EU

BREXODUS: Britische Arbeitskräfte suchen Jobs in der EU –  Deutschland zählt zu den beliebtesten Zielländern

  • Annina Hering

    Elf Monate vor dem Brexit planen wieder genauso viele britische Arbeitnehmer in die EU auszuwandern wie kurz nach dem Referendum

  • Deutschland liegt auf Rang vier der beliebtesten EU-Zielländer
  • Berlin, München und Hamburg sind die meistgefragten deutschen Städte

Die Brexit-Uhr tickt. In weniger als einem Jahr verlässt Großbritannien die EU. Aktuelle Daten der weltweit größten Jobbörse Indeed zeigen, dass die Zahl britischer Arbeitnehmer, die einen Jobwechsel in die EU planen, den höchsten Stand seit kurz nach dem Referendum erreicht hat. Deutschland gehört zu den beliebtesten EU-Ländern bei britischen Jobsuchern.

Fallendes Pfund und Angst vor dem “harten Brexit”: Briten suchen auf höchstem Niveau seit dem Referendum Jobs im Ausland

  • Mariano Mamertino
    Mariano Mamertino

    Britische Jobsuchen im Ausland sind wieder auf dem gleichen hohen Niveau wie unmittelbar nach dem Referendum, so neue Daten der weltweit größten Jobseite Indeed

  • Stellensuchen aus Großbritannien in Deutschland sind in den 100 Tagen seit dem Sieg des Brexit-Lagers um 9% gestiegen
  • Die Analyse zeigt, dass britische Suchen nach Jobs in der EU im gleichen Zeitraum angestiegen sind, in dem das Pfund gegen den Euro an Wert verloren hat

Die Anzahl der Briten, die im Ausland nach Jobs sucht, ist derzeit auf dem gleichen hohen Niveau wie unmittelbar nach dem Referendum. Dies zeigen neue Daten der weltweit größten Jobseite Indeed. Die Analyse von Millionen von Jobsuchen aus Großbritannien belegt auch, dass Briten sich zunehmend für Arbeit in anderen EU-Ländern interessieren seit der Euro sich immer stärker im Vergleich zum Pfund entwickelt. Das Pfund erreichte am letzten Freitag den niedrigsten Wert zur Gemeinschaftswährung seit fünf Jahren. Dies könnte ein Beleg dafür sein, dass die Briten der eigenen Wirtschaft und deren Zukunftsaussichten weniger vertrauen und sich stattdessen anderweitig orientieren.

Arbeitsplatz Online-Startup: Europa braucht den Mittelweg

Digital Single Market Strategy at the European CommissionOnline entstehen immer mehr Marktplätze für Daten, Waren und Dienstleistungen. Bislang sind diese Plattformen allerdings nicht oder falsch reguliert. Das muss die Europäische Union schnellstmöglich ändern, fordert das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer neuen Analyse. Die IW-Experten plädieren für einen Balanceakt zwischen Rechtssicherheit und Innovationsförderung.

Schäuble schimpft Sinn: Neue Hackordnung für die Verlust-Verteilung der EU-Krisenländer

Prof. Dr. Hans-Werner Sinn
Prof. Dr. Hans-Werner Sinn

München, 16. Oktober  2013.  Vor einem Jahr hat mich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ausgeschimpft. Der Grund: Ich hatte davor gewarnt, dass die Politik mit der europäischen Bankenunion die Vergemeinschaftung der Abschreibungsverluste von überschuldeten Banken Südeuropas vorbereitet, um so die Gläubiger der Banken vor Vermögensverlusten zu schützen. Da sei nichts dran, sagte Schäuble damals. Inzwischen ist ihm selbst der Kragen geplatzt, weil die Haftungsspirale, die in Brüssel gedreht wird, außer Kontrolle gerät. Schäuble bezeichnet die jüngsten Kommissionsvorschläge zur Bankenunion als vertragswidrig. Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber er sorgt sich zu Recht.

Mehr Mobilität in der EU

Raimund Becker, Bundesagentur für Arbeit

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat am Dienstag im Rahmen der ersten European Youth Conference in Berlin Absichtserklärungen und Vereinbarungen geschlossen. Neben der BA haben deutsche Arbeitgeber und Arbeitsverwaltungen aus Ländern der EU unterschrieben. Ziel ist, dass mehr junge Menschen aus anderen EU-Ländern eine Ausbildung und junge ausgebildete Fachkräfte aus der EU in Deutschland eine Stelle annehmen.