Aktienhandel als Nebenjob

Wer seine monatlichen Einnahmen erhöhen will, dem stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Man kann sich etwa einen neuen Job suchen, der besser bezahlt wird. Man kann aber auch versuchen, die Ausgaben zu reduzieren, um somit automatisch mehr Geld am Ende des Monats zur Verfügung zu haben. Natürlich kann man sein Einkommen auch mit einem Nebenjob aufbessern.

Heutzutage ist es nicht mehr erforderlich, jeden Samstag im Supermarkt Regale mit Waren aufzufüllen oder am Abend in einer Bar als Kellern zu arbeiten – man verdient auch Geld, ohne sein Zuhause verlassen zu müssen. Im World Wide Web finden sich unzählige Jobs, die man von daheim erledigen kann.

Unter anderem kann man sein Einkommen als Aktienhändler aufbessern. Doch worauf ist zu achten, wenn man mit Aktienentwicklungen spekuliert?

Was für einen langfristigen Anlagehorizont spricht

Möchte man für die Rente vorsorgen, seinen Kredit mit Sonderzahlungen vor dem vereinbarten Laufzeitende tilgen oder einfach nur Geld, das am Monatsende übrigbleibt, sinnvoll veranlagen, so kann man durchaus mit Aktien arbeiten. Wichtig ist, dass hier ein langfristiger Anlagehorizont verfolgt wird. Das heißt, man investiert für mehrere Jahre, mitunter sogar für mehr als ein oder zwei Jahrzehnte, und kann sich am Ende, sofern sich der Markt wie gewünscht entwickelt hat, über einen entsprechenden Gewinn freuen.

Besonders interessant mag hier etwa der börsengehandelte Indexfonds – kurz: ETF – sein. Der Anleger erstellt einen Sparplan, sodass Monat für Monat ein bestimmter Betrag investiert wird, für den man sodann Anteile erhält. Einmal gibt es mehr Anteile, dann wieder etwas weniger Anteile – es entsteht der Cost Average Effekt.

Eine weitere Möglichkeit stellen aktiv gemanagte Fonds dar, hier muss man jedoch auf die Kosten achten. Denn während bei einem ETF ein Markt nachgebildet wird, versucht bei einem aktiv gemanagten Fonds ein im Hintergrund arbeitender Fondsmanager, stets besser als der Markt zu sein. Das kostet natürlich Geld – und die Gebühren nagen an den Renditen.

Niemals das Risiko unterschätzen


Wer hingegen den Aktienhandel als Nebenjob sieht, der wird keine langfristigen Strategien wählen, sondern sich mitunter als Daytrader versuchen. Das heißt, man eröffnet und schließt eine Position innerhalb weniger Stunden – natürlich ist das Risiko nicht außer Acht zu lassen. Denn entwickelt sich der Markt nicht wie gewünscht, so bleibt letztlich nicht genügend Zeit, um zu warten, bis sich das Minus wieder in ein Plus verwandelt. Denn der Aktionär weiß: Geht es einmal bergab, so geht es einmal wieder bergauf – letztlich braucht man nur etwas Zeit.

Besonders riskant sind Kryptowährungen. Versucht man etwa mit Bitcoin und Co. nebenbei etwas Geld zu verdienen, so ist besondere Vorsicht geboten. Vor allem auch deshalb, weil sich hinter einigen Plattformen auch „schwarze Schafe“ befinden – daher sollte im Vorfeld ein Krypto Börsen Test durchgeführt werden, um böse Überraschungen vermeiden zu können.

Des Weiteren ist es ratsam, nur frei zur Verfügung stehendes Geld zu investieren. Aufgrund der Tatsache, dass die Volatilität außerordentlich hoch ist, darf das Risiko, Geld zu verlieren, keinesfalls unterschätzt werden.

Das ZARAS Prinzip

Spekuliert man mit Aktien, so ist es ratsam, sich am sogenannten ZARAS Prinzip zu orientieren. Man benötigt nämlich ein (Z)iel, (A)usdauer, (R)ationalität, (A)ktien und muss (S)paren.

Wer kein klares Ziel verfolgt, der wird letztlich keine Erfolge feiern können. Das heißt, man muss sich von Anfang an klar werden, was erreicht werden will – ein monatliches Zusatzeinkommen von 200 Euro, 500 Euro oder gar 1.000 Euro? Oder will man nebenbei noch zusätzlich versuchen, langfristig Geld zu veranlagen? Ganz egal, ob man mit kurzfristigen Marktveränderungen spekuliert oder langfristig investiert – man braucht Ausdauer. Denn oft können sich Minuten wie Stunden anfühlen. Das ist auch der Grund, warum man nicht auf sein Bauchgefühl hören sollte – wichtig ist, dass man anhand der Daten und Fakten Entscheidungen trifft. Zudem ist es wichtig, dass man bei seinen Aktien auf die entsprechende Diversifikation achtet und Monat für Monat noch genügend Geld hat, um auch Geld zu sparen. Also nicht mit dem gesamten Kapital, das man für den Nebenjob einsetzt, spekuliert.

Bilder:

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