Recruiting Trends 2016

Die „Big Failures“ in der Rekrutierung oder: Wie aus Fehlern Chancen werden

  • Marc Irmisch
    Marc Irmisch

    Aktuelle Studienreihe von Monster ermittelt die „Big Failures“ der Unternehmen auf dem Weg zum neuen Mitarbeiter

  • Für die befragten Jobsuchenden gehören zu den meistgenannten „Big Failures“ schlechte Unternehmenspräsentation (80 Prozent), falsche Ansprache der Kandidaten (75 Prozent), schlechtes Bewerbermanagement und unprofessionelles Auftreten im Bewerbungsgespräch (50 Prozent)

„Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten“, sagte schon Konfuzius. Jeder macht Fehler und auch Personaler sind im Rahmen des Recruitings nicht davor gefeit. Um den Prozess der Rekrutierung erfolgreicher für beide Seiten zu gestalten,  hat Monster bei Kandidaten und Unternehmen nachgefragt. So analysiert die aktuelle Studienreihe1 des Karriereportals Monster, die in Zusammenarbeit mit dem Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universität Bamberg durchgeführt wurde, wo genau die „Big Failures“ liegen.

Die Fata Morgana der mobilen Bewerbung

Gerhard Kenk
Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Seit geraumer Zeit gelingt es der HR-Branche nicht, einen großen Bogen um das Hype-Thema der mobilen Bewerbung zu machen. Die Experten von Umfragen, Nutzeranalysen, Studien oder die Verfasser von Pressemeldungen bekommen feucht glänzende Augen, wenn es um dieses vermeintliche Lieblingsthema geht. Jede Jobbörse braucht eine passende App für die mobile Bewerbung, jede Unternehmenskarriereseite braucht eine Lösung, Bewerber ereilt vermeintlich der Schlag, wenn sie nicht mit einer „One-Click-Bewerbung“ die zukünftigen Arbeitgeber von ihren überragenden Qualifikationen überzeugen können. Personalabteilungen und Recruiter finden es un-cool, wenn sie noch Papierbewerbungen bearbeiten müssen und sich nicht als Techno-Geek um den Bewerbungseingang von SmartPhone-Freaks kümmern können. Die Hype-Beteiligten vergessen schlicht zwei zentrale Fragen zu stellen, die das US-Magazin „Datamation“ schon 1974 provokativ formulierte:

  • Machen wir die Dinge richtig?
  • Machen wir die richtigen Dinge?

Ist Google die bessere Jobbörse?

Gerhard Kenk
Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Die Organisatoren von HR-Konferenzen und den dazugehörenden Podiums-Diskussions-Panels erliegen gerne immer wieder der Gefahr, mit provokativen Fragestellungen um Aufmerksamkeit und Interesse zu buhlen. Beliebt sind Fragestellungen wie „Der Tod der Stellenanzeigen?“, „Der Tod der Jobbörsen?“, oder gelegentlich die Auseinandersetzung um Google als Jobbörse oder als erste Anlaufstelle für die Suche nach Karrierechancen. Viel wird geredet und diskutiert – am Ende des Tages erfreuen sich Stellenanzeigen – trotz aller schlechten Beispiele – nach wie vor einer hohen Beliebtheit, Jobbörsen bleiben eine der wichtigstgen Quelle bei Stellenbesetzungen.