Vereinbarkeit Familie und Beruf

Frauen bringen eine humanistische Komponente in die Wirtschaftswelt

women&work-Befragung zeigt: Ethische Werte und Moral stehen hoch im Kurs

 

Melanie Vogel

Ethische Werte und Moral spielen eine zunehmend wichtigere Rolle, wenn es um die Wahl des zukünftigen Arbeitgebers geht. Das ergab die diesjährige women&work-Besucherinnenbefragung, die im Rahmen der 8. women&work am 28. April in Frankfurt durchgeführt wurde. 167 Messebesucherinnen nahmen an der Umfrage teil.

„Die diesjährige Befragung zielte darauf ab zu erfahren, welche Werte und Wertmaßstäbe Frauen im Zeitalter der Digitalisierung besonders wichtig sind“, sagt Melanie Vogel, Initiatorin der women&work. „Für 98,2 Prozent der befragten Frauen stehen Selbstverwirklichung, persönliche Freiheit und Lebensgenuss an oberster Stelle. In einer Epoche, in welcher der Mensch Gefahr läuft, durch die Digitalisierung abgehängt zu werden, spiegeln Frauen einen deutlich humanistischen Zeitgeist, der sich parallel zur technologischen Entwicklung durchsetzt.“

Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Fachkräfte wünschen sich Rückkehrrecht auf Vollzeit

Neun von zehn Beschäftigten in Deutschland wollen die Möglichkeit haben, aus der Teilzeitarbeit in eine Vollzeitstelle zurückzukehren. Damit ist ein solches Recht für Fachkräfte in Deutschland die wichtigste Maßnahme zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das hat die Online-Jobbörse StepStone in einer Befragung von rund 5.000 Fach- und Führungskräften herausgefunden. Die Studie zeigt auch: 28 Prozent der befragten Frauen haben fest vor, in Zukunft eine Führungsrolle zu übernehmen. Knapp 60 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten glauben, dass sie eine verantwortungsvolle Führungsposition auch mit reduzierter Stundenzahl angemessen ausfüllen können.

Männer sind im Job-Gespräch selbstbewusster, Frauen dafür fachlich kompetenter

Ronald de Louweren
Ronald de Louweren

Aktueller TALENTORY-Kompass: Besser als sie denken

Weibliche Führungskräfte stehen sich oft selbst im Weg, wenn sie auf einen Jobwechsel angesprochen werden. Sie treten nämlich deutlich gehemmter im Jobgespräch auf als ihre männlichen Kollegen – und das, obwohl sie meist den fachlich besseren Eindruck hinterlassen. Das ist das Ergebnis des aktuellen TALENTORY Kompass, einer regelmäßigen Befragung von 100 Personalberatern mit deutschen und internationalen Kunden. Demnach sagen 77 Prozent der befragten Headhunter, dass sich Männer ihres Marktwertes bewusster sind als Frauen.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Wie geht das eigentlich?

Dr. Stefan Rennicke
Dr. Stefan Rennicke

Ein Beitrag von Dr. Stefan Rennicke, csr-jobs.de

Dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zunehmend große Rolle im Wechselspiel zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern spielt, ist Tatsache. Im November 2014 befragten die Roland Berger Strategy Consultants in Kooperation mit der Gesellschaft für Konsumgüterforschung Arbeitnehmer zu ihren Wünschen. Die Ergebnisse der Studie „Die Neue Vereinbarkeit“ zeigen, dass Familienfreundlichkeit eines Unternehmens für 75 Prozent der Befragten zwischen 25 und 39 Jahren die Wahl des Arbeitgebers bestimmt.