DSGVO

Endet die Überwachung mit der DSGVO?

Ein Gastbeitrag von Roger Vogel, HR4YOU

Die DSGVO genießt in der Online-Branche keinen besonders guten Ruf, da viele Möglichkeiten zur wahllosen Sammlung von personenbezogenen Daten damit entfallen. Schließlich bedarf es jetzt einer persönlichen Einwilligung des Nutzers, welche sich auf einen bestimmten Verwendungszweck bezieht. Gleichzeitig ist das Unternehmen bei der Erhebung dazu verpflichtet, auf die Datensparsamkeit achtzugeben. D.h. es dürfen nur so viele Daten gespeichert werden, die zur unmittelbaren Zweckerfüllung des angebotenen Dienstes notwendig sind. Wer mehr speichert und erwischt wird, zahlt wahrscheinlich bald hohe Bußgelder. Aber endet damit auch die Überwachung?

Viel wichtiger als die Frage nach der Sammlung personenbezogener Daten durch die Internet-Konzerne ist aber die Frage, ob auch die Datensammelei von Nachrichtendiensten sowie Ämtern und Behörden aufhören müsse? Die rhetorische Andeutung der Frage weißt schon auf die Antwort hin: natürlich nicht!

Überwachung

Neue Datenschutz-Regelungen behindern Karrierechancen

  • Der Queb-Bundesverband sieht negative Auswirkungen durch die #DSGVO und #ePrivacyVO auf die Personalwirtschaft, insbesondere mit Blick auf die Personalgewinnung
  • Der Verband veröffentlicht ein Call-to-Action-Paper, das die Bundesregierung auffordert, in den Trilogverhandlungen zur #ePrivacyVO mögliche Einschränkungen zur Personalgewinnung abzumildern

Erfolgreiche Personalgewinnung funktioniert nicht mehr ohne digitale, Daten-getriebene Instrumente. Aktive Bewerber-Suche in sozialen Netzwerken, der Einsatz von Eignungsdiagnostik, die Bindung von Talenten oder die Durchführung von Bewerbungsgesprächen per Video-Technologie sind Beispiele, die die Personalauswahl der heutigen Zeit kennzeichnen. Für Unternehmen ist das überlebenswichtig, Kandidaten eröffnet es verbesserte Karriere-Chancen. Schon die Datenschutzgrundverordnung (#DSGVO) hat in den letzten Monaten eine regelrechte Dynamik – teilweise auch schon Panik – in den Personalbereichen der Unternehmen ausgelöst, weil sie den Einsatz digitaler, Daten-basierter Instrumente erheblich erschwert. Der sich derzeit in Verhandlung befindende Vorschlag für eine ePrivacy-Verordnung der EU wird modernes Recruiting weiter erheblich behindern – wenn nicht gar unmöglich machen.

Kein Beruf kommt mehr ohne Digitalkompetenz aus

  • Anja Olsok

    Für drei Viertel der Deutschen ist Digitalkompetenz genauso wichtig wie fachliche oder soziale Kompetenz

  • Neues, erweitertes Programm der Bitkom Akademie veröffentlicht – integriertes Weiterbildungsangebot von Digital- und Fachkompetenzen

Drei von vier Bundesbürgern (77 Prozent) sind sich sicher: Digitalkompetenz wird für ihren künftigen Arbeitsplatz mindestens genauso wichtig sein wie fachliche oder soziale Kompetenz. Neun von zehn (92 Prozent) sagen, lebenslanges Lernen wird angesichts der Digitalisierung immer wichtiger. Gleichzeitig sind fast ebenso viele (88 Prozent) überzeugt, dass Weiterbildung zu Digitalthemen die Chancen am Arbeitsmarkt erhöht.

Die Maschinerie des Wahnsinns in Absurdistan: Nach der DSGVO kommt das EU-Leistungsschutzrecht als Internet-Zensur

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Noch immer verzweifeln mittelständische Unternehmen und kleine Webseiten-Betreiber an der Absurdität der DSGVO – und schon biegt das nächste Digital-Monster um die Ecke. Wenn das geplante EU-Leistungsschutzrecht kommt, geht die Netzfreiheit – so der Tenor eines Artikels bei T3N. Der Abschied von der Informationsfreiheit wird ab dem 20. Juni durch die EU-Abgeordneten entschieden, wenn sie über die neue Urheberrechtsreform entscheiden. Was im Bürokratie-Sprech so ziemlich harmlos klingt, hat es wirklich in sich. Außer der Verlegerlobby profitiert niemand von dieser Entwicklung.

Entfesselung von Bürokratie (Foto: mobbible.org)

Datenschutz und IT-Sicherheit stehen bei HR4YOU-Produkten an erster Stelle

Keine Angst vor der EU-DSGVO

 

Roger Vogel

Von Roger Vogel, HR4YOU

Sicherlich hat es schon jeder vernommen, die EU zeigt sich bei der neuen Datenschutzgrundverordnung sichtlich „humorlos“, wenn es um die Härte der Strafen für Verfehlungen geht. Diese orientieren sich nicht mehr an den moderaten Bußgeldern des BDSG mit spärlichen 300.000 Euro je Fall, sondern betragen stattliche 20 Millionen Euro oder bis zu 4% des gesamten weltweit erzielten Vorjahresumsatzes. Mit dieser empfindlichen Verschärfung bestünde die Möglichkeit, einzelne Unternehmen komplett „vom Markt“ zu nehmen. Nun sieht auch diese Verordnung in einigen einschränkenden Klauseln vor, dass z.B. vorsätzliches oder fahrlässiges Handeln nötig ist, um den Bußgeldrahmen auszuschöpfen.

Stellenmarkt: EU-Datenschutzgrundverordnung führt zu mehr Bedarf an Juristen, Beratern und ITlern

Jürgen Grenz
Jürgen Grenz

Die kürzlich in Kraft getretene EU-Datenschutzgrundverordnung stellt die Personalabteilungen der Unternehmen seit Jahresbeginn vor große Herausforderungen. Um den neuen Anforderungen in der Datenverarbeitung gerecht zu werden, wurden im April rund ein Fünftel mehr Stellen mit Bezug zum Thema Datenschutz ausgeschrieben als noch im Januar. Gefragt sind vor allem Fachkräfte für datenschutzrechtliche Fragen (z. B. Juristen) sowie Berater und IT-Profis. Dies ist das Ergebnis einer Stellenmarktanalyse der Experten von index Anzeigendaten, die Stellenangebote aus 256 Printmedien und Online-Jobbörsen untersucht haben. Dabei wurden speziell die Anzeigen mit Bezug zum Thema Datenschutz ausgewertet.

 

So erfüllen Unternehmen die DSGVO: eco Verband beantwortet die wichtigsten Fragen

  • Alexander Rabe

    Umfrage zeigt: Nur wenige Unternehmen sehen sich rechtlich auf der sicheren Seite

  • Mahnung an Aufsichtsbehörden: eco fordert Rahmenbedingungen für praktikable Umsetzung
  • Service: eco unterstützt Unternehmen, gesetzliche Anforderungen zu erfüllen

An diesem Freitag, dem 25. Mai, tritt die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft, die die Rechte der europäischen Bürger an ihren Daten stärken soll. Für Unternehmen bedeutet dies einige maßgebliche Veränderungen für ihren Umgang mit Kundendaten, ihren Vertrieb und ihre gesamte Geschäftstätigkeit. Doch nach Einschätzung des eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. sind keineswegs alle betroffenen Unternehmen für die neue Rechtslage gerüstet. Viele Firmen hatten sich erst in den Monaten kurz vor dem Stichtag mit der Thematik beschäftigt, wie sie sich künftig weiter rechtssicher aufstellen.

Zwei Drittel der Unternehmen sehen sich durch Datenschutzregeln behindert

Achim Berg, BITKOM

Seit heute gilt die neue Datenschutz-Grundverordnung vollumfänglich 

Berlin, 25. Mai 2018 
Von der Künstlichen Intelligenz bis zur Individualmedizin: Viele Unternehmen und Organisationen prüfen derzeit, wie sie durch digitale Technologien neue Angebote entwickeln und wettbewerbsfähiger werden können. Beim konkreten Einsatz sehen sie dann viele Hürden – gerade auch durch Datenschutzauflagen. Das sagen fast zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland (63 Prozent). Damit ist der Datenschutz das meistgenannte Hindernis beim Einsatz neuer Technologien. Dies ergibt eine repräsentative Befragung unter mehr als 600 Unternehmen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Datenschutzregeln dürfen nicht zum Hemmschuh für sinnvolle und notwendige Innovationen werden“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Neue Technologien wie Künstliche Intelligenz sind künftig die Grundlage unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und unseres gesellschaftlichen Wohlstands. Die Unternehmen müssen auf die Einhaltung hoher Datenschutzstandards verpflichtet werden, aber man darf dabei nicht über das Ziel hinausschießen.“

Bitkom kritisiert Position der Datenschutzkonferenz zu Webtracking  

  • Susanne Dehmel

    Dehmel: „Diese Interpretation der Rechtslage kommt zur Unzeit“ 

  • Bitkom veröffentlicht Stellungnahme zum Verhältnis Telemediengesetz/DS-GVO  

Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder (DSK) hat jüngst das Verhältnis der neuen Datenschutz-Grundverordnung zum bestehenden Telemediengesetz (TMG) bewertet. Nach Auffassung der Datenschutzkonferenz würde die ab 25. Mai 2018 anwendbare Datenschutz-Grundverordnung die bisherigen Vorschriften des Telemediengesetzes zum Webtracking komplett ersetzen. Aus Sicht des Digitalverbands Bitkom ist diese Auslegung falsch und der Zeitpunkt der Aussage äußerst unglücklich. „Diese Interpretation der Rechtslage wenige Wochen vor Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung kommt zur Unzeit für Unternehmen“, sagt Susanne Dehmel aus der Bitkom-Geschäftsleitung und dort für Recht und Sicherheit zuständig. „Webseitenbetreiber müssten ihre bislang rechtmäßigen Prozesse innerhalb kürzester Zeit umstellen. Das ist kaum leistbar und das müssten auch die Aufsichtsbehörden wissen.“

Kann die DSGVO Big Brother Google verhindern?

Big Brother is watching digitizing you

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Big Brother, Foto: Wikimedia Commens, (c) Frederic Guimont

Während kurz vor dem Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) die digitalen Operateure des Internet wie Lemminge hintereinander her rennen um ja keine noch so irrsinnige Vorschrift der DSGVO zu ignorieren, tauchen auch wieder Konzepte auf die nahelegen, dass man eigentlich Big Brother auf die Finger schauen müsste.

Die Rede ist von Googles „Selfish Ledger“, in dessen Mittelpunkt die Idee steht, alle möglichen Daten von Personen in einem digitalen Tresor abzuspeichern, um dann durch der Vernetzung dieser Informationsbruchstücke Rückschlüsse auf Verhaltensmuster der Personen zu ziehen.

3 von 4 Unternehmen verfehlen die Frist der Datenschutz-Grundverordnung

  • Achim Berg, BITKOM

    Nur ein Viertel wird die Umsetzung rechtzeitig abschließen

  • 58 Prozent erwarten dauerhaft mehr Aufwand
  • Fast jedes zehnte Unternehmen sieht sein Geschäftsmodell gefährdet

Die zweijährige Übergangsfrist für die Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) ist fast abgelaufen – doch nur ein Viertel (24 Prozent) der Unternehmen in Deutschland ist bis zum 25. Mai 2018 aus eigener Perspektive vollständig konform mit den neuen Regeln. Jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) wird sie größtenteils umgesetzt haben, ebenso viele (33 Prozent) zumindest teilweise.

VGSD: Ab Mai geht der Abmahnmissbrauch erst richtig los, wenn wir ihn jetzt nicht stoppen

Dr. Andreas Lutz, VGSD

Eine junge Mutter, die Schals online verkauft, eine alleinerziehende Goldschmiedin, die sich mit einem DaWanda-Shop aus dem Arbeitslosengeld 2-Bezug herausgearbeitet hat: Das sind typische Opfer einer Abmahnindustrie, die automatisiert online nach kleinsten Fehlern in Produktbeschreibungen sucht, um daraufhin Abmahnungen mit Kosten von durchschnittlich 1.300 Euro (vgl. Abbildung) versenden zu können.

Cornerstone OnDemand startet seine GDPR-Ready-Initiative

Jose Alberto Rodriguez Ruiz

Der neue Service wird maßgeschneiderte Unterstützung bieten, um Kunden zu helfen, Compliance zu gewährleisten und ihre Daten vor dem Stichtag für die neue Datenschutzgrundverordnung im Mai 2018 zu optimieren

Cornerstone OnDemand, einer der weltweit führenden Anbieter Cloud-basierter Software für Learning und Human Capital Management, hat heute seine Initiative „GDPR-Ready“ gestartet, um Kunden bei der Einhaltung der Bestimmungen der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zu unterstützen und deren Nutzung von Daten zu optimieren.

Die von der Europäischen Union im April 2016 gebilligte Datenschutz-Grundverordnung zielt darauf ab, die Datenschutzgesetze in Europa mit strengen Regeln für die Speicherung und Nutzung personenbezogener Daten und strengeren Regeln für die Einwilligung der Nutzer zu harmonisieren. Die Verordnung wird ab dem 25. Mai 2018 in Kraft treten, und Organisationen, die nicht den neuen Vorschriften entsprechen, werden nicht nur von den bewährten Praktiken im Bereich Datenhygiene ausgeschlossen, welche durch die Verordnung verstärkt werden, sondern es wird auch ihre Arbeitgebermarke empfindlich schädigen.

Fusion Days 2017: Recruiting zwischen künstlichen Welten und echten Emotionen

Ingolf Teetz

Wie der technische Fortschritt mehr Möglichkeiten, aber vielleicht auch mehr Unsicherheiten schafft. Ein Nachbericht vom diesjährigen milch & zucker-Event.

Fusion Days, das exklusive Kundenevent von milch & zucker und JobStairs, bietet erfahrungsgemäß jede Menge Momente zum gemeinsamen Nach-, Über- und Weiterdenken. So auch am 7. und 8. November 2017 in Gießen: Im stilvollen Ambiente des Hotelrestaurants Heyligenstaedt kamen insgesamt rund 120 Führungskräfte und Experten aus den Bereichen IT und Personal zusammen, um sich auszutauschen und von spannenden Vorträgen inspirieren zu lassen.

Generation Y trifft Chatbots