Bewerbungsform

Die richtige Bewerbungsform: So legen Recruiter den roten Teppich für Kandidaten aus

Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide. 

Die Vorgabe der Bewerbungsform in Stellenanzeigen ist der erste wichtige Kontaktpunkt, wenn Bewerber sich auf eine Stellenanzeige bewerben. Arbeitgeber stellen dabei ihre eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten in den Vordergrund, was ihre organisatorischen und technischen Möglichkeiten beim Bewerbungseingang betrifft. Jedoch wird viel zu selten auf die Präferenzen der Bewerber eingegangen – ein erste Konflikt im Medienbruch deutet sich an. In einem Arbeitsmarkt der Fachkräfte-Engpässe kommt es zusehends darauf an, die Präferenzen der Bewerber zu kennen – und im Recruiting dann entsprechend zu handeln. Dieser Frage geht die Jobbörsen-Kompass-Umfrage auf den Grund und erhebt die bevorzugte Bewerbungsform der Bewerber. Die Bewerbung per E-Mail mit Anhang ist die bevorzugte Bewerbungsform bei knapp 6.000 Umfrageteilnehmer. Das im Recruiting so hochgelobte Online-Bewerbungsformular folgt mit 4.700 Nennungen auf Platz zwei. In der Zeit von April 2016 bis heute haben Bewerber über 28.000 Jobbörsen bewertet, ihre Bewerbungsform-Präferenz haben über 13.000 Bewerber bestätigt.

Die Individualisierung des Arbeitsmarkts und die Konsequenzen für das Recruiting

Gerhard Kenk
Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Es ist in HR-Medien beliebt, über die Veränderungen der Arbeitswelt zu schreiben und in steter Folge die Antriebskräfte für den aktuellen Wandel aufzuzählen. Fachkräftemangel, Demografiewandel, Digitalisierung und die Transformation zur Wissens- und Investitionsgesellschaften, die Polarisierung der Gesellschaft und des Arbeitsmarktes – diese Schlagworte werden wie Monstranzen vor den Altar des Medienhypes getragen. Der Arbeitsmarkt – so eine These – individualisiert sich immer mehr mit weitreichenden Konsequenzen für das Recruiting.

 

HR in Europa: Milliardenverlust durch fehlende Digitalisierung

Jährlich 1 Milliarde Euro verschwendete Gelder – und dies alleine in den HR Abteilungen der DACH-Region.

Der Grund? Fehlende Digitalisierung in Rekrutierungsprozessen! Auch die neueste Untersuchung von jacando zeigt, dass die Digitalisierung – trotz europaweiter Aufklärungsprogramme – noch lange nicht in den Unternehmen Europas angekommen ist und dadurch viel Potenzial und Geld verschenkt wird.

Aktuelle Recruiting-Trend Studie: Bewerbungsform scheidet Personaler und Bewerber

  • Prof. Dr. Tim Weitzel
    Prof. Dr. Tim Weitzel

    Monster und CHRIS veröffentlichen jährliche Studienreihen „Recruiting Trends 2015“, „Recruiting Trends im Mittelstand 2015“ und „Bewerbungspraxis 2015“

  • Deutliche Diskrepanz zwischen Unternehmen und Bewerbern hinsichtlich bevorzugter Bewerbungsformen

Robot Recruiting und eine computerbasierte sowie standardisierte Bewerberauswahl sind zukunftsweisende Lösungen, um Prozesse im internen Rekrutierungsmanagement effizienter zu gestalten. Gerade der Bewerbungseingang ist dabei ein wesentlicher, aber gleichzeitig nicht ganz unkritischer Aspekt: Während sich immer mehr Unternehmen für leicht zu verarbeitende Formularbewerbungen aussprechen, herrscht auf Arbeitnehmerseite Skepsis gegenüber dieser standardisierten Form der Bewerbung.