NEET-Quote

Jugendarbeitslosigkeit: Auf dem Weg der Besserung

Holger Schäfer

Durch die Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009 stieg die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen in Europa deutlich an. Doch seit einigen Jahren verbessert sich die Situation merklich, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).Vor sechs Jahren lag die Arbeitslosenquote der 15- bis 29-Jährigen in Griechenland und Spanien bei über 40 Prozent – oftmals wurde die Jugend in den beiden Ländern als verlorene Generation bezeichnet. Doch die hohe Quote lässt sich zu einem großen Teil statistisch erklären, denn sie erfasst nur die Jugendlichen, die auch wirklich arbeiten gehen oder einen Job suchen – also am Arbeitsmarkt tätig sind. Studenten und Schüler werden gar nicht erst erfasst. Deshalb wird seit einigen Jahren die sogenannte NEET-Quote genutzt, um die Arbeitslosigkeit besser zu erfassen. Sie gibt den Anteil jener Jugendlichen an, die nicht arbeiten und auch keine Universität oder Schule besuchen.