„Spuren im Netz“: Schüler-Kurs an der Uni Passau diskutiert Chancen und Gefahren des Internets

Das Internet ist nicht so anonym, wie es auf den ersten Blick erscheint. Jeder Benutzer hinterlässt Spuren. Gerade junge Nutzer sind sich der damit verbundenen Gefahren oft nicht bewusst und geben arglos persönliche Informationen preis. Hier setzt die Initiative der Uni Passau an: In einem 4-tägigen Informatikkurs für Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 9 eignen sich die Teilnehmer in vielfältigen Experimenten technisches Hintergrundwissen an, um Risiken des Mediums Internet realistischer einschätzen zu können. Anmeldungen für das Seminar vom 10. bis 13. Februar sind noch bis 26. Januar 2009 möglich.

Jugendliche verbringen inzwischen mehr Zeit im Internet als mit Fernsehen. Laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat sich das Medium in der Gunst der 12- bis 19-Jährigen auf Platz 1 vorgearbeitet. Die Gefahren sind für junge Nutzer jedoch oft nicht überschaubar. Beispielsweise kann ein peinliches Foto in einem Internetportal wie SchülerVZ schnell zum Fallstrick werden, wenn es später um Jobsuche oder ein Praktikum geht. Denn auch Personaler nutzen inzwischen das Internet, um Hintergrundinformationen über Bewerber zu erhalten. Besonders problematisch: Einmal veröffentlichte Informationen lassen sich nicht einfach wieder löschen. Die Daten können noch in Zwischenspeichern liegen oder gar von anderen Nutzern kopiert worden sein. Eine vollständige Löschung ist daher bisweilen unmöglich.
An diesem einfachen Beispiel wird deutlich, dass technisches Hintergrundwissen nötig ist, um Gefahren richtig einschätzen zu können. Wie funktioniert die Kommunikation im Internet? Wo und wie werden Daten gespeichert? Können meine E-Mails von Dritten gelesen werden? Antworten auf derlei Fragen werden in dem Kurs an der Uni Passau zusammen mit den Schülern erarbeitet. „Wir bieten den Teilnehmern vielfältige Experimentiermöglichkeiten zum Thema ‚Wie funktioniert Surfen/Suchen/Kommunizieren?'“, erläutert die Leiterin der Initiative, Ute Heuer, Didaktik der Informatik. „Schüler erforschen bei uns selbst, wie Rechner in einem Netz miteinander kommunizieren. Fragen des Datenschutzes ergeben sich dabei aus den Experimenten. Unsere engagierten Informatik-Lehramtsstudierenden stehen den Teilnehmern während des ganzen Kurses mit Rat und Tat zur Seite.“

Als greifbares Ergebnis des Kurses wird ein spannender Präsentationsprototyp für Unterstufenschüler mit Multimedia-Elementen (Wiki-Seite, Videopodcast, und ähnliches) erstellt. Die Teilnehmer können so das Gelernte an jüngere Schüler ihrer Schule weitergeben und diese frühzeitig zum bewussten Umgang mit dem Internet anleiten. So profitieren nicht nur die einzelnen Teilnehmer, sondern die Herkunftsschulen als Ganzes von der Initiative der Fakultät für Informatik und Mathematik der Universität Passau.
Engagierte Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 können sich über einen Kontaktlehrer der Schule anmelden. Der Kurs findet an vier Tagen vom 10. bis 13. Februar 2009 jeweils von 9 bis 17 Uhr an der Uni Passau statt. Besondere Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Die Teilnahme ist kostenlos, die Anzahl der verfügbaren Plätze ist jedoch beschränkt. Daher ist bei Interesse eine schnelle Anmeldung sinnvoll.

Weitere Informationen zum Kurs sowie zu vielfältigen Angeboten für Schüler gibt es im Internet unter http://www.fim.uni-passau.de/de/schulen/schuelerinnen-und-schueler.html.

Thoralf Dietz
Universität Passau
Referat Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen
Innstraße 41
94032 Passau
Tel. 0851/509-1430
Fax 0851/509-1433
E-Mail: thoralf.dietz@uni-passau.de
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