Personalmangel? Das Unternehmen mit Werbeartikeln ins Gedächtnis potenzieller Bewerber rufen

In Zeiten der nahenden Vollbeschäftigung und dem Fachkräftemangel wendet sich das Blatt. Nicht die Bewerber müssen sich anstrengen, sondern die Unternehmen sind gefordert, potenzielle Angestellte von sich zu überzeugen. Gerade rund um die Talente wird es schwer. Es gibt jedoch viele attraktive Taktiken zur Mitarbeiterwerbung. Dabei können auch Werbegeschenke eine Rolle spielen. Doch wie funktioniert das und was sollten Unternehmen dabei beachten?

Hochwertige Werbeartikel oder Gratisproben können potenzielle Mitarbeiter durchaus emotional bei ihrer Entscheidung unterstützen. Bildquelle: crosswater-job-guide.com

Werbeartikel und Gratisproben – ein unkonventioneller, aber wirksamer Weg

„Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.“ So geht das deutsche Sprichwort, aber das passende Werbegeschenk zur rechten Zeit erhält nicht nur die Freundschaft, es kann sie erst erblühen lassen. Potenzielle Bewerber lassen sich durch sie ansprechen, aber auch zaghaft in die Richtung des Unternehmens schubsen.

Positive Erfahrungen sind alles – Gratisproben zur Unterstützung des Recruitings

Gratisproben oder Probierpackungen sind ein Mittel der Kundenbindung, welches nahezu jedes Unternehmen nutzt. Ein Kunde wird mit kleinen Aufmerksamkeiten an die Existenz des Betriebs erinnert und vorsichtig in die Richtung einer neuen Bestellung oder eines neuen Einkaufs geleitet.

Werbeeffekt geschickt für das Recruiting nutzen

Aber wieso werden Gratisproben nicht auch dazu genutzt, um neue Mitarbeiter zu finden? Wer ein gutes Produkt, eine Problemlösung oder eine Idee hat, kann sie Fachkräften in kleiner Form vorstellen und so den Mitarbeiter über das Produkt vom Unternehmen und seinem Wert überzeugen.

Diese Vorgehensweise hat ein wenig was vom »Pferd von hinten aufzäumen«, aber ist es nicht besser, einen überzeugten neuen Mitarbeiter zu haben, als einen Mitarbeiter, der erst überzeugt werden muss?

Genau auf den Punkt – Werbeartikel sollten zielführend sein

Für jeden Job gibt es eine entsprechende Zielgruppe an Bewerbern, die unterschiedlich angesprochen werden sollte. Plakativ gesagt unterscheiden sich die Bewerber für die Buchhaltung massiv von denen, die gute Software oder Games entwickeln. Die Werbeartikel sollten das widerspiegeln:

  • Kugelschreiber – sie passen zu jeder Gruppe, doch lassen sich bestens mit dem Unternehmensmotto versehen und sogar noch anpassen.
  • Schlüssel – Geschenke in Schlüsselform eignen sich für die Rekrutierung von Personal in Key-Positionen. Die Schlüssel lassen sich gut mit Betriebsmottos oder Sprüchen versehen. »Der Schlüssel für jegliche Probleme«, gleichfalls gibt es die Gadgets auch mit Taschenlampen verknüpft, sodass ein Nutzen sichergestellt ist.
  • Technische Geschenke – USB-Sticks in besonderen Formen, aber auch kleine Schatztruhen
  • Kaffeetassenwärmer – gerade bei Jobs in der Technik oder der IT des Unternehmens eignen sich diese Werbegeschenke für potenzielle Kandidaten.

Die Geschenke sollten auf die Position, aber auch auf das Unternehmen abgestimmt werden. Es wirkt nicht, wenn ein streng konservatives Unternehmen Kandidaten mit hippen Werbegadgets umgarnt.

Kleine Kosten, großer Nutzen – was kosten Werbeartikel?

Die Stückpreise von Werbeartikeln werden umso günstiger, je größer die bestellte Menge ist. Dies funktioniert bei Stammkunden gut, allerdings sollte es bei der Umgarnung potenzieller Kräfte nicht allein auf die Kosten ankommen. Da hier ohnehin nur wenige Geschenke benötigt werden, darf es also teurer sein. Ein Überblick:

Art der Leistung Kosten Anmerkung
Gratisproben Hier hat das Unternehmen den Überblick über die Kosten. Es empfiehlt sich, die Proben hübsch aufzubereiten und exklusiv zu verpacken.
Kugelschreiber 1,00 Euro bis 100,00 Euro. Wer auftrumpfen will, der umgarnt den Bewerber mit einem hochwertigen Kugelschreiber.
Gadgets 10,00 – 100,00 Euro. Von günstigen Gadgets ist gerade bei Technikern oder IT-lern abzusehen, da sie den Wert erkennen.
Sonstiges Um die 50,00 Euro. Qualität vor Preis.

Tabelle 1: Werbeartikel und ihre Kosten im Recruiting

Das Werbegeschenk sollte im Hinblick darauf ausgesucht werden, einen ganz bestimmten Bewerber von sich zu überzeugen. An dieser Stelle wird also nicht auf die Masse, sondern die Exklusivität dieser einzelnen Person gesetzt.

Wertschätzung als Argument – Werbeartikel sollten Probleme lösen

Das schlimmste Werbegeschenk ist immer das, welches sich als nutzlos erweist. Geschieht dies, schafft es nur ein Problem: Nämlich das der Entsorgung. Auch Werbeartikel sollten einen Nutzen haben und im besten Fall ein (kleines) spezielles Problem lösen. Erkennt der Beschenkte diesen Wert, wird er automatisch das Unternehmen als Problemlöser im Hinterkopf behalten.

Zudem muss das Geschenk zu dem angedachten Job des Bewerbers passen.

Wir kümmern uns um unsere Leute – Gratisprodukte in der Mitarbeiterbindung

„Treue kann man nicht verlangen, Treue ist ein Geschenk.“Lilli Palmer

Bei all der Aufmerksamkeit, die Unternehmen potenziellen Kandidaten schenken, dürfen sie niemals die vergessen, die den Betrieb überhaupt aufrechterhalten: die aktuellen Mitarbeiter. Auch diese freuen sich über Bindemaßnahmen und die Wertschätzung, die kleine Geschenke oder Gratisproben aufzeigen.

Diese Wertschätzung kann auf vielen Wegen erfolgen. Ob ein Unternehmen nun wöchentlich einen Masseur ins Haus holt, kostenloses Obst anbietet oder aber, je nach Unternehmensrichtung, jedem Mitarbeiter regelmäßig oder in bestimmter Menge Proben und Produkte kostenlos bietet, sollte intern entschieden werden.

Alles aus einem Guss – Werbegeschenke sind nicht alles

Ein Geschenk allein wird dauerhaft keinen Erfolg haben. Unternehmen müssen sich das Employer Branding groß auf ihre Fahnen schreiben. Das heißt auch, regelmäßig und zielstrebig ein Image aufzubauen, sodass der Betrieb immer in den Köpfen potenzieller Bewerber präsent ist.

Das Ziel ist zu erreichen, wenn potenzielle Kandidaten und Kunden „Produkt/Dienstleistung X“ hören, sogleich den Namen des Unternehmens nennen. Das Ganze geht einher mit positiven Emotionen, die sowohl Kunden als auch potenzielle Mitarbeiter in Bezug auf Unternehmen haben sollten.

Employer-Branding goes viral – Image-Videos zur Mitarbeiterwerbung

Um dies zu schaffen, bieten sich Image-Videos an. Sie wirken dort, wo Bewerber und Kunden heimisch und privat unterwegs sind. Praktisch reichen viral erfolgreiche Unternehmen Kandidaten auf deren Couch die Hand.

Die Videos sollten informativ, unterhaltsam, aber durchaus auch lustig sein. Es ist immer gut, wenn ein Betrieb über sich lachen kann, denn das assoziiert direkt eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

Video: Employer Branding wird heute ab einer gewissen Unternehmensgröße unabdingbar.

Was kann ich dir bieten? Mitarbeiter befragen

Zu guter Letzt hilft es, in der Gegenwart und in der Zukunft, die Stimmung, Wünsche und Meinungen der eigenen Mitarbeiter zu kennen. Wo sehen diese Verbesserungsmöglichkeiten? Gibt es Wünsche hinsichtlich der Work-Life-Balance oder Vergünstigungen? Wichtig ist hier ein absolut offener Dialog.

Diese Punkte werden freilich nicht nur für die jetzigen Mitarbeiter geäußert, sondern auch gegenüber den neuen Bewerbern.

Wer sich wertgeschätzt fühlt, arbeitet gerne in seinem Unternehmen. Bildquelle: crosswater-job-guide.com

Fazit: Talente umgarnen

In Zeiten des Fachkräftemangels ist es wichtig, dem Recruiting besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Das Unternehmen, das die besten Köpfe verpflichten kann, hat im Wettbewerb die Nase vorn. Neben gängigen Strategien kann es deshalb durchaus sinnvoll sein, auch Werbegeschenke und Gratisproben zu nutzen, um potenziellen Mitarbeitern ein positives Gefühl in Bezug auf die eigene Firma zu vermitteln.

Wertschätzung und Benefits: Eine starke Kombination

Durch gut gemachte Werbegeschenke und Gratisprodukte können Unternehmer ihre Wertschätzung gegenüber Talenten ausdrücken. Darüber hinaus ist es jedoch auch wichtig, die Wünsche und die Stimmung der Mitarbeiter stets im Blick zu behalten. Je besser ein Talent sein Arbeitsleben in seinen Lebensentwurf integrieren kann, desto höher sind die Chancen für einen Verbleib in der Firma. Regelmäßige Umfragen und Anpassungen werden deshalb immer entscheidender.

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