Martin Hellwig

Stabiler Euro und Haushaltsdisziplin schaffen Voraussetzungen für stabilen Arbeitsmarkt: Erklärung zur Nachfolgeregelung für die Rettungspakete

Autoren:
Clemens Fuest, Universität Oxford
Wolfgang Franz, Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, ZEW Mannheim
Martin Hellwig, Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, Bonn
Hans-Werner Sinn, ifo Institut, LMU München

Prof. Dr. Clemens Fuest, Universität Oxford
Prof. Dr. Clemens Fuest, Universität Oxford

Angesichts der Schwere der europäischen Schuldenkrise und der Radikalität der im Mai beschlossenen Maßnahmen sehen wir uns veranlasst, einen öffentlichen Appell an die Bundesregierung zu richten. Wir definieren Eckpfeiler für die nun anstehenden Verhandlungen zur Neuordnung des Euroraums, die nach unserer Einschätzung essenziell für den Bestand der europäischen Währungsunion sind. Der Euro ist ein wesentliches Element der europäischen Integration. Er ist aber gefährdet, wenn es nicht gelingt, in Zukunft mehr fiskalische Disziplin durchzusetzen. Europa braucht keine Wirtschaftsregierung, wohl aber politische und marktwirtschaftliche Mechanismen, die die öffentliche und private Verschuldung in den Mitgliedstaaten wirksam begrenzen. Es braucht diese Mechanismen nicht nur, um die Staatsfinanzen und die gemeinsame Währung zu stabilisieren, sondern auch, um die Wachstumskräfte in Europa besser auszubalancieren.