Sabine Klinger

Hauptjob von Nebenjobbern: eher Teilzeit, eher weniger gut bezahlt

Dr. Sabine Klinger, IAB

Mehr als drei Millionen Erwerbstätige in Deutschland haben zusätzlich zu ihrer Hauptbeschäftigung einen Nebenjob. Oft sind Mehrfachbeschäftigte in ihrer Hauptbeschäftigung in Teilzeit tätig. Häufiger als bei den Einfachbeschäftigten sind unter den Nebenjobbern Frauen, ausländische Staatsangehörige und Personen mittleren Alters vertreten. Meistens wird eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit mit einem Minijob kombiniert. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

IAB: Arbeitsmarkt bleibt robust

Dr. Sabine Klinger, IAB
Dr. Sabine Klinger, IAB

Die Arbeitslosigkeit wird 2016 voraussichtlich bei 2,87 Millionen Personen liegen, geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Das wären dann rund 70.000 mehr als in diesem Jahr. Zugleich wird dem IAB zufolge die Zahl der Erwerbstätigen um knapp 250.000 auf 43,16 Millionen steigen – ein neuer Rekord.

IAB: 3,5 Millionen Arbeitslose im Jahresdurchschnitt 2010

Dr. Sabine Klinger, IAB

Nürnberg.  Im Jahresdurchschnitt 2010 wird es voraussichtlich 3,5 Millionen Arbeitslose geben, geht aus einer am Freitag veröffentlichten Arbeitsmarktprojektion des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2009 wäre dies ein Anstieg um 120.000. Dabei unterstellen die Forscher ein Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 1,75 Prozent im Jahr 2010.

IAB: Unternehmen halten trotz Krise Personal in bisher nicht gekanntem Ausmaß – Bei sechs Prozent BIP-Rückgang 3,7 Millionen Arbeitslose im Jahresdurchschnitt 2009

Dr. Sabine Klinger, IAB
Dr. Sabine Klinger, IAB

„Die Unternehmen nutzen interne Strategien der Anpassung des Personaleinsatzes an die verschlechterte Auftragslage in bisher nicht gekanntem Ausmaß“, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Statt Personen zu entlassen, werde die Auslastung der Beschäftigten verringert – vor allem durch Kurzarbeit, Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit, Abbau von Überstunden und eine Reduzierung der Guthaben auf den Arbeitszeitkonten.

Im Jahresdurchschnitt 2009 wird es daher selbst bei einer Schrumpfung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um sechs Prozent nur 3,7 Millionen Arbeitslose geben, geht aus der aktuellen Arbeitsmarktprojektion des Instituts hervor. Dies wäre angesichts der Schwere der Wirtschaftskrise ein sehr moderater Anstieg um 430.000 gegenüber 2008.