Enzo Weber

IAB: Arbeitslosigkeit sinkt 2014 auf 2,88 Millionen

Dr. Gerd Zika
Dr. Gerd Zika

Die Arbeitslosigkeit wird 2014 um rund 70.000 auf 2,88 Millionen Personen sinken, geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Zugleich wird die Zahl der Erwerbstätigen um 290.000 auf 42,13 Millionen steigen.

58 Milliarden Arbeitsstunden – höchster Stand seit 20 Jahren

Prof. Dr. Enzo Weber, IAB
Prof. Dr. Enzo Weber, IAB

Im Jahr 2013 arbeiteten die Erwerbstätigen in Deutschland insgesamt 58,1 Milliarden Stunden. Das war ein Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mehr gearbeitet wurde zuletzt im Jahr 1994 mit 58,2 Milliarden Stunden, berichtete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Mittwoch.

Das Wachstum des Arbeitsvolumens ist auf die gestiegene Zahl der Erwerbstätigen zurückzuführen. „In Erwartung einer wiederanziehenden Konjunktur haben Betriebe im letzten Jahr trotz nur mäßig gefüllter Auftragsbücher die Beschäftigung weiter erhöht“, erklärte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen“. Die Erwerbstätigkeit habe im Jahr 2013 um 0,6 Prozent zugenommen und mit 41,8 Millionen einen neuen Höchststand erreicht. Allerdings fiel der Anstieg geringer aus als in den beiden Vorjahren: 2011 lag der Zuwachs noch bei 1,4 Prozent, 2012 bei 1,1 Prozent.

IAB-Arbeitsmarktbarometer steigt zum Jahreswechsel

Prof. Dr. Enzo Weber, IAB
Prof. Dr. Enzo Weber, IAB

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer steigt zum Jahreswechsel gegenüber dem Stand vom November um 0,9 Punkte. Damit hat sich der Dreimonats-Ausblick für die Arbeitslosigkeit zum zweiten Mal in Folge verbessert. Mit 100,6 Punkten liegt der Indikator jetzt zwar im günstigen Bereich, aber nicht weit von der Stagnation signalisierenden Marke 100 entfernt. Das erklärte am Donnerstag das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg.

Arbeitsvolumen ist im dritten Quartal 2013 auf 14,9 Milliarden Stunden gestiegen

Prof. Dr. Enzo Weber, IAB
Prof. Dr. Enzo Weber, IAB

Nürnberg. Erwerbstätige haben im dritten Quartal 2013 insgesamt 14,9 Milliarden Stunden gearbeitet. Das entspricht einem Plus von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Gegenüber dem zweiten Quartal 2013 stieg das Arbeitsvolumen saison- und kalenderbereinigt um 0,6 Prozent.

Jeder zweite Job in der Zeitarbeit ist zusätzlich

Dr. Elke Jahn

Kritiker der Zeitarbeit führen häufig ins Feld, dass Zeitarbeit reguläre Beschäftigung verdränge. Befürworter behaupten dagegen, dass die Zeitarbeit zusätzliche Beschäftigung schaffe. Arbeitsmarktforscher haben jetzt herausgefunden dass beide Seiten gleichermaßen richtig und falsch liegen: „Die Hälfte der Zeitarbeit ist zusätzlich“, stellten Elke Jahn und Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) fest.