Zuhören. Verstehen. Mitreden. Vernetzen: Recruiting in Sarah Wieners Speisezimmer

von Gerhard Kenk

.

Keine Angst, es geht nicht um eine Karriere-Messe für Köche und Kaltmamsells (Tja, diese Berufsbezeichnung gibt’s immer noch im BERUFENET  der Arbeitsagentur, doch wer seine Berufsbezeichnung aufwerten will nennt sicht natürlich „Gardemanger“, eben die französische Variante der Kaltmamsell). Und getreu diesen Prinzipien der Namensgebung war das Recruiting im Berliner Restaurant „Speisezimmer“ auch keine konventionelle Konferenz für Personaler, sondern eben ein HR BarCamp. So ist es halt, wenn die neuen und modischen Veranstaltungsformen über den großen Teich zu uns schwappen.

Es war also die Zeit gekommen, daß die sonst so konservative Zirkel der Recruiter und Personaler auf den Innovationszug hüpfen und eine eigene „Unconference“, eben ein HR Bar Camp veranstalteten. Was denn bei einem HR Bar Camp anders ist als in den Hochglanz-Fachkonferenzen umschreibt Wolfgang Brickwedde vom Institute for Competitive Recruiting so:

„Anstatt während der sonst üblichen PowerPoint „Schlachten“ oder aufgrund der bekannten Platitüden eines Key Note Speakers leicht einzunicken, sollten wir uns selber einbringen und selbst entscheiden, über was wir etwas Neues, Innovatives hören möchten und worüber wir mitdiskutieren wollen.“

Lockerheit und Dichte

Dante

Das neuartige Format verbindet also eine wohlwollende Lockerheit (das Restaurant „Speisezimmer“, der Casual Friday Look der Teilnehmer, der un-starre Ablauf und die lockere Agenda, gekoppelt mit einer impulsiven Dichte der Themen-Präsentation und Diskussion.

 

Doch dieser Gegensatz im Konferenzformat ist nicht neu. Schon Dante Alighieri hatt in seinem epischen Werk „Die Göttliche Komödie“ auf diesen konstruktiven Gegensatz hingewiesen: „Was uns verschieden scheint hier oben, bewirkt, so glaubt ich Lockerheit und Dichte“ (Dante, Göttliche Kommödie, Paradies, Zweiter Gesang). Hätte Dante ein Apple Smart-Phone von Steve Jobs geschenkt bekommen, hätte er uns vermutlich die eloquenten Verse seiner Göttlichen Kommödie als Twitter-Nachricht gesendet.

 

Das Drei-Gänge-Menü hatte für jeden Geschmack etwas:

Vorspeisen:

  • Internationale Beschaffungskanäle (für Spezialisten)
  • Community Aufbau und Employer Branding im Social Web
  • Live Recruitainment
  • Talent Management 2.0 / 3.0
  • Social Media Guidelines
  • Leadership Branding

Hauptspeisen

  • Recruiter 2.0, Wie muß das Profil aussehen?
  • Who are the millennials? – GEN Y – Finden, Einstellen (Motivieren) und Behalten!
  • Online-Stellenanzeigen in Zeiten von Social Media
  • Storytelling – Wie die Macht der Geschichten (2.0) nutzen? Mythos – Branding –Knowledge-Sharing
  • Go were the fish are! Employer Branding und Recruiting für Berufseinsteiger
  • Recruitainment / Games, Recruiting und Employer Branding

Nachtisch

  • Wahre Schönheit kommt von innen! Employer Branding & Social Media
  • Videointerviews: Erfahrungen, Studien und Szenarien
  • Job/Werbeanzeigen auf FB (Erfahrungsberichte)
  • Kommunikationskultur – Sind Unternehmen Web 2.0 fähig?
  • Gamefication vs. Employee Engagement
  • Resourceful Humans vs. Human Resources
  • Open Grading – das freie System zur Positionsbewertung
  • Spinnersuite – PE, wo geht die Reise hin?

 

Zum Weiterlesen und Video schauen geht’s hier lang:  http://www.competitiverecruiting.de/RecruitingimRestaurantDasHRBarcamp.html

 

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.