Lügen im Bewerbungsprozess

Lügen im Bewerbungsprozess – nur ein Kavaliersdelikt?

Armin Betz
Armin Betz

Interview Armin Betz, Vorstand HR Consult Group AG

In Bewerbungsgesprächen wird kräftig gelogen, zeigt eine Studie von Wissenschaftlern der US-Universität Massachusetts. Dort lügt ein Kandidat im Schnitt 2,19 Mal während eines viertelstündigen Jobinterviews.

Ein Bewerber behauptete, er arbeite seit 1970 mit Microsoft Windows und das war schlichtweg gelogen. Internationalität ist bei Personalern sehr gefragt. Wer aber behauptet, zwei verschiedene Praktika zur gleichen Zeit in zwei Ländern absolviert zu haben, hat schlechte Karten. Gefälschte Diplome gibt es wahrscheinlich genug. Wenn dann das gefälschte Zertifikat noch einen Rechtschreibfehler enthält, fliegt der Täter schnell auf. Personalmanager müssen nicht Aufzug fahren, um zu wissen, wer im Unternehmen arbeitet. Pech für den Bewerber, der fälschlicherweise angibt, in der Firma gearbeitet zu haben, in der zum selben Zeitraum auch der Personaler beschäftigt war.