neue Technologien

OECD: Deutschland sollte mit umfassenden Reformen inklusiveres und nachhaltiges Wachstum sicherstellen

Angel Gurria
Angel Gurría, OECD

Die deutsche Wirtschaft ist weiter auf Expansionskurs mit sehr geringer Arbeitslosigkeit und hohen Reallohngewinnen, die die Binnennachfrage stützen. Gleichzeitig treiben starke Exporte die Unternehmensinvestitionen. Die stabile Haushaltslage schafft den Raum zur Finanzierung von Strukturreformen und öffentlichen Investitionen, um so zukünftige Herausforderungen zu bewältigen. Dies geht aus dem aktuellen OECD-Wirtschaftsbericht für Deutschland hervor, der heute in Berlin vorgestellt wurde.

Deutsche Unternehmen beim Einsatz neuer Technologien zurückhaltend

  • Achim Berg, BITKOM

    Vor allem beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz, 3D-Druck, Blockchain und Robotik sehen sich viele Unternehmen im Hintertreffen

  • Hindernisse beim Einsatz sind Datenschutz, Sicherheitsanforderungen und Fachkräftemangel

Die deutsche Wirtschaft muss sich anstrengen, um beim Einsatz neuer Technologien im internationalen Wettbewerb mithalten zu können. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 505 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. So sagen zwei Drittel (68 Prozent) der befragten Vorstände und Geschäftsführer, dass deutsche Unternehmen bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz nur zu den Nachzüglern gehören oder sogar weltweit abgeschlagen sind. Rund jeder Zweite meint, dies trifft auf 3D-Druck (48 Prozent), Blockchain (47 Prozent) und Robotik zu (45 Prozent), nur etwas weniger sind es bei den Themen Internet of Things (42 Prozent) und Virtual Reality (41 Prozent) sowie Big Data (37 Prozent) und Drohnen (31 Prozent).