Bologna-Prozess

Mehr Bachelor-Absolventen zieht es auf den Arbeitsmarkt

Philipp K. Seegers

Ein Gastbeitrag von Dr. Philipp K. Seegers

Der im Jahr 1999 gestartete Bologna-Prozess ist wiederkehrend im Fokus der öffentlichen Debatte. Erklärtes Ziel der teilnehmenden Staaten war und ist es fortan, in Europa ein verständliches und vergleichbares Hochschulsystem zu schaffen, um unter anderem die studentische Mobilität in Form von Auslandsaufenthalten zu stärken.

Bologna-Prozess – Ein großer Fehler?!

  • Online-Umfrage von Monster: 79 Prozent der Befragten sind mit dem Bologna-Prozess unzufrieden
  • Nur jeder 10. Umfrageteilnehmer sieht in der Umstellung Vorteile

Bernd Kraft

Eschborn. Als sich die europäischen Bildungsminister 1999 auf die Bologna-Reform einigten, gab es einen Aufschrei in Deutschland. Scharfe Debatten und Proteste junger Akademiker sorgten damals für Aufsehen. Eine aktuelle Umfrage des Online-Karriereportals monster.de zeigt, dass die Umstellung auf neue Studienabschlüsse auch mehr als zehn Jahre später nicht nur positiv diskutiert wird. 79 Prozent der Befragten sind der Meinung, die Bologna-Reform sei eine Fehlentscheidung gewesen. Nur zehn Prozent sehen Vorteile in der Umstellung auf das Bachelor- und Master-System. Acht Prozent der Umfrageteilnehmer stehen dem Thema neutral gegenüber, drei Prozent haben sich noch keine Gedanken dazu gemacht.

Studenten im Arbeitseinsatz – Der Bologna Prozess und seine Folgen

Jobcafe informiert: Änderungen zu Einsatzmöglichkeiten für Studenten

Bachelor- und Masterstudiengänge – Jobeinsätze eine Frage des Zeitpunkts und des Umfangs

München. Seit einigen Jahren werden die Beschlüsse der größten Studienreform der Nachkriegsgeschichte umgesetzt. In diesem Jahr stellt das Jobcafe – in permanenter Interaktion mit Studenten und Firmen – erstmals konkrete Auswirkungen fest. Vielleicht haben Sie es selbst an der ein- oder anderen Stelle festgestellt.

Pfusch am (Bildungs-)Bau: Alte Ziele werden nicht mehr erreicht – neue noch nicht

Martina Bischof

11.3.2009 (ghk). Wer als Fußgänger sich gemächlich von der Schlossallee dem Hauptgebäude von Schloss Bensberg nähert, dem kann es eigentlich nicht entgehen, mit welcher Harmonie und Qualität die Architekten  einer vergangenen Epoche ihre Bauwerke geschaffen hatten. Der Anblick des Schlossgartens und der Fassade der Haupt- und Nebengebäude lassen sichtbar werden, dass weder beim Schlossbau vor fast genau 300 Jahren noch heute bei der Instandhaltung Pfusch und Schlamperei einen Einfluss hatten.  Bei aktuellen Tiefbauprojekten in der Kölner Innenstadt kann man nicht unbedingt – so die aktuelle Wahrnehmung – von einem solchen Qualitätsdenken ausgehen.

Auch Reformen des Bildungswesens müssen konzipiert, gebaut und in Stand gehalten werden, die Ergebnisse sind allerdings recht weit entfernt von einem Qualitätsstand, den die Baumeister früherer Epochen scheinbar mit Leichtigkeit verwirklichten. Dieser Mangel wird offensichtlich bei dem europäischen Umbauprojekt des akademischen Bildungswesens. So war es nur konsequent, dass im Rahmen des vierten Recruiting Convents auch das Thema „Bologna“ auf der Agenda stand und von Personalern kritisch gewürdigt wurde.