Ländervergleich: Die sozialen Auswirkungen der Krise

OECD-Regierungen brauchen Maßnahmen gegen soziale Ungleichheit und Spaltung der Gesellschaft

Angel Gurria
Angel Gurría, OECD

Berlin/Paris – Kurzfristige Einsparungen an den falschen Stellen können Staaten zu einem späteren Zeitpunkt viel Geld kosten. Regierungen sollten daher bei ihren Konsolidierungsbemühungen darauf achten, Sozialausgaben – etwa für Gesundheit, Bildung und Arbeitsmarkt – so zu gestalten, dass sie die Folgen der Krise vor allem für die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft dämpfen. Wie die jüngste Ausgabe des OECD-Berichts “Gesellschaft auf einen Blick” zeigt, lastet die Krise heute häufig auf jenen, die vor 2008 am wenigsten vom Wachstum profitiert haben.