Europäer*innen suchen am liebsten während der Arbeitszeit nach Jobs

  • Montag und Dienstag sind Europäer*innen am häufigsten auf Jobsuche
  • Jobsuche findet während der Arbeitszeit statt
  • Jobsuche über mobile Geräte dominiert
  • Digital Natives nutzen Handy unterdurchschnittlich für die Jobsuche

Was verbindet Europäer*innen bei der Suche nach einem neuen Job? Und wo unterscheiden sie sich voneinander? Eine aktuelle Analyse des Jobsuchverhaltens von April 2018 bis März 2019 zeigt, wann, wo und mit welchem Endgerät Europäer*innen am liebsten auf Jobsuche gehen.

Montag und Dienstag sind auf Europaebene die beliebtesten Tage für die Jobsuche. Im Laufe der Woche nehmen die Suchen ab. Am Wochenende, insbesondere am Samstag, suchen die wenigsten Menschen nach Jobs.

 

Die Luxemburger*innen sind montags am fleißigsten bei der Jobsuche. Bei den Deutschen steht sowohl montags als auch dienstags die Jobsuche ganz oben auf der Agenda (34 % der Jobsuchen finden montags und dienstags statt).

Die meisten Jobinteressenten suchen während der Arbeitszeit nach einem neuen Job. Das heißt, zwischen 10 Uhr morgens und den späten Nachmittagsstunden ist die Hochzeit bei der Jobsuche. Auf dem Nachhauseweg flacht die Aktivität wieder ab, um dann am späteren Abend wieder aufgenommen zu werden.

 

Das Handy ist immer dabei … auch für die Jobsuche

„Spannend ist der Blick auf den Tagesverlauf auch aus einem anderen Grund. Es ist zu erkennen, dass morgens auf dem Weg zur Arbeit das Handy für die Jobsuche genutzt wird“, weiß Dr. Annina Hering, Economist bein Indeed. Es wird vom Laptop oder PC abgelöst, sobald der Schreibtisch im Büro erreicht ist. Ab 22 Uhr neigt sich der Tag dem Ende zu: Das zeigt sich auch bei der Jobsuche, da sie bis frühmorgens erst einmal abfällt. Am Wochenende ist die Entwicklung ähnlich – allerdings nicht so stark ausgeprägt wie unter der Woche.

Zwischen den europäischen Ländern gibt es  klare Unterschiede bei der mobilen Jobsuche: Im ersten Quartal 2019 liegt Spanien mit einem Anteil von 76 % von mobilen Suchen auf Platz 1. Deutschland liegt mit 65 % mobilen Jobsuchen im Mittelfeld. In Luxemburg wird mit 54 % am seltensten Mobilgeräte für die Jobsuche genutzt.

 

Anders verhält es sich bei der Suche nach Ausbildungsplätzen: „Ein Teil der Generation Z – die Digital Natives – ist mittlerweile auf der Suche nach einer Ausbildung“, sagt Hering. „Das Handy wird von klein auf genutzt und deshalb lag die Erwartung nahe, dass hier der höchste Anteil an mobilen Suchen seinen Ursprung hat.“ Aber weit gefehlt, der Anteil der Suchen über Mobilgeräte liegt mit 62 % sogar etwas unter dem Durchschnitt. „Drei mögliche Erklärungen hierfür sind: 1. Digital Natives nutzen das Handy eher für Konsum, Kommunikation und Unterhaltung als für Bildung, Information und Recherche. 2. Darüber hinaus handelt es sich um junge Leute, die bei ihren Eltern Rat suchen oder auch von ihren Eltern aufgefordert werden, etwas für ihre Zukunft zu tun und sich an den PC zu setzen. 3. Die Eltern selbst suchen für ihre Sprösslinge nach Jobs – und zwar über Desktop, da sie selbst auf der Arbeit sind und dort vor dem PC oder Laptop sitzen“, sagt Hering.

 

 

Methodische Hinweise

In der Analyse hat Indeed das Jobsuchverhalten in der Europäischen Union sowie Norwegen und der Schweiz untersucht. Da es für die Analysen entscheidend ist, dass in einem Land eine eigene Indeed Webseite verfügbar ist, was weltweit auf über 60 Länder zutrifft, konnten nicht alle EU-28 Länder in die Untersuchung aufgenommen werden. Indeed hat Daten aus 21 europäischen Ländern für die Analyse genutzt: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechien und Ungarn.Wie im deutschen Sprachgebrauch meist üblich, umfasst “Großbritannien” das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland.Indeed hat die Suchanfragen auf Stundenbasis aggregiert. Für die Interpretation bedeutet das: Eine Suchanfrage, die um 11:55 Uhr getätigt wird, zählt zu 11 Uhr und wird in den Abbildungen entsprechend abgetragen.

 

Über Indeed

Über Indeed suchen mehr Menschen nach ihrem nächsten Job als über jede andere Jobseite (bezogen auf Total Visits, Quelle: comScore). Indeed bietet Kandidaten in mehr als 60 Ländern und 28 Sprachen über Desktop und mobile Endgeräte Zugang zu Jobs auf der ganzen Welt. Insgesamt mehr als 250 Millionen Menschen nutzen Indeed jeden Monat für die Jobsuche, um ihren Lebenslauf hochzuladen oder um sich über potenzielle Arbeitgeber zu informieren (Google Analytics; Unique Visitors, September 2018). Weitere Informationen auf de.indeed.com.

 

Über das Hiring Lab

Das Indeed Hiring Lab ist ein internationales Team von Arbeitsmarktexperten und Datenanalysten, welches Trends und Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt erforscht. Aussagekräftige Studien sollen die öffentliche Diskussion über die Lage des Arbeitsmarktes vorantreiben.

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