Dr. Enzo Weber

IAB-Arbeitsmarktbarometer steigt zum vierten Mal in Folge

Prof. Dr. Enzo Weber, IAB
Prof. Dr. Enzo Weber, IAB

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Februar gegenüber dem Vormonat um einen Punkt gestiegen. Dabei handelt es sich um die vierte Verbesserung in Folge. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) liegt nun bei 102,6 Punkten.

In den nächsten drei Monaten sei ein Rückgang der Arbeitslosigkeit über die normale Frühjahrsbelebung hinaus zu erwarten, erklärte das IAB am Dienstag in Nürnberg. „Die Arbeitsagenturen schätzen die saisonbereinigte Entwicklung der Arbeitslosigkeit deutlich besser ein als noch im Herbst“, so Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen“.

Arbeitsvolumen 2012 leicht gestiegen

Prof. Dr. Enzo Weber, IAB

Trotz der verhaltenen konjunkturellen Entwicklung im Jahr 2012 nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 1,1 Prozent zu. Durch diese Zunahme stieg die Zahl der insgesamt geleisteten Arbeitsstunden selbst bei sinkender Arbeitszeit um 0,4 Prozent auf rund 58 Milliarden Stunden, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Arbeitslosigkeit unter Akademikern am geringsten

Prof. Dr. Enzo Weber, IAB

Die Situation der Hochschulabsolventen am Arbeitsmarkt hat sich weiter verbessert. Ihre Arbeitslosenquote sank von 3,5 Prozent im Jahr 2006 auf 2,4 Prozent im Jahr 2011. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Auch die Arbeitslosenquote von Personen mit einer betrieblichen oder schulischen Berufsausbildung ging zurück: von 8,5 Prozent im Jahr 2006 auf 5,1 Prozent im Jahr 2011.

Arbeitslosigkeit sinkt 2012 auf 2,84 Millionen

Prof. Dr. Enzo Weber, IAB

Die Arbeitslosigkeit wird 2012 auf einen Jahresdurchschnitt von 2,84 Millionen sinken, erwartet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das wären 130.000 Arbeitslose weniger als im Vorjahr. Dabei gehen die Arbeitsmarktforscher von einem Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent aus.

„Der Arbeitsmarkt bleibt robust, kann den steilen Aufwärtstrend aber nicht fortsetzen“, erklärte am Donnerstag IAB-Arbeitsmarktforscher Enzo Weber in Nürnberg. Nachdem im vierten Quartal 2011 aufgrund der schwelenden Eurokrise das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 Prozent geschrumpft ist, deuten einige Indikatoren bereits wieder auf eine Trendwende nach oben hin. „Damit besteht die Aussicht, dass die wirtschaftliche Schwächephase zügig durchschritten wird“, so Weber. Allerdings berge die Schuldenkrise nach wie vor Risiken.