IAB

Gerade geringqualifizierte Beschäftigte sehen bei der beruflichen Weiterbildung viele Hürden

Ein Beitrag von Christopher Osiander und Gesine Stephan
Berufliche Weiterbildung ist in einer Arbeitswelt, die sich rapide wandelt, wichtiger denn je. Ausgerechnet Menschen ohne Berufsabschluss drohen hier weiter ins Hintertreffen zu geraten. Denn gerade sie befürchten nach den Ergebnissen einer IAB-Befragung, dass sich Weiterbildung für sie nicht auszahlt. Zudem geben zwei Drittel von ihnen an, dass sie das Lernen nicht mehr gewohnt seien.

Online-Umfrage zu Hartz-IV-Sanktionen: Viele würden die strengeren Regeln für Jüngere abmildern

Prof. Dr. Gesine
Stephan

Welche Sanktionen sind bei Pflichtverletzungen von Hartz-IV-Empfängern angemessen? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben in einer Online-Befragung Szenarien mit Pflichtverletzungen geschildert und gefragt, wie hoch die Sanktionen gerechterweise sein sollten. Insbesondere wenn es sich um Pflichtverletzungen von jungen Menschen unter 25 Jahren oder wiederholte Pflichtverletzungen handelt, würden viele Befragungsteilnehmer milder sanktionieren als der Gesetzgeber.

Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das zweite Quartal 2018: Neuer Rekordstand mit 1,21 Millionen offenen Stellen

Im zweiten Quartal 2018 gab es bundesweit rund 1,21 Millionen offene Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Gegenüber dem zweiten Quartal 2017 erhöhte sich die Zahl der offenen Stellen um rund 115.000, gegenüber dem ersten Quartal 2018 um fast 25.000. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Frühe Eingliederungsvereinbarungen und zusätzliche Aktionspläne verhelfen den meisten Arbeitsuchenden nicht schneller zu einem Job

Prof. Dr. Gesine Stephan

Eingliederungsvereinbarungen dokumentieren die Eigenbemühungen von Arbeitsuchenden bei der Jobsuche und die Unterstützungsleistungen durch die Arbeitsvermittlung. Ein Forscherteam des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), der University of Bristol und des Centre de Recherche en Economie et Statistique (CREST) hat untersucht, ob ein möglichst frühzeitiger Abschluss der Eingliederungsvereinbarung die Beschäftigungschancen verbessert. Zugleich wurde mit den so genannten Aktionsplänen ein weiteres Instrument erprobt, das die Suche nach einer neuen Stelle unterstützen kann.

Mütter kehren schneller zu familienfreundlichen Betrieben zurück  

Dana Müller

Betriebe in Deutschland bieten immer häufiger Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg und der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Große Betriebe mit mehr als 250 Beschäftigten sind hier Vorreiter, aber die kleinen und mittleren Betriebe ziehen nach. Die familienfreundlichen Maßnahmen gehen mit einer schnelleren Rückkehr von Müttern nach geburtsbedingten Erwerbsunterbrechungen einher.

Befristungen erreichten 2017 einen neuen Höchststand

Dr. Christian Hohendanner

Rund 3,15 Millionen oder 8,3 Prozent der Beschäftigten hatten im Jahr 2017 einen befristeten Arbeitsvertrag. Damit erreichten Befristungen im Jahr 2017 einen neuen Höchststand. Zugleich steigen aber auch die Übernahmechancen in unbefristete Beschäftigung seit Jahren kontinuierlich an, geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

 

 

IAB-Arbeitsmarktbarometer: Abbau der Arbeitslosigkeit verlangsamt sich

 

Enzo Weber

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt im Juni gegenüber dem Vormonat um 0,5 auf 103,6 Punkte. Damit sinkt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zum dritten Mal in Folge. Vor allem die Erwartungen für die Entwicklung der Arbeitslosigkeit geben nach und liegen nur noch leicht im positiven Bereich.

 

„Die internationalen Handelskonflikte hinterlassen in der deutschen Konjunktur erste Spuren“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

Europäische Arbeitnehmer bevorzugen Pkw und öffentliche Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit 

Jobswype Umfrage Mai 2018: Europäische Arbeitnehmer bevorzugen eigenen Pkw und öffentliche Verkehrsmittel für den Arbeitsweg

 Arbeitnehmer in Europa bevorzugen zwar möglichst kurze Arbeitswege unter fünf Kilometer, die tatsächlichen Distanzen zum Arbeitsplatz betragen aber oftmals 50 Kilometer bzw. eine halbe Stunde pro Wegstrecke. Studien zeigen, dass sich die Arbeitswege in den vergangenen Jahren stetig verlängert haben. Die Mai-Umfrage der Jobsuchmaschine Jobswype erhob dazu, dass ihre User am liebsten motorisiert – im eigenen Auto oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln – unterwegs sind.  Das Pendeln muss aber nicht zwangsläufig verlorene Zeit sein, sondern kann produktiv genutzt werden.

Ein kurzer Arbeitsweg ist befriedigender als Sex? Einer Umfrage der Touristik-Plattform Time Out  gilt das zumindest für Engländer. Als kurzen Arbeitsweg nahm man dafür eine Anfahrtszeit von 15 bis 30 Minuten an.

Berufspendler

Mehr als die Hälfte der Beschäftigten hat ein Arbeitszeitkonto

Ines Zapf, IAB

Seit 1999 ist der Anteil der Beschäftigten mit einem Arbeitszeitkonto um 21 auf 56 Prozent gestiegen. Der Anteil der Betriebe mit Arbeitszeitkonten hat sich um 17 auf 35 Prozent erhöht. Besonders häufig werden Konten mit einem kürzeren Ausgleichzeitraum genutzt. Langzeitkonten bleiben weiterhin die Ausnahme. Das geht aus einer am Dienstag erschienenen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

4,5 Prozent der Beschäftigten arbeiten auf Abruf

4,5 Prozent der Beschäftigten in Deutschland arbeiten auf Abruf. Besonders häufig ist Arbeit auf Abruf unter Minijobbern verbreitet: Hier beträgt der Anteil 12 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg und des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Arbeit auf Abruf unterscheidet sich von Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienst dadurch, dass lediglich die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit vereinbart ist, die Lage der Arbeitszeit jedoch vom Arbeitgeber variabel festgelegt werden kann.

1.1 Mio offene Stellen: Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das erste Quartal 2018

Dr. Alexander Kubis ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des IAB
Dr. Alexander Kubis

Im ersten Quartal 2018 gab es bundesweit rund 1.190.000 offene Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Mit einem Anstieg von gut 7.000 Stellen liegt die Zahl leicht über dem bisherigen Rekordwert im Vorquartal. Gegenüber dem ersten Quartal 2017 erhöhte sich die Zahl der offenen Stellen um rund 126.000. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Digitalisierung bringt große Umwälzungen am Arbeitsmarkt

Dr. Gerd Zika

Die Digitalisierung wird bis zum Jahr 2035 nur geringe Auswirkungen auf das Gesamtniveau der Beschäftigung haben, aber große Umbrüche bei den Arbeitsplätzen mit sich bringen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor, in der das Szenario einer fortschreitenden Digitalisierung mit einem Basis-Szenario ohne Digitalisierungseffekte verglichen wird. Im Jahr 2035 werden laut den Modellrechnungen aufgrund der Digitalisierung einerseits rund 1,5 Millionen Arbeitsplätze abgebaut sein. Andererseits führt die Digitalisierung den Forschern zufolge zu annähernd genauso vielen neuen Arbeitsplätzen, sodass unterm Strich keine größeren Beschäftigungsverluste auftreten werden.

Ein-Euro-Jobs: Integrationschancen werden vom Einsatzfeld beeinflusst

PD Dr. Joachim Wolff

Ein-Euro-Jobs können die Eingliederungschancen der Maßnahmeteilnehmer langfristig steigern, zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Vergleichsweise hohe positive Wirkungen treten der IAB-Studie zufolge in Einsatzfeldern auf, deren Beschäftigung sich sehr gut entwickelt. Das gilt bei den geförderten Frauen für die Einsatzfelder Gesundheit und Pflege sowie Kinderbetreuung und Jugendhilfe. Für Männer in Ostdeutschland liegen dagegen zum Teil negative Eingliederungseffekte vor, insbesondere für Maßnahmen in den Bereichen Umweltschutz und Landschaftspflege sowie Infrastrukturverbesserung.

IAB- Arbeitsmarktbarometer erreicht neuen Höchststand

Enzo Weber

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im März auf den höchsten Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2011 gestiegen. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) legte gegenüber dem Vormonat um 0,4 Punkte auf 105,4 Punkte zu.

Außerordentlich hoch steht mit 108,1 Punkten die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers. Das sind 0,4 Punkte mehr als im Februar. Der Indikator liegt damit schon beachtlich nahe am maximal erreichbaren Wert von 110 Punkten. „2018 wird aller Voraussicht nach ein Rekordjahr am Arbeitsmarkt“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

IAB-Prognose 2018: Aufschwung auf dem Höhepunkt

Enzo Weber

Die Zahl der Erwerbstätigen wird 2018 um rund 650.000 auf 44,94 Millionen steigen – ein neuer Rekord. Unter den geflüchteten Menschen wird die Erwerbstätigkeit 2018 um rund 100.000 zunehmen. Das geht aus der Arbeitsmarktprognose 2018 des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Die Arbeitslosigkeit wird im Jahresdurchschnitt 2018 voraussichtlich bei 2,33 Millionen Personen liegen. Das sind rund 200.000 weniger als im Jahresdurchschnitt 2017. Damit wird der IAB-Prognose zufolge der tiefste Stand nach 1990 erreicht.