Aufmerksamkeitsökonomie

Die Sirenengesänge der Digitalisierung: Wo bleibt Odysseus 2.0?

Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Die Stimmungen schwanken zwischen Euphorie und Zukunftsangst. Es geht um die diffuse, dubiose Digitalisierung, die an allen Ecken und Enden der Medienlandschaft Hochkonjunktur hat. Die Politik hat sich das Thema unter den Nagel gerissen und stellt die Digitalisierung als einen wahrhaftigen Kreuzzug dar, denn der Untergang des Abendlandes ist in Gefahr. Vernarrte Medien springen auf den Zug der Aufmerksamkeitsökonomie. Das breite Publikum ist gleichgültig, wenn denn nicht die Sache mit der Angst um den Job wäre.

Google Trends zeigt die zunehmende Suche nach dem Begriff „Digitalisierung“ in Deutschland.

Worum geht es denn eigentlich?

HR-Studienmonitor: Laux Kommunikation öffnet Schatztruhe für Personaler

Studien, Befragungen, Umfrage-Ergebnisse und Datenanalysen zu vielfältigen Aspekten der Personalführung sind längst schon eine Triebfeder der Aufmerksamkeitsökonomie geworden. Doch längst trifft dieser Erkenntnis-Tsunami auf Beharrungsinseln und wird in seiner Wucht gebrochen. Diese Inseln haben sattsam bekannte Namen: Keine Zeit, Irrelevant, tl;dr (too long – did not read) oder andere Kürzel der üblichen Ausreden. Wer sich die Studienerkenntnisse wirklich nutzbar machen will, braucht zwei wesentliche Dinge. Erstens einen guten Überblick über die verfügbaren Studien und zweitens eine kompakte, gut strukturierte Zusammenfassung, was eine Studie dem Leser bietet.

Beiden Anforderungen wird der quartalsweise erscheinende HR-Studienmonitor von Laux Kommunikation vollauf gerecht.

Ulla Laux

Jobbörsen Bulletin: Recruiting folgt auch den Regeln der Aufmerksamkeitsökonomie

Ein Crosswater Newsletter vom 11.9.2014

 

Gestaltete Stellenanzeigen rücken das Arbeitgeberimage in ein strahlendes Licht, Stellenanzeigen im responsive Design machen das Lesen auf dem Smartphone leichter und tragen zu einer besseren Akzeptanz des mobile Recruiting bei. Mit Eye-Tracking-Analysen wird deutlich gemacht, auf welche Brennpunkte sich die Kandidatenblicke hinwenden, um aus der Textwüste der ewig langen Tätigkeitsbeschreibungen zu entfliehen. Stellenanzeigen werden nach dem „Modell Pusteblume“ publiziert, die Winde der Jobsuchmaschinen tragen sie in alle Winkel der Internet-Plattformen. Bedauerlich ist nur, wenn es zu einem „kollisisonsfreien Recruiting“ kommt, wenn die publizierten Stellenanzeigen keine Chance haben, auf die richtigen Kandidaten zu treffen. Arbeitgeber suchen am Bewerber vorbei. …