Bildungsmobilität

Bildungschancen: Es fehlen zwölf Milliarden Euro

Axel Plünnecke, Leiter des Kompetenzfelds Bildung, Zuwanderung und Innovation

Das Statistische Bundesamt hat einen neuen Datenreport vorgelegt. Demnach beeinflusst vor allem die soziale Herkunft die Lebenssituation von Kindern. Zwar hat sich in den vergangenen Jahren viel verbessert – trotzdem muss der Staat dringend mehr für Bildung ausgeben. Eine wirksame Bildungsoffensive würde rund zwölf Milliarden Euro jährlich kosten.Wenn Eltern Abitur oder Hochschulabschluss haben, gehen ihre Kinder mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ein Gymnasium. Kinder, deren Eltern einen Hauptschul- oder allgemeinbildenden Abschluss haben, besuchen dagegen überwiegend die Hauptschule. Das ist das Kernergebnis des neuen Datenreports vom Statistischen Bundesamt.

Bildung auf einen Blick 2014: Die Nutzeffekte des erweiterten Zugangs zu Bildung kommen nicht allen gleichermaßen zugute

Berlin. Die Ausweitung des Bildungszugangs setzt sich fort und der Anteil der Erwachsenen mit hoher Lesekompetenz nimmt weiter zu, die sozioökonomische Kluft wird jedoch größer, weil sich der Einfluss von Bildung und Kompetenzen auf die Lebensperspektiven der Einzelnen erheblich erhöht hat.

Ein hoher Bildungsabschluss und ein hohes Kompetenzniveau werden auf dem Arbeitsmarkt belohnt

Die Betrachtung der Beschäftigungslage ergibt, dass im Durchschnitt über 80% der Erwachsenen mit Tertiärabschluss erwerbstätig sind, verglichen mit weniger als 60% der Personen ohne Abschluss des Sekundarbereichs II. Allerdings sind auch Personen mit Tertiärbildung, insbesondere junge Erwachsene, nicht immun gegen Arbeitslosigkeit.