewerberumfrage, die der HR Tech Spezialist Talents Connect gemeinsam mit der Fachhochschule Koblenz durchgeführt hat. Demnach sind 43 Prozent der befragten Berufsstarter sicher, dass sich der mobile Prozess schon innerhalb der nächsten beiden Jahre durchsetzen wird. 13 Prozent finden sogar, dass die mobile Bewerbung bereits heute etabliert ist. Dazu passt: 78 Prozent würden sich sogar öfter bewerben, wenn der mobile Prozess die Regel wäre. Arbeitgeber, die den mobilen Prozess ermöglichen, werden demnach als modern schnell und intelligent wahrgenommen.

Und jetzt noch schnell die mobile Bewerbung abschicken

Nutzerzufriedenheit: Der Kompass zur Auswahl der richtigen Jobbörsen

Gerhard Kenk
Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Für das Recruiting sind Jobbörsen nach wie vor unverzichtbar

Die Jobbörsen-Landschaft in Deutschland ist vielfältig und differenziert sich nach Gattungen (Generalisten, Spezialisten und Jobsuchmaschinen) als auch nach Zielgruppen der Kandidaten. Stand heute sind über 1.100 Jobbörsen in Deutschland aktiv, allerdings haben sich auch über 790 Jobbörsen in den letzten Jahren wieder vom Arbeitsmarkt verabschiedet. Allein in der Zielgruppe der Generalisten sind 138 Jobbörsen aktiv, diese haben monatlich über ca. 19 Millionen Stellenanzeigen veröffentlicht  und erzielen zusammen eine monatliche Reichweite von ca. 30 Millionen Besuche. (Quelle: Crosswater Jobbörsen Verzeichnis bzw. SimilarWeb.com)

 

„Karriere“ spielt als Begriff keine Rolle

Dominik Faber
Dominik Faber

softgarden-Umfrage widmet sich Bewerbervorstellungen vom „guten Job“

Für einen großen Teil der Bewerber (91 %) hängt ein „gutes Leben“ davon ab, ob sie es schaffen, einen „guten Job“ zu ergattern. Die von Arbeitgebern gern bemühte Aussicht auf „Karriere“ spielt für die meisten dabei kaum eine Rolle. Das sind Ergebnisse einer aktuellen softgarden-Umfrage, an der 2.390 Bewerber teilgenommen haben.In Freitextfeldern hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ungestützt Faktoren für einen „guten Job“ zu nennen. In den über 6.000 Einträgen wurden am häufigsten „Geld“ und „Klima“ genannt. Das ist insofern von Bedeutung, als sich die Kommunikation der Arbeitgeber in erster Linie um den Begriff „Karriere“ dreht: Es gibt „Karrierewebsites“, „Karriereveranstaltungen“, Karrieremessen“ etc. Das entspricht offensichtlich weder dem Sprachgebrauch noch dem Mindset der Bewerberinnen und Bewerber: Der Begriff fiel in den über 6.000 Einträgen nur rund 30 Mal.

Aktuelle Bewerberumfrage zeigt: Außerakademische Kandidaten kommen mit einseitigem Lebenslauf aus und wünschen sich mobile Bewerbung

Steffen Manes
Steffen Manes

Entscheidung für die richtige Seite

Bewerber im gewerblichen Arbeitsmarkt fassen sich in ihren Bewerbungen kürzer und wünschen sich mobile Wege dafür. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von mobileJob.com unter mehr als 650 Kandidaten für den außerakademischen Arbeitsmarkt. Demnach gibt die Hälfte der befragten Jobsucher an, für ihren Lebenslauf maximal eine DinA4-Seite zu benötigen. Weitere 16 Prozent bleiben unter zwei Seiten. Darüber hinaus fühlen sie sich oft nicht ausreichend informiert, was die Standards einer Bewerbung betrifft. Jeder Fünfte beklagt ein Informationsdefizit in diesem Kontext. Weitere 57 Prozent sind sich zudem sehr unsicher, was Bewerbungsregeln betrifft. Zudem interessant: Wenn sich die Kandidaten etwas von den Arbeitgebern wünschen dürfen, würden sie vor allem mobile Bewerbungsmöglichkeiten präferieren.

karriere.at Umfrage: Unternehmer lassen Bewerber im Unklaren

Jürgen Smid, karriere.at
Jürgen Smid

Knapp 70 Prozent (!) der Bewerber klagen über sehr späte oder gar keine Reaktion auf Bewerbungen. Wenige Arbeitgeber gestehen Versäumnisse ein.

Linz – Österreichs Arbeitgeber reagieren sehr oft spät oder gar nicht auf Bewerbungen. Das zeigt das Ergebnis der Online-Umfrage „Bewerbungsrückmeldungen: Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?“ von karriere.at, Österreichs größter Online-Jobportal. Arbeitnehmer sind mit dem Umgang der Unternehmen mit ihren Bewerbungen unzufrieden. Das Problembewusstsein bei den Arbeitgebern ist dagegen gering: ein Großteil der Unternehmen ist der Meinung, zeitnahe auf Bewerbungen zu reagieren. Schwaches Bewerbungsmanagement gilt als wesentliche Quelle für Ärger und Unzufriedenheit mit Unternehmen und dem Arbeitsmarkt generell. Die Experten von karriere.at empfehlen den Firmen ein professionelleres Bewerbermanagement.