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Corinna Lütsch: Coaching kann den Methodenkoffer einer Führungskraft bereichern

von Helge Weinberg

Coaching der Mitarbeiter durch den Vorgesetzten? Geht das – und wenn ja, wie? Gibt es hier nicht einen Rollenkonflikt? Das Thema ist ein Dauerbrenner in der Personalerwelt. Helge Weinberg vom Crosswater Job Guide hat dazu zwei Executive Coaches befragt: Gudrun Happich vom Galileo Institut für Human Excellence und Corinna Lütsch von mentalenz. Ihre Antworten veröffentlichen wir in zwei Beiträgen. Heute kommt Corinna Lütsch zu Wort. Ihre Meinung: Das geht, wenn eine Führungskraft in der Lage ist, einen Mitarbeiter in einem Prozess unbefangen und erwartungsfrei zu begleiten. Dies allerdings ist meist nicht der Fall.

Corinna Lütsch

Vision impossible?

Corinna Lütsch
Corinna Lütsch

Von Corinna Lütsch

Hat da draußen eigentlich noch jemand eine Vision? Dann melden Sie sich bitte bei mir! Ausgenommen sind Erscheinungen im religiösen Sinne oder Trugbilder.

Scherz bei Seite: Mir scheint, niemand hat derzeit mehr eine Vision. Weder in der Politik, noch in der Wirtschaft noch einzelne Menschen. Letztere vielleicht noch am ehesten.

Damit wir uns richtig verstehen: mit Vision meine ich ein Bild davon, wie die Welt aussehen sollte, wenn es nach mir geht. Bill Gates hatte bspw. einmal die Vision einer Welt, in der jeder Mensch einen Personalcomputer hat. Meine Vision ist die einer Welt, in der alle Lebewesen gedeihen können. Visionen sind in der Regel überlebensgroß und nicht dafür ausgelegt, in einem Leben und mit eigenen Mitteln realisiert zu werden. Selbst wenn Bill Gates nahe daran ist… Eine Vision verleiht dem eigenen Handeln Sinn und gibt ihm eine Orientierung. Der Vision folgen Mission, Strategie und Ziele.

Teamziele oder Einzelziele?

Corinna Lütsch
Corinna Lütsch

Von Corinna Lütsch www.mentalenz.de

Vorbesprechung für eine Teamentwicklung:

Teamentwickler: „Die Teamziele, sind die allen klar?“

Auftraggeber: „Ja sicher. Denke ich. Also eigentlich ist das ja klar bei uns.“

Ein fiktiver Dialog, den ich jedoch in ähnlicher Form mehr als einmal geführt habe. Und das, obwohl mittlerweile die Formel SMART, welche die wichtigsten Kriterien für die Definition von Zielen beschreibt, Einzug in die meisten Trainings und damit in die Führungsetagen gefunden hat.