Bewerber brauchen mehr Wallraffing

Günter Wallraff als Ali: Ganz unten
Günter Wallraff als Ali: Ganz unten

Der Investigativjournalist Günter Wallraff hat ganzen Nachkriegsgenerationen gezeigt, wie es hinter den Kulissen einiger Arbeitgeber wirklich aussieht. Getreu seinem Motto: “ Man muss sich verkleiden, um die Gesellschaft zu demaskieren, muss täuschen und sich verstellen, um die Wahrheit herauszufinden“ recherchierte er, wie es wirklich mit dem Employer Branding bestellt ist und scheute keine Auseinandersetzung, um seine Rechercheergebnisse an die breite Öffentlichkeit zu bringen. Das brachte ihm Freunde, aber auch Feinde ein.

Seine Überzeugung und Aversion, in der Bundeswehr zu dienen, führten zum angestrebten Ziel – er wurde schließlich mit dem militärärztlichen Attest des Bundeswehrlazarett Koblenz entlassen: „Untauglich für Krieg und Frieden“. Tauglich für die Arbeitswelt und den investigativen Journalismus blieb er jedoch sein Leben lang.

Die Reportagen von Günter Wallraff lieferten authentische Einblicke in die industrielle Arbeitswelt – in Schweden und Norwegen findet sein Ermittlungsstil mit dem Begriff „wallraffing“ Einzug in den dortigen Sprachgebrauch.

Wenn sich Bewerber um einen Arbeitsplatz bei einem interessanten Arbeitgeber bemühen, gilt es als Pflicht, sich vorab zu informieren. Firmenberichte, Ergebnisse, Umsatzentwicklungen gehören zum Standardrepertoire der Recherche. Viel wichtiger jedoch ist Suche nach unabhängigen, möglichst neutralen Quellen. Bewerber müssen nicht wie einst Günter Wallraff in seinem Bestseller „Ganz unten“ schilderte, in ein Alter-Ego als türkischer Gastarbeiter Ali schlüpfen, um die ganze Wahrheit eines Arbeitgebers zu entdecken. Heute können Bewerber ganz bequem vom „Digitalen Wallraff“, den Arbeitgeberbewertungsportalen der Sozialen Medienwelt profitieren.

Nikolas Reuter verpasste dank seiner späten Geburt im Jahr 1977, wie Günter Wallraff damals die öffentliche Diskussion befeuerte – doch sein Kapitel im Praxishandbuch Social Media Recruiting setzt sich damit umso intensiver mit den heute möglichen Recherchen in Arbeitgeberbewertungsportalen auseinander – zum Vorteil der Bewerber. Aber auch Arbeitgeber können bei der Lektüre des Praxishandbuchs erkennen, worauf es bei Kununu & Co wirklich ankommt.

 

 

logo_Praxishandbuch_Social_Media_RecruitingNeu: 2. Auflage des Bestsellers

 

„Praxishandbuch Social Media Recruiting“

Name des Kapitels:

Arbeitgeberbewertungsportale – die neue Macht der Bewerber?

Name des Autors/der Autoren:

Von Nikolaus Reuter

 

 

Was Sie als Leser bei diesem Kapitel erwartet

Um auf der Suche nach dem passenden Jobangebot möglichst gut vorzuselektieren bzw. später im Job keine bösen Überraschungen zu erleben, informieren sich heutzutage immer mehr Bewerber im Vorfeld einer Bewerbung ausführlich über ihren potenziellen Arbeitgeber. Hierfür ist das Internet als Informationsquelle prädestiniert. Die Bewerber haben nämlich den Wandel von der analogen in die digitale Welt längst vollzogen. Die Intention des Bewerbers ist klar: Er möchte im Vorfeld der Bewerbung mehr über den möglichen Arbeitgeber erfahren, und zwar aus Quellen, die eben nicht vom Unternehmen selbst oder aus dessen Dunstkreis stammen.

 

Gleichzeitig möchte der aufgeklärte Bewerber nur in solche Bewerbungen Zeit und Mühe investieren, die ihm aussichtsreich und zugleich sinnvoll erscheinen. Das ist eine sehr egoistische, gleichzeitig aber auch extrem zielorientierte Herangehensweise, die unterschwellig ein latentes Misstrauen offenbart. In diesem Buchkapitel erfährt der Leser aus erster Hand, wie man Arbeitgeberbewertungsportale ganz im Sinne des Employer Branding professionell nutzt und proaktiv damit umgeht. Auf Basis von Fakten, gesammelten Erfahrungen und empirischen Untersuchungsergebnissen werden wertvolle Tipps, Checklisten und zahlreiche praxisrelevante Anwendungsbeispiele vermittelt.

 

Zwei persönliche Fragen an den Autor

Was war für Sie die Motivation bei diesem Herausgeberwerk mitzuwirken?

Aus meiner Sicht war es an der Zeit, ein sehr praxisbezogenes Werk für das interessierte Fachpublikum und insbesondere den technologieaffinen „HR-Anwender“ zu publizieren. Da sich das Thema permanent weiterentwickelt, war eine zweite überarbeitete Auflage die logische Konsequenz.

Bitte vervollständigen Sie diesen Satz:

„Das Praxishandbuch Social Media Recruiting ist für mich…ein mit Praxiswissen gefülltes Profi-Kompendium und damit Pflichtlektüre für alle, die sich professionell und beruflich mit Social Media im HR-Bereich beschäftigen.“

 

Link zur Buchwebsite des Autors:

http://www.shelterrock.de/vortraege-publikation.html

 

 

Nikolaus Reuter: Steckbrief des Autors

Alles nur Kopfsache – zur Person:

 

Nikolaus Reuter
Nikolaus Reuter

Nikolaus Reuter, Jahrgang 1977, absolvierte zunächst eine Berufsausbildung zum Industriekaufmann beim englischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline (vormals: SmithKline Beecham). Im Anschluss zeichnete er dort als Experte für Online-Marketing und Mitglied des globalen Marketingteams für den multimedialen Launch eines international erfolgreichen Blockbusters verantwortlich. Dem betriebswirtschaftlichen Studium mit Prädikatsexamen an der Hochschule Pforzheim und der Warsaw School of Economics folgten Stationen bei Renault sowie Hewlett-Packard. Als Unternehmensberater und Projektleiter für strategisches Marketing und marktorientierte Unternehmensführung sammelte er weitere wertvolle Erfahrungen bei namhaften Großunternehmen wie etwa Lufthansa, T-Systems und Daimler-Benz. Darüber hinaus übernahm er spezielle Beratungsmandate für Ministerpräsidenten und Bundesministerien. Der Schritt in die spezialisierte Personaldienstleistung erfolgte mit dem Eintritt in die Hays AG, wo Reuter bis Anfang 2008 den Bereich Research in der D-A-CH-Region verantwortete.

 

Im Jahr 2008 gründete er den seit mehr als einem halben Jahrzehnt erfolgreich am Markt agierenden Personaldienstleister Etengo (Deutschland) AG und verantwortet dessen Aktivitäten seither als Vorstandsvorsitzender. 2013 folgte die vielbeachtete Gründung der Tochtergesellschaft Etengo Academic Experts GmbH, die sich auf die Überlassung von hochqualifiziertem Personal konzentriert. Unter der Marke ShelterRock Investments bündelt Reuter seine Aktivitäten als Investor und übernimmt ausgewählte high-level Beratungsmandate. Zudem ist Reuter ein gefragter Vortragsredner und findet mit mehr als hundert veröffentlichten Beiträgen, Interviews und Reportagen auch breiten Zuspruch bei der Fach- und Wirtschaftspresse. Neben seiner Tätigkeit als Herausgeber von vielzitierten Markt- und Fachstudien für den Bereich Personalwirtschaft & Personaldienstleistung veröffentlichte Reuter im Jahr 2013 beim Verlag SpringerGabler das Fachbuch „Social Media Recruiting“ als Co-Autor.

 

Bereits als Student prägte ihn der Denkansatz „die schöpferische Kraft der Zerstörung“ des Ökonomen Joseph Schumpeter und paart diesen Strategieansatz seither erfolgreich mit seinem Faible für einfache Lösungen.

 

Besuchen Sie auch meinen Blog auf dem IT-Fachportal SILICON: http://www.silicon.de/autor/nikolaus-reuter

 

Ein Interview mit dem Herausgeber können Sie sich hier anschauen:

 

 

 

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