Scheinselbständigkeit

Scheinselbstständigkeit: Warum Transparenz der Schlüssel für eine seriöse Zusammenarbeit ist

Ein Gastbeitrag von Thomas Maas, freelancermap

Skandal in Wunsiedel, Bayern – Der Intendant der bekannten Luisenburg-Festspiele Michael Lerchenberg hat über einen Zeitraum von sieben Jahren schweren Wirtschaftsbetrug begangen. Umso heikler: Der Bürgermeister der beschaulichen Kleinstadt war über den gesamten Zeitraum involviert. Beide Herren sollen wissentlich 18 Mitarbeiter des Theaters als Selbstständige beschäftigt haben, obwohl diese fest und exklusiv engagiert waren. Die Anklage lautet Scheinselbstständigkeit. Die Regelungen zum Beschäftigungsverhältnis sollen Freelancer schützen und Arbeitgebern die Chance nehmen, Personen ohne Aufwand von sozialversicherungsrechtlichen Kosten einzustellen. Kosten, die sich im Fall von Wunsiedel auf eine Summe von rund 300.000 Euro belaufen könnten. Freelancer geraten unter Umständen in eine ähnliche Situation. Thomas Maas, CEO von freelancermap, klärt auf, wann befristete Experten in die Scheinselbstständigkeit geraten und wie sie das verhindern.

Thomas Maas

 

Berufseinsteiger und Geringqualifizierte haben höheres Risiko der Scheinselbständigkeit

Dr. Hans Dietrich, IAB
Dr. Hans Dietrich, IAB

Berufseinsteiger und Geringqualifizierte befinden sich häufiger in einem scheinselbständigen Vertragsverhältnis als andere Erwerbstätige. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

GULP Freelancer Studie: selbstständig aus Überzeugung

Stefan Symanek, GULP
Stefan Symanek, GULP

Kürzere Projektdauern, mehr Arbeitsbelastung, aber dennoch zufrieden: Im zweiten Teil der aktuellen Freelancer Studie befragte GULP, ein führender Personaldienstleister in den Bereichen IT, Engineering und Finance, 1.291 Freiberufler zu allen Themen rund ums Projekt. Die Teilnehmer gaben Auskunft, wie sie an Projekte kommen, wie sich ihre tägliche Arbeit im Projekt gestaltet und wie zufrieden sie mit ihrem Selbstständigen-Dasein sind.

TECOPS: Wechsel in der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der tecops personal GmbH hat sich zum 29.09.2016 neu formiert. Markus Ley wurde als Nachfolger von Ludwig Hank zum Geschäftsführer berufen und bildet in dieser Funktion gemeinsam mit Christiane Schäfter die neue Führungsspitze des Unternehmens. Markus Ley ist ein langjähriger Kenner der Personaldienstleistungsbranche. Nach Stationen in verantwortlichen Positionen bei Brunel und Yacht war er mehr als elf Jahre Geschäftsführer bei Hays und hat dort den Geschäftsbereich Arbeitnehmerüberlassung aufgebaut.

 

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Christiane Schäfter und Markus Ley

Gesetzesentwurf zwingt Freiberufler zum Auswandern

Daniela Kluge
Daniela Kluge

GULP Information Services, Projektportal und Personalagentur für IT- und Engineering Spezialisten, führte im Januar diesen Jahres eine Umfrage zum Thema Scheinselbstständigkeit und dem aktuellen Gesetzesentwurf von Arbeitsministerin Andrea Nahles durch. Gefragt wurde unter anderem, welche Alternativen die selbstständigen IT- und Engineering-Spezialisten zur Freiberuflichkeit sehen, falls das Gesetz in seiner aktuellen Fassung in Kraft tritt. Festanstellung und Auswandern waren die häufigsten Antworten.

Kampagnen Webseite des VGSD zur Scheinselbstständigkeit online

Nur drei Monate nach Gründung der Arbeitsgruppe Scheinselbstständigkeit hat der VGSD Einiges auf die Beine gestellt, um den Gründern und Selbstständigen bei diesem Thema eine Stimme zu geben.

 

Mit dem geplanten Gesetz zur Verhinderung des Missbrauchs von Werkverträgen, das angeblich noch in diesem Jahr verabschiedet werden soll, gerät das Thema Scheinselbständigkeit verstärkt in den Fokus von Selbstständigen und deren Auftraggeber. Schon heute schwebt die Scheinselbstständigkeit als Damoklesschwert über den Selbstständigen und gefährdet die Existenz vieler. Das Thema sorgt auch für Unsicherheit bei den Auftraggebern. Der VGSD, der Verband der Gründer und Selbstständigen e. V., hat bereits am 15.05.2015 sein Positionspapier veröffentlicht, das die Forderungen an eine neue Gesetzgebung formuliert.