Reallöhne

Weltweite Gehälter 2018: Westen stagniert – Asien verliert im Vergleich zum Vorjahr – Afrika mit höchsten Nominallohngewinnen

Thomas Gruhle

0,9 Prozent Steigerung der Reallöhne in Westeuropa, Nordamerika und dem Nahen Osten. Nur Australier haben mit 0,7 Prozent Gehaltssteigerung noch weniger in der Tasche. In Asien dagegen wachsen die Einkommen real um 2,8 Prozent, in Lateinamerika um 2,1 Prozent. Im weltweiten Gesamtdurchschnitt werden die Gehälter 2018 um real 1,5 Prozent erhöht. Das ist das Ergebnis der weltweiten Gehaltsprognose ‚Global Salary Forecast 2018’ der Korn Ferry Hay Group, die auf der global umfangreichsten Datenbank für Gehaltsdaten beruht.

  • Weltweit steigen Gehälter durchschnittlich um 1,5 Prozent
  • Dynamik im Osten übersteigt stagnierend-sinkende Lohnentwicklung im Westen
  • Asien nach wie vor stark, aber deutlich geringere Steigerungen als im Vorjahr

Löhne und Gehälter im Jahr 2016 um 2,5 Prozent gestiegen – im Folgejahr Halbierung des Anstiegs der Reallöhne prognostiziert

  • Thomas Gruhle
    Thomas Gruhle

    Geringerer Gehaltsanstieg als im Vorjahr

  • Prognose 2017: Durch Inflation deutlich geringere Erhöhung der Reallöhne
  • Insgesamt solide Gehaltsentwicklung seit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 im internationalen Vergleich

Die Löhne und Gehälter in Deutschland sind im Jahr 2016 um 2,5 Prozent gestiegen. Aufgrund der niedrigen Inflation von 0,3 Prozent bleiben den Menschen damit 2,2 Prozent mehr Geld im Portemonnaie. Die höchsten Steigerungen konnten in der Automobil-, Chemie- sowie Pharma- und Gesundheitsindustrie festgestellt werden (je 2,8 Prozent), die niedrigsten in der kriselnden Energieindustrie (2,3 Prozent). Für das Jahr 2017 wird eine Halbierung des Anstiegs der Reallöhne prognostiziert. Das hat die aktuelle Untersuchung der deutschen Gehaltszahlen durch alle Professionen und Branchen hinweg von Korn Ferry Hay Group ergeben.