Beste Aussichten auf die Jobbörsen-Landschaft

Ein unübersichtlicher Markt behindert die Marktteilnehmer, weil es ein Informationsdefizit gibt – so zumindest das Credo das Credo des Nobelpreisträgers Georg Akerlof.

Akerlof gilt als Kritiker der neoliberalen Theorie effizienter Märkte. In seinem berühmtesten Aufsatz „The Market for Lemons“ legte er 1970 am Beispiel des Marktes für Gebrauchtwagen dar, dass es in letzter Instanz zu Marktversagen kommen kann, wenn Käufer und Verkäufer ungleichen Zugang zu Information haben. Der Kaufinteressent kann nicht zwischen minderwertigen Angeboten („lemons“) und höherwertigen unterscheiden und ist demnach nicht bereit, angemessene Preise für bessere Wagen („peaches“) zu zahlen. Deren Besitzer zögern daher, sie überhaupt anzubieten. (Quelle: Spiegel)

 

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Mit mehr als 1100 Jobbörsen in Deutschland sind die Bedingungen der Informationsasymmetrie mehr als erfüllt. Dieser Zustand behindert ein effizientes Marktgeschehen im Recruiting. Arbeitgeber haben nicht alle Informationen, um eine empirisch-basierte Entscheidung über die Platzierung von Stellenanzeigen in den richtigen Jobbörsen zu treffen. Für Jobsuchende besteht ein ähnliches Problem – sie stehen vor der Herausforderung zeitökonomisch bei der Suche nach interessanten Karrierechancen vorzugehen. Und das lange bevor die erste Bewerbung mit der gelben Post oder über die digitalen Kanäle abgeschickt wird.

Das Crosswater-Jobbörsen-Verzeichnis bietet einen umfassenden Überblick über die Jobbörsen des Landes – und zeigt gleichzeitig die individuellen Performance-Kriterien der Jobbörsen auf.

Segmentierung nach Zielgruppen

Zahlreiche Spezialjobbörsen verfolgen eine Zielgruppenpolitik, um gezielt Arbeitgeber und Jobsuchende einer begrenzten Arbeitsmarktnische anzusprechen.

Anzahl der publizierten Stellenanzeigen

Wenn ein Jobbörsen-Betreiber nur auf eine ganz niedrige Zahl von aktuellen Stellenanzeigen kommt, ist die Auswahl an Karrierechancen schon von vornherein beschränkt. Andererseits bieten Jobsuchmaschinen eine nahezu unübersichtliche Anzahl von Stellenangeboten an – der Jobsuchende hat die Qual der Wahl.

Anzahl Besucher

Die Anzahl Besucher bzw. die Reichweite einer Jobbörse ist ein wichtiges Leistungsmerkmal. Letztendlich sollen publizierte Stellenanzeigen von einer möglichst hohen Anzahl von Jobsuchenden gesehen werden – bei Interesse löst das eine Bewerbung aus.

Die BE/ST-Ratio

BE/ST Ratio: So vergleichen Sie die Leistungsmerkmale der Jobbörsen auf einen Blick:

Die BE/ST Ratio stellt das Verhältnis zwischen den monatlichen Besuchern und der Anzahl der publizierten Stellenanzeigen dar.

          Anzahl Besucher * Mixed Content Faktor
BE/ST = ------------------------------------------
                  Anzahl Stellenanzeigen

Anzahl Besucher=monatliche Besuchersessions für Desktop und Mobile (Quelle: SimilarWeb.com)

Mixed Content Faktor= Diskontierungsfaktor für den gemischten Content einer Webseite (Quelle: SimilarWeb.com)

In der Regel ist bei vielen Jobportalen der Mixed Content Faktor = 100%. Da die Besuchersessions auf der Ebene der TOP URL gemessen wird, kann es jedoch bei Webseiten mit gemischtem Content vorkommen, dass der auf einen Stellenmarkt entfallende Anteil weniger als 100% ist. In diesem Fall wird die monatliche Besucherzahl um diesen Mixed Content Faktor reduziert.

Beispiel: Die Webseite der Arbeitsagentur (www.arbeitsagentur.de) verzeichnet 12.500.000 monatliche Besucher. Jedoch rufen nur 52,44% der monatlichen Besucher den Jobbörsen-Teil des Arbeitsagentur-Portals auf – und um diesen Mixed Content Faktor wird die Besucherzahl reduziert.

Ein weiteres Beispiel ist der Anzeigenmarkt Kalaydo.de, der Anzeigen für Autos, Immobilien, Jobs und andere Kleinanzeigen publiziert. Hier wird von einem Mixed Content ausgegangen, wobei der Besucheranteil für die Kalaydo-Jobbörse auf 10% geschätzt wird.

Die BE/ST-Ratio zeigt auf einen Blick, wie viele Besucher durchschnittlich eine auf der betreffenden Jobbörse publizierte Stellenanzeige angeschaut haben.

 

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