Bewerbungsverfahren

Recruiting 2018: Drei Tipps für die Gewinnung von Fachkräften im neuen Jahr

Wolfgang Weber, meinestadt.de

Das alte Jahr bot so viele offene Stellen wie nie zuvor. Für weit über die Hälfte der Ausschreibungen wurden Fachkräfte mit Berufsausbildung gesucht – Tendenz steigend. Längst führen Lokomotivführer, LKW-Fahrer und Altenpfleger das Negativ-Ranking der Profile mit den längsten Vakanzdauern in Deutschland an. Im Wettbewerb um diese Talente sind eine zeitgemäße, effiziente und passgenaue Adressierung unerlässlich. Wichtigstes Schlagwort für 2018 ist die Kommunikation. Die folgenden Tipps helfen Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Fachkräften.

Speed-Dating auf dem Schlachtfeld der Kompetenzen“

Dominik Faber
Dominik Faber

softgarden-Umfrage leuchtet erstmals die Bewerbung als Erlebnisraum aus

Für Personalabteilungen sind sie ein Massenprozess, für Jobsucher ein elementares Ereignis: Bewerbungen lösen bei Kandidaten starke, zum Teil widersprüchliche Gefühle aus. Das zeigt eine aktuelle Online-Umfrage der Recruitingplattform softgarden, an der im Sommer und Herbst 2016 rund 3.500 Bewerber teilgenommen haben. Als „Speed-Dating auf dem Schlachtfeld der Kompetenzen“ bezeichnet ein Umfrageteilnehmer die Bewerbung. Die Auswertung zeigt: Emotional ist bei dem Thema tatsächlich eine Menge drin: Gefühle einer elementaren Lebensentscheidung, des Wettbewerbs, des Glückspiels, der Sehnsucht nach Anerkennung ebenso wie das Erleben als Prüfungssituation und schmerzhaftes Infragestellen des eigenen (Markt-) Werts.

Mehr Transparenz bitte! Kennzeichen guter Bewerbungsverfahren aus Kandidatensicht

Dominik Faber
Dominik Faber

Bewerbungsverfahren vertragen aus Kandidatensicht mehr Transparenz, Service und Schnelligkeit. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Umfrage der Recruitingplattform softgarden und der Fachzeitschrift „Personalmagazin“, an der 1.130 Bewerber und 123 Personalverantwortliche teilgenommen haben. Die Umfrage bildet sowohl die Kandidaten- als auch die Personalerseite in konkreten Zahlen ab. In der Umfrage wurden die Bewerber gebeten, ein von ihnen durchlaufenes Bewerbungsverfahren anhand von Schulnoten und differenziert nach Kriterien zu bewerten. Das Resultat: Die Gesamtqualität bewertet eine große Mehrheit von 64% mit „gut“ oder „sehr gut“, sie erreicht einen Mittelwert von 2,3. Allerdings finden 26% die Qualität nur „befriedigend“ und 10% „ausreichend“ oder „mangelhaft“. Da ist für viele Arbeitgeber noch Luft nach oben.

E-Recruiting der Zukunft: Candidate Experience 2.0

Dominik Faber
Dominik Faber

softgarden auf der „Zukunft Personal 2015“

Wie nehmen Kandidaten aktuell die wichtigsten Kontaktpunkte im Bewerbungsprozess wahr? Warum sollten sich Recruiter gerade in diesem Jahr verstärkt mit Fragen der mobilen Suchmaschinenoptimierung beschäftigen? Wie sehen kandidatenorientierte Angebote von Arbeitgebern an Bewerber künftig aus? Besucher der in Köln stattfindenden HR-Fachmesse „Zukunft Personal“ finden am softgarden-Stand vom 15. bis zum 17. September Antworten für heute und morgen auf die großen Fragen im Recruiting.

Berufseinsteiger unterschätzen Bedeutung von Soft Skills

Dr. Michael Träm, Foto: Hay Group
Dr. Michael Träm, Foto: Hay Group

Studie der Hay Group: Hochschulabsolventen und HR-Verantwortliche erachten soziale Kompetenzen unterschiedlich wichtig

Hochschulabsolventen meinen, dass vor allem technische Fähigkeiten sie im Beruf voranbringen – Personalmanager hingegen sehen in den Soft Skills ihrer Mitarbeiter den Schlüssel zum Erfolg, haben aber Schwierigkeiten, Bewerber mit ausgeprägten emotionalen und sozialen Kompetenzen zu finden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle globale Studie der Unternehmensberatung Hay Group. Bei der Stellenbesetzung werden diese unterschiedlichen Einschätzungen zum Problem: Die meisten Recruiting-Prozesse orientieren sich zu stark an Abschlüssen und unpassenden Assessments.

Marken leiden unter schlechten Bewerbungsverfahren

Studie „Bewerbungsverfahren und Markenwahrnehmung – wie Recruitingprozesse Marken beeinflussen“

Die meisten Jobsucher (57 Prozent) sind von den Erfahrungen während des Bewerbungsprozesses nicht überzeugt. Fast alle teilen ihre Erlebnisse mit – im Familien- und Freundeskreis sowie auf Facebook und Arbeitgeberbewertungsplattformen. Schlechte Bewerbungsverfahren schaden auf diese Weise der Reputation von kleinen wie großen Unternehmen. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie der Unternehmensberatung ESCH. The Brand Consultants und der Recruitingplattform softgarden.

Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch
Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch