Personalmarketing20

Auf stürmischer See sehnen sich Personaler nach einem sicheren Heimathafen

Henner Knabenreich
Henner Knabenreich

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Personalern bläst aus vielen Richtungen der mediale Gegenwind ins Gesicht. Die vermeintlichen Unzulänglichkeiten der HR-Abteilungen stehen im Mittelpunkt der medialen Aufmerksamkeit. Fachmedien, HR-Blogger und Consulting-Firmen verstärken die stürmische See. Thomas Sattelberger, ein ehemaliger Personalvorstand der Deutschen Telekom, ist ein unermüdlicher Kritiker seiner Kollegenzunft und geiselt die Personaleinstellungsmentalität mit seinem satirischen Bonmot „Pinguine stellen Pinguine ein“. Zahlreiche Studien der Kienbaum Unternehmensberatung fassen Umfragen zusammen und analysieren akribisch die Mängel der HR-Abteilungen in den Unternehmen. Das Thema „Candidate Experience“ hat den Finger in die Wunde der unzulänglich-gleichgültigen Wertschätzung der Personalabteilungen mit Bewerbern aufgegriffen, die „Goldene Runkelrübe“ verleiht die fragwürdige Auszeichnung an besonders misslungene Aktionen im Personalmarketing und bei der Formulierung von Stellenanzeigen. Harvard Business Manager brachte das Thema sogar als Titelgeschichte und formulierte die vernichtende Diagnose: „Jetzt reicht’s! – langsam, bürokratisch, keine Ahnung vom Geschäft: Warum sich Personalabteilungen grundlegend ändern müssen“.