E-Recruiting: So suchen Bewerber heute

Ein Gastbeitrag von Dr. Christian Seidel

Dr. Christian Seidel, Systemmanager Search bei der JobScout24 GmbH

Über 23 Mio. Internetnutzer in Deutschland haben im dritten Quartal 2009 eine Online-Jobbörse besucht. Und bereits 94 Prozent aller deutschen Unternehmen nutzen das Internet für die Mitarbeitersuche, so der Hightech-Verband BITKOM. JobScout24 bringt Arbeitgeber und ihre potenziellen Mitarbeiter zusammen. Was  müssen Unternehmen beim E-Recruiting beachten?

Online-Stellenbörsen: Evolution der Suchtechnologie

Zeitgemäße Online-Stellenbörsen wie JobScout24 nutzen moderne Technologien, wie wir sie von „klassischen“ Suchmaschinen (z.B. Google) kennen. Sie bieten, beispielsweise durch die Sortierung der Treffer nach Relevanz, mehr Komfort für potentielle Bewerber. Aber auch die ausschreibenden Unternehmen profitieren vom Einsatz der Suchmaschinentechnologie im E-Recruiting, denn mit ihrer Hilfe werden Stellenanzeige auf unterschiedlichsten Wegen gefunden.

So findet die schlagwortbasierte Datenbanksuche, Vorläufer der Suchmaschinen-Technologie und auch heute noch bei einigen Online-Stellenbörsen im Einsatz, bei einer Suchanfrage wie „Vertriebsmanager“ lediglich solche Stellenanzeigen, die vorher explizit mit diesem Schlagwort versehen wurden. Die Suchmaschine hingegen ist in der Lage dazu, den gesamten Text der Stellenanzeige zu durchsuchen und kann zudem über linguistische Verfahren auch Synonyme wie „Sales Manager“ oder „Key Account Manager“ in die Ergebnisliste mit einbeziehen.



Die Guten ins Töpfchen

Im Grunde genommen macht die Suchmaschine nichts anderes, als der Bewerber. Sie „liest“ die Stellenausschreibung und beurteilt, ob diese zu seiner Suchanfrage passt. Dabei schleust sie zunächst die Suchanfrage durch ein sogenannte „Linguistik-Instanz“, wo folgendes passiert:

–       die Erkennung von Plural und Singular, damit beim Suchbegriff „Rechtsanwälte“ auch alle Anzeigen, die den Begriff „Rechtsanwalt“ enthalten gefunden werden

–       gegebenenfalls die Zerlegung des Suchbegriffs in seine Wortbestandteile, damit die Suche nach „Einzelhandelskaufmann“ auch Anzeigen mit der Wendung „Kaufmann im Einzelhandel“ findet

–       Synonymerkennung, damit die Suchanfrage „Vertrieb“ auch Anzeigen mit den Begriffen „Verkauf“ oder „Sales“ in der Trefferliste ausliefert

–       Rechtschreibkorrektur, damit eventuelle Tippfehler wie „Schreier“ trotzdem zum gewünschten Ergebnis „Schreiner“ führen

Die zweite Instanz ist das „Relevanzsystem“, das beurteilt, welche Treffer am besten zur Suchanfrage passen. Hierbei wird berücksichtigt, wo im Text sich der Suchbegriff findet. So wird beispielsweise eine Anzeige, die den Suchbegriff im Titel enthält, also in der Bezeichnung der zu besetzenden Position, als besonders relevant eingestuft. Auch der Stellenbeschreibung kommt bei der Beurteilung der Relevanz eine besondere Bedeutung zu. Hingegen wird bei einer Suche nach dem Begriff „Rechtsanwalt“ eine Stellenanzeige einer Anwaltskanzlei, die eine Empfangssekretärin sucht, als irrelevant beurteilt, obwohl der Suchbegriff „Rechtsanwalt“ mit Sicherheit in der Firmenbeschreibung auftaucht.


So suchen Bewerber – und so werden Sie gefunden.

90 Prozent aller Suchanfragen enthalten Stichwort, Ort und gegebenenfalls Umkreis. Bewerber definieren also im Vorfeld sehr genau, wo sie arbeiten möchten und welchen Anfahrtsweg sie gegebenenfalls in Kauf nehmen. Berufseinsteiger suchen meist mit allgemeinen Suchbegriffen wie „Programmierer“ oder „Marketing“. Spezialisierte Fachkräfte oder auch Bewerber mit etwas mehr Berufserfahrung hingegen verwenden Fachbegriffe wie „J2EE“, „C++“ , „Marktforschung“ oder „Dialog-Marketing“.

Was bedeutet das für Recruiter, die ihre Stellen auf Online-Stellenbörsen ausschreiben?

–       Dem Titel der Stellenanzeige kommt besondere Bedeutung zu. Verwenden Sie deshalb aussagekräftige Stellenbezeichnungen und verzichten Sie vor allen Dingen auf werbliche Titel wie „Sie suchen eine neue Herausforderung?“.

–       Verwenden Sie relevantes Fachvokabular, um auch bei solchen Suchanfragen gefunden zu werden.

–       Geben Sie eine ausführliche Stellenbeschreibung und trennen Sie diese unbedingt von der Firmenbeschreibung ab.

–       Stellenanzeigen sollten unbedingt mit einer genauen Ortsangabe, möglichst inkl. Postleitzahl versehen werden.

Im Grunde genommen gilt die Faustregel: Alles das, was eine Stellenanzeige für den Bewerber interessant macht, nämlich ein aussagekräftiger Titel, ein präzises Anforderungsprofil und eine aufschlussreiche Stellenbeschreibung, sorgt auch dafür, dass eine Stellenanzeige von einer Suchmaschine als relevant eingestuft wird.

Philosophie:

Die Online-Stellenbörse JobScout24 bietet rund 3,36 Millionen Nutzern monatlich (ACTA 2010) über 250.000 Stellenangebote namhafter Unternehmen und begleitet sie mit zahlreichen Services durch das Berufsleben. Personalverantwortliche finden eine Vielzahl von Instrumenten für die Suche nach Fach- und Führungskräften – von der Online-Stellenanzeige über Print-Online-Kombinationen bis hin zu crossmedialem Employer Branding.

Produkte:

  • Online-Stellenanzeigen (verschiedenen Leistungsstufen) im nationalen und internationalen Partnernetzwerk
  • Schaltung auf Out-of-Home-Screens
  • JobScout24 Kandidaten-Pool

Referenzen:

AOK Systems, Deutsche Telekom AG, Otto Group, Remondis, AWD

Ansprechpartner und Kontakt:

Unser Kundenservice ist immer für Sie da: Sie erreichen uns per E-Mail unter kundenservice@jobscout24.de oder telefonisch unter 0800 / 62 82 44 64.

Dr. Christian Seidel, Systemmanager Search bei der JobScout24 GmbH

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